Hier bitte die letzten 8 Stellen Ihrer Mitgliedsnummer eingeben.

Newsbereich wählen:  

Batteriebeleuchtung ab sofort erlaubt

Datum: 01. August 2013  //  Kategorie: Verkehr und Recht

Batterie-Beleuchtung (Foto: philips.de)

Keine Dynamopflicht mehr für Fahrräder: Am 1. August tritt eine vom Bundesrat beschlossene Verordnung in Kraft, die nun auch Batterie- und Akkuleuchten erlaubt. Bislang mussten alle Fahrräder außer Rennräder bis 11 Kilogramm eine dynamobetriebene Lichtanlage haben. Der ADFC kritisiert allerdings Unklarheiten im neuen Gesetzestext.

„Der nun beschlossene Text ist handwerklich schlecht gemacht. Die dort erwähnte Batteriebeleuchtung ist heute gar nicht im Handel erhältlich", sagt Roland Huhn, Rechtsexperte des ADFC. Das Bundesverkehrsministerium arbeitet nach eigenen Angaben aber bereits an einem Änderungsentwurf und wird in Kürze eine Kommentierung veröffentlichen, die klarstellen soll, dass Ansteckleuchten zulässig sind.

Roland Huhn erklärt: „Das Bundesverkehrsministerium scheint fest entschlossen, aufsteckbare Leuchten für alle Fahrräder ab sofort zu erlauben, auch wenn der Wortlaut der neuen Beleuchtungsvorschrift das eigentlich nicht hergibt. Radfahrer müssen nun jedenfalls nicht mehr befürchten, dass die Polizei Batterieleuchten beanstandet – vorausgesetzt, dass die Leuchten das Prüfzeichen tragen."

Die amtliche Bauartgenehmigung ist für jede Art von Fahrradbeleuchtung Pflicht – auch für Ansteckleuchten mit Batterien oder Akkus. Zugelassene Scheinwerfer und Rückleuchten erkennen Verbraucher an einem Prüfzeichen. Das besteht aus einer Wellenlinie, dem Großbuchstaben K und einer Zahl.

„Die Scheinwerfer müssen mindestens eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux und eine bestimmte Lichtverteilung aufweisen", erläutert Roland Huhn. „Das Licht ist im Zentrum besonders hell und nimmt nach außen hin ab. Nach oben ist der Lichtstrahl abgeschnitten, damit Entgegenkommende nicht geblendet werden." Auf keinen Fall darf die Beleuchtung am Rad blinken. Scheinwerfer und Rückleuchten müssen außerdem gegen Staub und Nässe abgedichtet sein und auch auf Holperstrecken in Position bleiben. Eine Kontrollleuchte für den Batteriezustand ist ebenfalls Pflicht.

„Händler, die Lichtanlagen ohne Prüfzeichen verkaufen, begehen eine Ordnungswidrigkeit", betont Huhn. Auch der Kauf solcher Lampen und ihre Verwendung sind illegal. Wer dennoch im guten Glauben nicht zugelassene Beleuchtung erworben hat, kann sein Geld zurückbekommen, so Huhn: „Fehlt das Prüfzeichen, ist das ein Mangel. Deshalb können Kunden ungeprüfte Leuchten innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf beim Händler zurückgeben."

Mehr Infos zur neuen Vorschrift gibt es hier »

Foto: philips.de


Beitrag kommentieren:

Die Kommentierung der Meldung ist beendet.

  • Kommentar von Fahrer am 24.11.2016 11:37:44:

    Rad

    ""„Händler, die Lichtanlagen ohne Prüfzeichen verkaufen, begehen eine Ordnungswidrigkeit", betont Huhn. Auch der Kauf solcher Lampen und ihre Verwendung sind illegal. "

    Es gibt bis heute (Ende 2016) sogenannte "Freizeitleuchten" o.ä. als Set in rot und weiß mit Fahrradhalterung. Häufig ist nicht mal eine echte CE-Zertifizierung vorhanden, sondern eher nur die gefälschten CE-Zeichen aus China o.ä.! Diese Lampen gibt es in Fahrradabteilungen diverser Supermärkte, in Sonderangeboten bei Discountern, im Internethandel und bei Elektronikhändlern. Mit dieser Angabe wird die Zulassung einfach umgangen, die Käufer getäuscht bzw. die Verantwortung auf den gutgläubigen Käufer abgewälzt.

    Und der Hinweis, die Lampen nach bis zu zwei Jahren zurück zu geben ist zwar gut, fällt aber unter die normale Gewährleitungspflicht. Wenn der Kunde die Originalverpackung und den Bon hat, wird schnelle eien Umkehr daraus, denn auf der Verpackung steht häufig im Kleingedruckten oder auch ganz offensichtlich "nicht zugelassen im Bereich der STVO" drauf. Dann ist nichts mit Umtausch, der Artikel wurde mit "Mangel" so verkauft -its not an bug, its a feature-!

    Ich sehe die Pflicht bei Behörden dem ein Ende zu bereiten und beim ADFC in der Öffentlichkeit mehr Informationen über diese lediglich an Fahrrädern unzulässigen Austattungsteile zu verbreiten.
    "

  • Kommentar von Jürgen am 28.05.2015 10:30:28:

    Veröffentlichung!!!

    "SCHADE finde ich das man so etwas nicht viel mehr Veröffentlicht hat. Ich habe erst vor ein paar Tagen von diesen Änderungen in der STVO erfahren.

    Also ich finde es sehr gut das man endlich diese lästigen, leistungsfressenden Dynamos nicht mehr braucht. Die bei schlechten Wetter oft auch nur unzureichend funktionierten und zudem jede Menge an Muskelkraft gekostet haben. Oft hat man sich 2 mal überlegt das Licht auch wirklich einzuschalten. Ausserdem hatte man während der Fahrt keine Kontrolle über die Funktion des Rücklichtes. Mit dem Akku/Batterie Licht sieht man sofort vor Fahrtantritt ob das Licht funzt. Zudem mache ich das Licht jetzt auch viel früher an.

    Diese Änderung war meiner Meinung nach längst Überfällig!!


    "

  • Kommentar von ADFC Redaktion am 02.03.2015 16:00:57:

    Erlaubnis

    "@Jürgen Kroth: Wenn die Polizei tatsächlich Radfahrer, die mit zugelassener Batteriebeleuchtung unterwegs waren, mit Bußgeldern belegt hat, sollten die Betroffenen Widerspruch einlegen. Verschiedene Verstöße können sich durchaus summieren, wenn zum Beispiel Bremsen nciht funktionieren, Licht und Reflektoren fehlen etc, dann kann das durchaus sehr teuer werden. "

  • Kommentar von Kroth, Jürgen Frankfurt am 02.03.2015 12:56:29:

    betr.: Erlaubnis

    "Habe vergangene Woche einen Bericht im TV gesehen.
    Fahrradpol. haben alle norm. Radfahrer ohne Dynamolampen bestraft.
    Einer wegen versch. Verstöße bis zu 100,-Euro?????
    "

  • Kommentar von Renn-MTBler am 15.10.2013 14:25:12:

    Licht und (Schutz-)Steckbleche

    "In diesen Tagen kaufte ich mir einen neuen Rahmen (49 cm/1.040 g) und eine neue Federgabel, beide mit Canti/Disc. Doch ich vermisse die Löcher, vorne zur Aufnahme des Frontlichts und des (Schutz-)Steckblechs, hinten zur Aufnahme des (Schutz-)Steckblechs.

    Und wo bitte sehr soll ich nun mein Frontlicht anbringen? Auf dem Lenker habe ich dazu keinen Platz.
    Und wie wird hinten meine Rückleuchte vorm hochfliegenden Dreck geschützt? Denn der macht meine Rückleuchte blind, so daß mich kein Straßenverkehrsteilnehmer mehr sehen kann.

    Ich gestehe, ich habe noch keine (Dauer-)Lösung gefunden.

    Meine Übergangslösung vorne lautet unter dem Motto 'Ich muß etwas sehen':
    Ich muß auf Prüfzeichen pfeifen. Ich kann es nicht verhindern, andere zu blenden. Die Frontlampe wird (einzige Möglichkeit!!!) am Lenker, aber nicht auf dem Lenker, sondern unter dem Lenker angebracht.

    Und hinten?
    Die Rückleuchte wird wie bisher an der Sattelstütze befestigt.
    Aber um bei Matschwetter gesehen zu werden, hilft nur beten und hoffen.

    Resumee:
    Der Verkehrsminister würde besser weniger mit Radlern meckern. Viel besser wäre, Vorschriften zu erlassen, daß die Löcher in Rahmen und Gabeln unverzichtbar notwendig sind.
    "

Kommentar 1-5 von 5.



© 2016 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)