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Bremen bekommt Fahrrad-Modellquartier

Datum: 13. März 2017  //  Kategorie: Verkehr und Recht

Fahrrad-Modellquartier Bremen

In Bremen hat das Fahrrad bald noch öfter Vorrang. Denn in der Hansestadt entsteht rund um die Hochschule Bremen ein Netz aus Fahrradstraßen, die miteinander verbunden und an weitere Radwege zu anderen Stadtteilen angebunden werden sollen. Das Bundesumweltministerium unterstützt die Umsetzung des Fahrrad-Modellquartiers mit 2,4 Millionen Euro.

Die Gelder stammen aus dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und die Hochschule Bremen hatten sich zusammen mit ihrem Projekt „Fahrrad-Modellquartier Alte Neustadt Bremen – von der Fahrradstraße zur Fahrradzone“ beworben und nun den Zuschlag erhalten.

Fahrradzone
Die Fördermittel werden dafür genutzt, die Straßen rund um die Hochschule Bremen zu Fahrradstraßen umzugestalten. So sollen beispielsweise mehrere Bereiche mit Kopfsteinpflaster asphaltiert werden, um das Radfahren bequemer zu machen. Außerdem sollen bessere Querungsmöglichkeiten an großen Verkehrsachsen geschaffen werden.

In einer Fahrradstraße hat der Radverkehr Vorrang, der Autoverkehr muss sich unterordnen. Das Tempo ist auf 30 km/h beschränkt.

„Bremen ist eine Fahrrad-Stadt. Hier haben viele fahrradpolitische Innovationen wie die Fahrradstraße einen Ursprung. Diese Tradition wollen wir gerne fortsetzen. In der Alten Neustadt soll nun die erste Fahrradzone der Republik entstehen“, sagt Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse.

Fahrradfreundliche Hochschule
Auch die Hochschule Bremen selbst profitiert von den Fördergeldern und schafft damit zusätzliche Fahrrad-Abstellmöglichkeiten an allen drei Standorten, stellt Leihfahrräder und -lastenräder bereit und errichtet Ladestationen für Elektroräder. Auf dem Campus am Neustadtwall soll außerdem ein Fahrradreparatur-Café entstehen.

Breite Unterstützung
Im August 2016 hatten die Fraktionen in der Bremischen Bürgerschaft nahezu einstimmig die Bewerbung zum Fahrrad-Modellquartier unterstützt. Auch der Bürgermeister Dr. Carsten Sieling und Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, haben sich in Berlin für den Bremer Gemeinschaftsantrag stark gemacht.

Der ADFC Bremen hat das Projekt mit der School of Architecture der Hochschule Bremen initiiert und das Antragsverfahren aktiv unterstützt. „Bremen als Fahrradstadt hat heute einen Verkehrsanteil von 25 Prozent. Mit solchen Modellmaßnahmen kann man einen Sprung nach vorne machen und mehr Menschen für das Fahrradfahren gewinnen. Das Modellquartier wird auch mit der Umgestaltung des Deiches und dem Bau der Stadtstrecke eine bessere Anbindung an die geplanten Premiumrouten bekommen“, sagt der Landesvorsitzende des ADFC Bremen Tobias Wolf.

Die Baumaßnahmen sollen 2018 beginnen.

INFO: www.adfc-bremen.de

Auf dem Bild v.l.n.r.: Tobias Wolf, Gunter Mischner (beide ADFC), Steffi Kollmann (HSB), Annemarie Czichon (Ortsamtsleiterin), Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey, Senator Dr. Joachim Lohse, Michael Glotz-Richter (Senator für Umwelt, Bau und Verkehr) und Ralph Saxe (Bürgerschaftsabgeordneter).

Foto: Hochschule Bremen


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