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Gastkommentar

Nächste Ausfahrt: Stillstand

Kraftstoffstrategie

Der Tag des Offenen Denkmals, der alljährlich am zweiten Sonntag im September gefeiert wird, um die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken, stand heuer unter dem Motto: „Kultur im Bewegungswahn – Reisen, Handel und Verkehr“.

Vielleicht wird sich der eine oder andere noch daran erinnern, dass die Stiftung Deutscher Denkmalschutz für den seit 1993 ausgerufenen Tag bereits im Jahre 2010 ein ähnliches Thema gewählt hatte. Damals hieß es: „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“.

Der kleine, aber feine Unterschied im Begriff – von der sachlichen „Bewegung“ zum wertenden „Bewegungswahn“ – reflektiert den großen Schnitt, der unseren Alltag seitdem nicht nur von Grund auf verändert hat, sondern auch eine Steigerung der Lebensqualität mit sich brachte: Ich spreche natürlich von nichts anderem als der Einführung der Mobilitäts-Budgetierung.

Wir haben uns inzwischen an die Kontoauszüge vom Ministerium zur Bewirtschaftung der Ressourcen (MBR) gewöhnt, in denen wir pünktlich zum Quartalsbeginn mitgeteilt bekommen, wie viele KaEm uns noch bis zur Zuteilung des nächsten Jahresdeputats zur Verfügung stehen.

Wir können die Umrechnungsfaktoren zwischen Bahn-KaEm, Auto-KaEm und Flug-KaEm im Schlaf herunterbeten, wie einstmals die Wechselkurse zwischen DM, Franc und Lire: 1.000 Flug-Kilometer gleich 3.500 Auto-Kilometer gleich 5.500 Bahn-Kilometer.

Wir kennen uns mit den Budgetierungsstufen der Mobilitäts-Beschränkungs-Novelle inzwischen ebenso gut aus wie früher mit den Versicherungsklassen der Fahrzeuge oder – um ein altertümliches Spiel anzuführen, das jüngst eine ungeahnte Renaissance erfahren hat – mit den Leistungsmerkmalen im Autoquartett. Wenn ich Ihnen sage, dass mein Jahresdeputat nach III/B/4 bemessen wird, wissen Sie, dass ich arbeite, in einer Großstadt wohne und zu den Langstreckengehern gerechnet werde.

Tempora mutantur, nos et mutamur in illis. Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen. Wer hätte im Jahre 2010, als Kultur und Mobilität noch mit einem einfachen Und verbunden werden konnten, damit gerechnet, die Zeugnisse einer überdrehten Lebensform an einem Tag des Offenen Denkmals wie in einem gewachsenen Freilichtmuseum bestaunen zu können?

Überall im Land bieten Ortsgruppen des ADFC, mit Unterstützung des MBR, geführte Touren zu den historischen Plätzen des Automobilen Zeitalters an. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr und besuchen Sie die ehemaligen Autobahnen, Autosalons, Autobörsen, Autofriedhöfe und all die anderen stummen Zeugen des zerfallenen Mythos einer ungebremsten Mobilität.

KTF


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