Baltische Staaten:
Kurzinformation für die Radtour
Zuletzt geändert am: 10.03.2011
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Inhaltsverzeichnis:
- Landeskunde für Radler
- Klima und Reisezeiten
- Straßen und Verkehr
- Einreisebestimmungen
- Anreise
- Fahrrad und öffentlicher Inlandsverkehr
- Fahrradaustattung und Ersatzteile
- Verpflegung
- Unterkunft
- Verschiedenes
- Adressen und Informationsmöglichkeiten
- Karten
- Literatur
- Impressum
Verpflegung
Die Selbstversorgung mit Lebensmitteln ist überall möglich. Selbst in kleinen Orten bekommt man alle wichtigen Dinge wie Brot, leckere Milchprodukte, Obst und Konserven, Getränke etc.
Supermärkte befinden sich in den größeren Ortschaften stets an zentraler Stelle. Die Läden "00-24" haben durchgehend geöffnet; sie führen unter anderem Importwaren aus dem Westen. Die anderen schließen abends zwischen 18 und 22 Uhr (am frühesten in Estland). Ihr Warenangebot hält inzwischen, bis auf einige sehr abgelegene ländliche Gebiete, einem Vergleich mit westlichen Märkten stand.
Frisches Obst und Gemüse bieten vor allem die Bauernmärkte an. (Bei der Einkaufsplanung die relativ großen Entfernungen zwischen den größeren Ortschaften bedenken.)
Tipp: Aufgrund günstiger Preise (Menü: 3 bis 6 €) und einer ausreichenden Auswahl empfiehlt es sich, mehrmals am Tag in Restaurants einzukehren oder die weit verbreiteten Speisegaststätten (Estland: söökla; Lettland: ednica; Litauen: valgykla) zu besuchen und die gute Küche des Baltikums zu probieren. Diese Gaststätten sind von außen manchmal schwer zu erkennen. Ab 20 Uhr wird es allerdings in diesen Lokalen schwierig, noch etwas zu essen zu bekommen. Ein Frühstück dagegen fällt auch frühmorgens oft schon recht baltisch-deftig aus ...
Die Küche des Baltikum ist originell und sehr schmackhaft. Eine Leckerei zum Frühstück sind die blyneliai su marmeladu (Eierkuchen mit Marmelade). Tagsüber gibt es eine große Auswahl an Fleisch, meist Kartoffelgerichte (Spezialität in Litauen aber leider nicht überall erhältlich im Sommer: cepelinai – Kartoffenklöße), Tomaten- und Gurkensalat, kleine Backwaren mit Füllungen (Kohl, Fleisch, Käse/Quark), köstliches Schwarzbrot (in Lettland und Litauen mit Kümmel), braune Hanfbutter, gefüllte Piroggen (mit Speck oder Kohl) und eine großes Angebot an Pilzgerichten. Traditionell sind im Sommer kalte Rote-Beete-Suppen, die allgegenwärtige Soljanka oder die lit. Sauerampfersuppe. In Lettland gibt es als Nachtisch die "Maizes zupa", zubereitet aus dunklem Brot, Sahne, Rosinen, Äpfel und manchmal sogar Aprikosen als Zutanten. Und immer gibt es dazu Tee und starken Kaffee oder sehr schmackhaftes Bier. Westeuropäischer Wein ist dagegen sehr teuer.
Hinweise:
- Die Preise in den städtischen Gaststätten sind oft doppelt bis dreimal so hoch wie auf dem Lande
- Zertifizierte Ökoprodukte gibt es auf ausgewiesenen Ökomärkten in allen drei Ländern
Tipp: Wasser bekommt man auf dem Lande eigentlich immer auf Bauernhöfen. Dort kann man es sich aus den Brunnen (z. T. noch Ziehbrunnen) holen. Zugleich bietet sich dabei eine gute Gelegenheit, Menschen kennenzulernen. Es gibt auch ein breites Angebot einheimischer Mineralwasser selbst in den kleinsten Läden auf dem Lande zu kaufen - falls jemand Bedenken hinsichtlich der Sauberkeit des Wassers hat oder es nicht verträgt.
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