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Fahrradtourismus auch im Krisenjahr im Aufwind

Zertifizierte Radrouten immer erfolgreicher

Datum: 11. März 2010

Der Fahrradtourismus erfreut sich trotz der Wirtschaftskrise steigender Beliebtheit. Während die touristischen Übernachtungen in Deutschland generell zurückgingen, verzeichneten Beherbergungsbetriebe in radtouristischen Regionen und entlang von Radfernwegen deutliche Zuwächse. Das belegt die Radreiseanalyse 2010, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin (ITB) vorstellte.

So sanken die Übernachtungszahlen in der Region Ruhrgebiet von 2008 auf 2009 allgemein um 2,5 Prozent, während sie am Ruhrtalradweg im selben Zeitraum um 13 Prozent stiegen. Auch die Zahl der fahrradfreundlichen Gastbetriebe steigt. „Das stetige Wachstum des Bett und Bike-Netzwerkes auf mittlerweile über 5.000 Beherbergungsbetriebe spricht für den Erfolg des Radtourismus auch in der Krise", sagt Bertram Giebeler, stellvertretender Bundesvorsitzender des ADFC.

Bei den beliebtesten Radfernwegen und Regionen setzen die Urlauber auf Bewährtes: Beliebtester Radfernweg in Deutschland war auch 2009 der Elbe-Radweg vor dem Main- und dem Weser-Radweg, bei den Regionen bleibt
Bayern vor Franken und Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Blick auf die beliebtesten Radfernwege in Deutschland zeigt, dass sich Investitionen in die Qualität auszahlen: Von den zwölf beliebtesten Radfernwegen in Deutschland tragen bereits vier das Qualitätszertifikat des ADFC: Der Mainradweg, der Lahntalradweg, der Oder-Neiße-Radweg und der RuhrtalRadweg. Im Ausland liegt Österreich mit dem Donau-Radweg vor Via Claudia Augusta und Etschradweg. Bei den Regionen konnte Südtirol erstmals auf den Spitzenplatz vor den Niederlanden und der Schweiz aufsteigen.

Problematisch bleibt für viele Fahrradtouristen weiterhin die Anreise mit der Deutschen Bahn. Im Fernverkehr wird das Fahrradmitnahmeangebot durch verstärkten Einsatz von ICE statt ICs weiter eingeschränkt. Bei einzelnen Strecken des Regionalverkehrs wird die Fahrradmitnahmemöglichkeit nicht mehr beworben. „Marktgerechtes, kundenfreundliches Verhalten sieht anders aus", so Giebeler. Nahezu unverändert sind die Zahlen der Fahrradmitnahme bei der Deutschen Bahn: 2009 wurden im Fernverkehr der Deutschen Bahn 263.658 Fahrräder befördert (+ 1 %), in den Nachtzügen 38.663 Fahrräder (+ 1,1 %).

Auf der ITB 2010 informiert der ADFC bereits zum neunzehnten Mal das touristische Fachpublikum über Trends und Entwicklungen im Fahrradtourismus.

Die komplette ADFC-Radreiseanalyse 2010 kann unter www.adfc.de/reisenplus eingesehen werden.

Downloads:

Dateien:

  ADFC-Radreiseanalyse_2010  -  pdf, 3150 KB

Kontakt:

Infobestellungen und Anfragen allgemeiner Art: ADFC-Infoline 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de
Nur für Presse: Bettina Cibulski, Tel. 0421/34629-15, E-Mail: presse@adfc.de


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