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Sie sind hier: Startseite / ADFC-ReisenPLUS / Deutschland / Alle Routen / 16. Berliner Mauerweg
Die Berliner Mauer teilte 28 Jahre lang die deutsche Hauptstadt – und trennte West-Berlin bis 1989 fast unüberwindlich vom Staatsgebiet der DDR. Heute muss man gezielt auf Spurensuche gehen, um noch Überreste der früheren Grenzanlagen zu entdecken. Am besten geht das per Fahrrad, auf dem „Berliner Mauerweg“.
Unterwegs auf dem Berliner Mauerweg ist die Erinnerung an den „Kalten Krieg“ zwischen West und Ost stets präsent. Auf dem „Agentenübergang“ Glienicker Brücke tauschten Amerikaner und Sowjets mehrfach gefangene Spione aus. Der Checkpoint Charlie, der wohl bekannteste Grenzübergang Berlins, war Schauplatz vieler Fluchtversuche und heikler Situationen zwischen amerikanischem und sowjetischem Militär.
Viele der Pisten, auf denen man dahinrollt, spielten eine Rolle in der Geschichte der Berliner Teilung, denn der Mauerweg verläuft zumeist auf den „Zollwegen“ im Westen sowie den „Kolonnenwegen“, die die DDR-Grenztruppen einst für ihre Kontrollfahrten nutzten.
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| Markierung des Mauer- verlaufs |
Der Rundkurs folgt dieser Trasse um die einstige „Halbstadt“ West-Berlin: Vorbei an den letzten verbliebenen Wachtürmen, an Museen und Gedenkstätten – und mitten durch das heutige Stadtzentrum. Die einstige Umlandsgrenze mit ihrer grünen und wasserreichen Landschaft steht in starkem Gegensatz zu den verbliebenen Grenzbefestigungen mit ihrer teils dramatischen Geschichte. Mit dieser Mischung ist der Berliner Mauerweg zugleich thematische Städtetour und landschaftlich reizvolle Route.
Der Berliner Mauerweg lässt sich bequem in 14 Einzel-Etappen von sieben bis 14 Kilometern Länge erfahren. Neben der durchgängigen Beschilderung erleichtern Übersichtspläne die Orientierung. Und an mehr als 40 Stationen beschreiben Text- und Fototafeln historische Ereignisse oder das Alltagsleben entlang des früheren Mauerverlaufs.
Wechsel von innerstädtischen Abschnitten im Berliner Stadtgebiet sowie ruhigeren, reizvollen Strecken im Grünen oder am Wasser. Zahlreiche historisch interessante Abschnitte, in denen sich noch Mauerspuren finden.
Durchgängig beschildert und auf den Umland-Strecken weitgehend autofrei. Die zumeist ebenen Radwege sind größtenteils asphaltiert, einige Abschnitte verfügen über eine wassergebundene Straßendecke oder bestehen aus historischen Betonplatten.
Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Grenzübergang Checkpoint Charlie, East-Side-Gallery (längster noch erhaltener, von Künstlern 2009 neu gestalteter Mauerabschnitt), Glienicker Brücke, Potsdamer Schlösser- und Seenlandschaft, Sacrower Heilandskirche im ehemaligen Niemandsland
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