Baltische Staaten:
Kurzinformation für die Radtour
Zuletzt geändert am: 19.06.2011
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Inhaltsverzeichnis:
- Landeskunde für Radler
- Klima und Reisezeiten
- Straßen und Verkehr
- Einreisebestimmungen
- Anreise
- Fahrrad und öffentlicher Inlandsverkehr
- Fahrradaustattung und Ersatzteile
- Verpflegung
- Unterkunft
- Verschiedenes
- Adressen und Informationsmöglichkeiten
- Karten
- Literatur
- Impressum
Unterkunft
Hotel: Im gesamten Baltikum findet man in fast jeder Stadt auch ein Hotel, doch selten Hinweisschilder, die zu ihm führen. In der Provinz tragen teilweise nicht einmal die Hotels selbst eine Aufschrift (Estland: hotell; Lettland: viesnica; Litauen: viesbutis).
Tipp: Sich an den (auch englisch- und deutschsprachigen) Infos der Tourist-Informationen halten, die inzwischen flächendeckend nahezu in jedem Städtchen zu finden sind (Infos s. Adr.: Baltische Fremdenverkehrszentrale).
Die Preise haben sich innerhalb des Baltikums angeglichen, wenngleich die Spannweite der zu einem bestimmten Preis gebotenen Qualität erheblich ist. Bei mehr Marktwirtschaft werden die derzeit noch vergleichweise niedrigen Preise sicherlich bald steigen. Einfache Hotels: ca. 20 €, Mittelklasse (mit eigener Dusche/WC): 25 €, komfortables, geräumiges Zimmer: ca. 35 €. In Großstädten und beliebten Urlaubsregionen kann man diese Preise inzwischen getrost verdoppeln. Gerade nach Zimmerrenovierungen muss mit einem starken Preisanstieg gerechnet werden.
Die Radmitnahme auf das eigene Zimmer oder zumindest das Abstellen in einer abschließbaren Kammer sollte immer möglich sein.
Von Jahr zu Jahr werden mehr Privatzimmer (ca. 10-15 €) angeboten, insbesondere in touristischen Regionen auf dem Lande.
Die Jugendherbergen aller drei Länder befinden sich noch im Aufbau. Um die 30 Jugendherbergen gibt es bislang im Baltikum, die meisten in Litauen (s. Adr.).
Zeltplätze findet man in allen drei Staaten, überwiegend in den Urlaubsgebieten. Sie sind zwar preiswert, dafür aber selten mit einer heißen Dusche ausgestattet und die Sanitäranlagen lassen oft zu wünschen übrig.
Nicht alle Plätze sind in den Karten eingezeichnet und nicht alle, die eingezeichnet sind, existieren auch. Manche davon sind mit kleinen Holzhäuschen ausgestattet, die man mieten kann - eine gute Alternative bei einer längeren Schlechtwetterphase.
In den drei baltischen Staaten wird - ähnlich wie in Skandinavien - das freie Zelten toleriert. Davon ausgenommen sind militärische Sperrgebiete, ausgewiesene Privatgrundstücke, die Dünen und die Nationalparke und somit auch die gesamte kurische Nehrung.
Alle Wälder "gehören" Ihnen, aber fragen Sie vorher, wenn in der Nähe jemand wohnt.
Bauernhöfe: In allen drei baltischen Staaten gibt es Organisationen für den "Urlaub auf dem Bauernhof". So vertreibt in Lettland "Lauku Celotajs" (Landwanderer) einen 50-seitigen deutschsprachigen Katalog mit vielen Angeboten und in Litauen gibt es die Kataloge der Vereinigung "Urlaub auf dem Lande ("Atostogos Lietuvos Kaime"), "Poilsis kaime lietuva" sowie "Poilsis Lietuvoje – pagal skoni ir kisene". In Estland sind gleichartige Angebote bei "Maatüri OÜ" zu finden (s. Adr.). Die darin vermerkten Bauernhöfe bieten – meist nach Voranmeldung - Quartiere für Tage oder Wochen an, gestatten aber vielfach auch unvorangemeldetes Zelten auf ihrem Grundstück. Zunehmend werden diese Angebote inzwischen bereits entlang der Straßen durch entsprechende Schildere angekündigt.
Tipp: Unterwegs einfach bei Bauern fragen. Fast immer erhält man die Erlaubnis zu zelten, oder es findet sich eine (improvisierte) Übernachtungsmöglichkeit.
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