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Die ADFC-Radreiseanalyse 2008

6. März 2008
 

Radtourismus 2008: Zahlen, Daten, Fakten

Die Ergebnisse der ADFC-Radreiseanalyse im Detail

Die komplette ADFC-Radreiseanalyse im pdf-Format:  ADFC-Radreiseanalyse 2008.pdf (1,4 MB)

  • ADFC-Mitglieder und Nutzer der Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“ kürten Bayern zum beliebtesten deutschen regionalen Radreiseziel, vor Mecklenburg-Vorpommern und Franken. (Befragung der Leser des ADFC-Magazins „Radwelt“ und der Nutzer von „Deutschland per Rad entdecken“, ADFC/DpR)

  • Spitzenreiter der beliebtesten inländischen Radfernwege ist wie schon im Vorjahr der Elberadweg, vor dem Weser- und dem Main-Radweg. Auf den Plätzen folgen die Routen Deutscher Donauradweg und Altmühltalradweg. Von den im vergangenen Jahr befahrenen Radfernwegen gaben Radurlauber dem Elbe- und dem Rhein-Radweg die beste Note 1,7. (ADFC/DpR)

  • Der österreichische Teil des Donauradwegs ist auch 2007 mit großem Abstand beliebtester Radfernweg im Ausland und verweist den Tauern- sowie den Inntalradweg auf die Plätze zwei und drei. Österreich, Frankreich und die Schweiz belegen bei Auslandsreisen mit dem Rad die Spitzenplätze. (ADFC/DpR)

  • Als geplante Radreiseziele für 2008 werden vorwiegend die Radrouten an Elbe, Weser und Main genannt; grenzüberschreitend gehen die Urlaubsplanungen in Richtung Österreich, Frankreich, Italien und in die Schweiz. (ADFC-Radreiseanalyse)

  • Radurlauber bleiben im Vergleich zu 2006 etwas weniger in heimischen Gefilden: 83 Prozent (2006: 88 Prozent) gaben in der ADFC-Umfrage an, für 2008 eine Radreise in Deutschland zu planen. (ADFC/DpR)

  • Die radtouristische Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz betrug 2006 insgesamt 0,341 Mrd. Euro. Der Radtourismus hat damit einen Anteil von 10,2 Prozent an der gesamttouristischen Wertschöpfung in Rheinland-Pfalz. (ETI: Regionalwirtschaftliche Effekte des Radtourismus in Rheinland-Pfalz 2007)

  • Der Elberadweg wurde im Jahre 2007 von etwa 145.000 Reiseradlern befahren. Sie waren durchschnittlich neun Tage unterwegs und hatten Tagesausgaben von rund 70 Euro pro Tag und Person.

  • Der Anteil ausländischer Radler ist auf 5,5 Prozent gestiegen (2006: 4,5 Prozent).(Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide e.V.)

  • Das erfolgreichste Marketinginstrument für den deutschen Radtourismus ist die Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“ vom ADFC und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Die sechste Auflage mit 500.000 Exemplaren (deutsch und englisch) präsentiert 150 Radrouten in Deutschland. Sie wird in 25 Ländern beworben und ist auch im Internet abrufbar. (DpR)

  • Der negative Trend der Fahrradbeförderung im Fernverkehr (innerhalb Deutschlands) setzt sich bei der Deutschen Bahn AG fort (2007: 249.528; 2006: 253.000; 2005: 265.000). (Deutsche Bahn AG)

  • Mit 35.877 Fahrradkarten (2006 = 30.076) wurden 2007 deutlich mehr (plus 19,3 Prozent im Vergleich zu 2006) Fahrradkarten für den internationalen Verkehr verkauft. (Deutsche Bahn AG)

  • Durch die kontinuierliche, weitere Umwandlung von InterCity- zu ICE-Verbindungen wird die Fahrradmitnahme allerdings zunehmend erschwert. So wurden bisherige IC/EC-Verbindungen wie Berlin – München, Ruhrgebiet – München oder Dortmund – Wien durch ICE-Verbindungen ohne Fahrradmitnahme ersetzt.

  • Viele Destinationen sind bereits jetzt für Fahrradtouristen nicht mehr erreichbar. Noch immer verweigert die DB die Fahrradmitnahme im ICE. Im Gegensatz dazu bieten französische Hochgeschwindigkeitszüge den Fahrradtransport unter anderem auch auf der Strecke Stuttgart – Paris an. (DB, ADFC)

  • Der DB-Geschäftsbereich Nachtreiseverkehre hingegen verzeichnet auch 2007 insgesamt wieder Zuwächse. 2007 beförderten die Nachtzuglinien 39.758 Räder (plus 2,9 Prozent) (2006: 38.651; 2005: 36.419; 2004: 35.629 Räder). (City Night Line)

  • Im Rahmen der 2006 vom ADFC begonnenen Zertifizierung von Radfernwegen wurde 2007 nach dem Fürst-Pückler-Weg und dem Lahntalradweg die Route „Vom Main zur Rhön“ von ADFC-Experten nach einheitlichen Kriterien untersucht und ausgezeichnet. (ADFC-Fachausschuss Fahrradtourismus)

  • Satellitennavigation im Fahrradtourismus nimmt zu. Neue fahrradtouristische Angebote werden fast immer auch mit GPS-Komponenten geplant. Internet-Portale haben weiter stark zugenommen und bieten umfassende Tourenvorschläge für Radtouristen, Mountainbiker und Rennradler. Der Internetbasierte Radroutenplaner Nordrhein-Westfalen konnte 2007 rund 71,5 Millionen Seitenaufrufe verzeichnen (2006: 53,8 Mio. 2005: 28,2 Mio.). Auch Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bremen und Berlin bieten inzwischen Radroutenplaner an. (ADFC)

  • Die Saison 2008 ist bereits gut angelaufen. Messen mit radtouristischen Schwerpunkten in Stuttgart, München, Hamburg und Bonn verzeichneten erneut große Besucherresonanz. (ADFC)

  • Die Zahl der vom ADFC zertifizierten fahrradfreundlichen „Bett & Bike“-Beherbergungsbetriebe hat sich von 216 im Jahr 1995 auf über 4.651 (März 2008) gesteigert. Diese Betriebe finden sich in 3.176 Orten Deutschlands (2007: 3.126). Auch im vergangenen Jahr legte hier insbesondere Brandenburg mit 18,2 Prozent neuer Betriebe deutlich zu. Damit bleibt „Bett & Bike“ die erfolgreichste zielgruppenbezogene Marketingkooperation von Gastbetrieben in Deutschland. (ADFC)

  • Der „ADFC-Dachgeber“, ein Verzeichnis von Übernachtungsangeboten auf Gegenseitigkeit, erscheint 2008 zum 21. Mal und hat bundesweit 2.758 Mitglieder. (ADFC)

  • Der Markt der Radreiseveranstalter hat sein hohes Niveau gehalten. Vielfach konnten auch leichte Zuwächse erzielt werden, sowohl in Deutschland, als auch bei einigen Fernzielen. Bei einigen Routen gab es aber auch Einbrüche. Der mit dem ADFC erstellte „Radreisekatalog 2008“ zeigt 110 Reiseziele von 82 Veranstaltern. Der Anteil der Pauschalreisen im Fahrradtourismus liegt im Inland bei etwa 8 Prozent, bei Auslandsreisen über 20 Prozent. (ADFC)

  • Der ADFC ist der größte Radtourenanbieter Deutschlands. Im Jahr 2007 haben 210.599 Teilnehmer auf 14.737 vom ADFC organisierten Radtouren insgesamt 277 mal die Erde umrundet. Dabei wurden mehr als elf Millionen Kilometer zurückgelegt – und zwar zu 36,3 Prozent auf Feierabendtouren, zu 41,6 Prozent auf Tagestouren, zu 16 Prozent auf Halbtagestouren und zu 2,3 Prozent auf Mehrtagestouren. (ADFC)

  • Einige Regionen in Deutschland verspüren zunehmende Nachfrage nach Rennradtouren und reagieren mit umfassenden Angeboten, zum Beispiel im Schwarzwald. Rennradler zieht es nach wie vor stark nach Mallorca, aber auch andere Ziele streben auf den Markt (Cesenatico, Zypern, Sizilien). (ADFC)

  • Fast alle deutschen Mittelgebirgsregionen halten inzwischen Angebote für Mountainbiker vor, allerdings in unterschiedlicher Qualität. Sportliche Events finden meist hohes Teilnehmerinteresse. Eine Zunahme in touristischen Regionen ist vor allem durch ältere Teilnehmer zu verzeichnen. Die Bike Arena Sauerland generierte im Jahr 2007 eine Brutto-Wertschöpfung von 23 Mio. Euro. (Bike Arena Sauerland)

  • Im Salzburger Land sind dem Mountainbike-Tourismus 350.000 Übernachtungen zuzurechnen. Mit 100 Euro pro Tag geben die Mountainbiker deutlich mehr aus als andere Touristengruppen. Nach Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker stehen 1.200 Kilometer Mountainbike Strecken zur Verfügung. Dazu die Spezialangebote der Mountainbike-Parks in Leogang, Saalbach und Wagrain. (Salzburger Nachrichten vom 17.10.2007)

 

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