Die Effekte regelmäßigen Radfahrens
Rückenleiden
Der Sitz-Alltag rächt sich – in Form von verspannten Schultern, stechenden Schmerzen in der Lendengegend oder lautem Knacken beim Dehnen. Mehr als die Hälfte der Deutschen leidet unter Rückenproblemen – und manchmal wird diese Belastung zur chronischen Krankheit. Häufige Ursache für Rückenleiden kann sowohl Bewegungsmangel (der auch die Bandscheibe angreift) sein, als auch eine ständige, falsche Belastung der Rückenmuskulatur.
Radfahren gehört zu den Rücken schonenden Aktivitäten. Es kräftigt die Rückenmuskulatur, versorgt durch körperliche Bewegung die Bandscheibe und stabilisiert die Wirbelsäule durch Stärkung der kleinen Stützmuskeln um die einzelnen Wirbelkörper herum. So werden Verspannungen gelöst. Und regelmäßiges Radfahren kann, richtig angewendet und in Kombination mit anderen Maßnahmen wie Gymnastik, sogar zur Prävention schwerer Rückenleiden beitragen.
Wichtig ist jedoch die richtige Sitzhaltung im Sattel – mit leicht nach vorn gebeugtem Oberkörper. 15 bis 20 Grad Oberkörperneigung reichen, um die Spannkraft im Rücken zu erhalten und den Schwerpunkt des Fahrers über die Pedalposition zu verlagern. Die Tretbewegung kräftigt dann vor allem die untere Rückenmuskulatur und den Bereich der unteren Wirbelsäule.
Je stärker der Rücken geneigt wird, desto mehr Kraft kann auf die Pedale gebracht werden – und desto stärker muss die Rückenmuskulatur ausgebildet sein. Die Neigung des Oberkörpers mit aktiver Rückenmuskulatur schützt auch die Bandscheiben vor Überlastung, und die Fahrbahnstöße können durch das Einfedern mit den Beinen abgefangen werden.
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