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ADFC-Bundeshauptversammlung 2015 in Dresden

Datum: 09. November 2015  //  Kategorie: Über Uns

ADFC-Bundeshauptversammlung_2015_Abstimmung

Auf der 36. ADFC-Bundeshauptversammlung in Dresden stellten die rund 150 Delegierten die Weichen für die Zukunft des ADFC. Die weitreichenden Entscheidungen wurden kontrovers und emotional diskutiert.

Der ADFC-Landesvorsitzende Olaf Matthies und Dresdens Vorstandsmitglied Nils Larsen freuten sich darüber, dass die Delegierten trotz der „besorgniserregenden Bürger“ (Matthies) in die sächsische Landeshauptstadt kamen. Der Däne Larsen beschrieb, wie der ADFC zu seiner Integration beigetragen habe und sagte, dass es ihn mit Hoffnung erfülle, dass ein demokratisch geprägter Verein wie der ADFC gerade in Dresden wachse.

Menschen in den Mittelpunkt stellen
Der demokratische Gedanke prägte die Bundeshauptversammlung. Der Bundesvorsitzende Ulrich Syberg sagte: „Der ADFC hat gezeigt, dass er auch zivilgesellschaftlicher Akteur ist“ und dankte besonders den Gliederungen, die sich für Flüchtlinge und Migranten engagieren.

Syberg sprach auch den VW-Skandal an: „Die Opfer sind nicht Aktionäre oder Kunden, sondern vor allem die Menschen, die in den Städten Feinstaub und andere gesundheitsschädliche Stoffe einatmen müssen.“ Eine demokratische Politik müsse den Menschen in den Mittelpunkt stellen und Städte zu Lebensräumen machen, in denen Menschen sich sicher fühlen und gerne aufhalten.

Syberg: „Wir wollen diejenigen stärken, die jetzt schon das Fahrrad nutzen und den Fokus auf Missstände lenken, die Menschen noch am Radfahren hindern.“

ADFC-Bundeshauptversammlung_2015_Preisverleihung
Auch 2015 wurden wieder die am dynamischsten wachsenden Kreisverbände
geehrt: Der Wanderpokal ging an den ADFC Freising, auch Dresden und
Erding wurden ausgezeichnet.


Dafür will der ADFC seine Verbands- und Lobbyarbeit weiter ausbauen und einen Fonds aufbauen. Seit 2012 helfen Bundesverband und Landesverbände strukturschwächeren Landesverbänden dabei, hauptamtliche Stellen zu finanzieren und so das Engagement vor Ort zu unterstützen.

„Wir haben diese Strukturen aufgebaut, wir werden sie jetzt nicht wieder einreißen und Stellen abbauen“, sagte Birgit Kloppenburg vom ADFC-Bundesvorstand. Sie bat die Delegierten, der lange in den ADFC-Gremien diskutierten und vorbereiteten Beitragserhöhung zuzustimmen.

Die erste Beitragserhöhung seit fünf Jahren wurde kontrovers diskutiert, aber mit großer Mehrheit beschlossen. Ab dem 1. Januar 2016 kostet die Einzelmitgliedschaft 56 Euro und die Familienmitgliedschaft 68 Euro.

Neue Leistungen für Mitglieder
Die Entscheidung, die ADFC-Pannenhilfe als neue Leistung für Mitglieder in den Beitrag einzuschließen, trafen die Delegierten mit großer Mehrheit. Damit steht die ADFC-Pannenhilfe mit ihrer 24-Stunden-Hotline täglich auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit in Pannen- und Notfällen zur Verfügung und hilft mit Werkstatt-, Pannen- und gegebenenfalls Abschleppdiensten innerhalb Deutschlands weiter.

„Diese Form des Alltags-Schutzbriefes ist einzigartig in Deutschland. Der ADFC hat die günstigen Konditionen für seine Mitglieder bei externen Anbietern verhandelt. Er verdient nichts daran“, sagte Ulrich Syberg.

Den bereits vorgestellten zusätzlichen Komfort-Schutzbrief ADFC-PannenhilfePLUS mit erweiterten Leistungen im In- und europäischen Ausland können ADFC-Mitglieder weiterhin für 11,90 Euro (pro Jahr als Einzelmitglied) beziehungsweise 19,90 Euro (pro Jahr in der Familienmitgliedschaft) beantragen.

Ab 2016 erhalten sie zudem einen neuen Mitgliederausweis, der stabiler ist und auf dem wichtige Rufnummern wie die der Pannenhilfe sowie Internetadressen vermerkt sind.

ADFC-Bundeshauptversammlung_2015_Bundesvorstand
Der ADFC-Bundesvorstand: Raimund Jennert, Dr. Gereon  Broil, Thomas Baur,
Ulrich Syberg, Birgit Kloppenburg, Sabine Kluth, Mario Junglas, Dr. Jens Schütte
und Ludger Koopmann sowie die Versammlungsleitung.

Leitsatz debattiert
Auch die Debatte über das zur Abstimmung vorgelegte Programmpapier zu Anforderungen an die Infrastruktur wurde kontrovers geführt. Die Delegierten einigten sich aber auf den Leitsatz für das Papier: „Wir treten für die Umverteilung des Verkehrsraums in den Kommunen zugunsten des Fuß- und Radverkehrs und zu Lasten des ruhenden und fließenden motorisierten Individualverkehrs ein. Unser Ziel ist die Schaffung einer Verkehrsinfrastruktur, auf der alle sicher, komfortabel und zügig Radfahren können.“

Daran wird der ADFC auch im kommenden Jahr arbeiten. Mit dem eindeutigen Bekenntnis für lebenswerte Städte und eine klare Verkehrsinfrastruktur ging eine debattenreiche Bundeshauptversammlung zu Ende, die auch zeigte, wie stark der demokratische Gedanke im ADFC verankert ist.


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