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Norwegen:
Kurzinformation für die Radtour

Zuletzt geändert am: 18.04.2009

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Inhaltsverzeichnis:


Straßen und Verkehr

Europastraßen und durchgehende Reichsstraßen (Riksvei) sind – besonders im Süden und während der Sommermonate – stark befahren. Die Nebenstraßen sind meist asphaltiert; es gibt aber auch Schotterbeläge und grusveg (gut befahrbare Straßen mit wassergebundenen Decken). Im Fjordland zwischen Stavanger und Trondheim wird der Autoverkehr durch die vielen Fähren begrenzt. Dadurch sind selbst Nationalstraßen zeitweise ruhig.

In den letzten Jahren sind einige Radrouten entstanden und in der Landschaft ausgeschildert worden. Darunter befinden sich die bekannte Kystruta (als Teil der EuroVelo-Route 12: North Sea Cycle Route), der Weg entlang des Telemarkskanalen, der Rallarvegen und andere. Die dazu erforderlichen Karten können Sie schon in Deutschland über den Fachbuchhandel beziehen (s. Adr.). Basisinfos zu 15 dieser Routen gibt es auch über den Tourenanbieter Sykkel Torisme i Norge (s. Adr.)

Es gibt zahlreiche unbeleuchtete Tunnel ohne reflektierende weiße Streifen auf der Fahrbahn. Hier benötigt man unbedingt eine gute Lichtanlage am Fahrrad. Zusätzlich ist es sinnvoll, eine leistungsstarke Taschenlampe bereitzuhalten, um bei eventuell notwendigen Stopps im Tunnel noch etwas sehen zu können. Der unangenehme Lärm beim Herannahen von Kraftfahrzeugen lässt sich dadurch allerdings nicht beheben. Einige Tunnel sind für Fahrräder offiziell gesperrt und in entsprechenden Karten auch so vermerkt. Andere sollte man meiden, wie den Svartisen-Tunnel (7 km unter einem Gletscher entlang). Dann müssen Umwege gefahren werden, oder Rad und Radler steigen in Bahn, Bus oder Fähre um.

Das Nordkap zieht im Sommer zahlreiche Touristen an. Ab Olderfjord kommen alle Reisebusse, Wohnmobile, Motorrad-Fahrer und Radfahrer auf der einzigen Strasse zusammen, die sie zum Nordkap führt. Die Tunnels auf dieser Strecke können nicht umfahren werden. Neben ausreichender Beleuchtung ist wichtig, sich vor der Tunnel-Einfahrt jeweils warm anzuziehen, da es in den Tunnels auch bei hohen Außentemperaturen empfindlich kalt ist. Das gilt vor allem für den 6,8 km langen Tunnel zwischen Festland und Nordkap-Insel, der 3 km lang mit einem Gefälle von 9% in 212 m Tiefe unter dem Meer führt und anschließend mit 10% Steigung über weitere 3 km wieder ans Tageslicht führt. Der Tunnel hat keinen Notstreifen. Allerdings gibt es im Abstand von jeweils 1 km eine ausreichend große und beleuchtete Bucht mit Rettungstelefon. Dort hat man auch die Möglichkeit, bei der Bergauffahrt etwas zu verschnaufen.
Erfreulicherweise sind sowohl die Nutzung dieses Tunnels wie auch der Eintritt in den Nordkap-Bereich für Radfahrer kostenlos (für motorisierte Touristen dagegen ziemlich teuer). Um die unangenehmen Tunneldurchfahrten bei der Rückreise zu vermeiden, empfiehlt sich die Schiffahrt mit Hurtigruten von Honningsvag nach Hammerfest. Von dort geht es weiter über Alta in den Süden. (die Schiffe der Hurtigruten nehmen für kurze Strecken auch unangemeldete Radler mit).

Das norwegische Straßenverkehrsamt gibt den "Tunnelguide for syklister" heraus, in dem man nachlesen kann, wie lang die Tunnel und die Lichtverhältnisse darin sind, welche gesperrt sind und welche nicht. Der Guide ist beim Vegmeldingstjenesten über 81 54 89 91 zu bestellen.

Besonderheiten bei den Verkehrsregeln: Auf einem baulich getrennten Radweg sind Radfahrer gegenüber Fahrzeugen auf kreuzenden Wegen wartepflichtig. Auf Radfahrstreifen (weisse Markierung) gelten für Radfahrer dieselben Regeln wie für den übrigen Verkehr. Die Pflicht zum indirekten Linksabbiegen gibt es in Norwegen nicht.

Übersicht:

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