Weser-Radweg
Vom Weserbergland zur Nordsee
Die Reise beginnt in der Fachwerkstadt Hann. Münden im Weserbergland – dort, wo sich die Flüsse Werra und Fulda zur Weser vereinen. Fast ohne Steigungen geht es auf der gut ausgebauten Route durch eine vielfältige Region. Nicht umsonst ist der Weser-Radweg seit vielen Jahren einer der beliebtesten Radfernwege in Deutschland.
Die erste Etappe, das Weserbergland mit seinen bewaldeten Höhenzügen, schmückt sich mit vielen architektonischen Perlen: Schlösser im Stil der Weserrenaissance, romanische Klöster, Burgen und Jahrhunderte alte Fachwerkstädte und Naturparks. Und entlang der hier verlaufenden „Deutschen Märchenstraße“ grüßen der Lügenbaron Münchhausen, der Rattenfänger von Hameln oder – weiter nördlich – die Bremer Stadtmusikanten.
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| Die Bremer Stadtmusikanten |
Kurz vor Minden verlässt die Weser durch die Porta Westfalica das Bergland und fließt in die norddeutsche Tiefebene. Über Marsch-, Moor- und Geestlandschaften erreicht man die größte Stadt an der Weser: Bremen. In der Hansestadt lohnt sich nach einer Pause an der Flaniermeile „Schlachte“ ein Besuch im mittelalterlichen Schnoorviertel und beim Roland, dem Bremer Wahrzeichen, der vor dem Rathaus aus dem 15. Jahrhundert steht.
Weiter nördlich gleiten die Handelsschiffe über den immer breiter werdenden Fluss, eingerahmt von der Idylle der Wesermarsch, den Bauernhäusern mit Reetdach und dem Grün der Wiesen und Deiche. Ab Nordenham kann man entweder per Fähre in die Seestadt Bremerhaven mit dem deutschen Schifffahrtsmuseum, Auswandererhaus und Klimahaus übersetzen – oder alternativ weiter nach Westen fahren, über die Halbinsel Butjadingen. Hier locken Nordseebäder, kleine Krabbenkutter-Häfen und der Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“. Wer auf der Ostseite der Wesermündung weiter nach Cuxhaven fährt, wird unter anderem mit einem zwölf Kilometer langen Sandstrand belohnt. Eine Fahrt auf dem Weser-Radweg ist eine wunderschöne Art, vom Weserbergland zur Nordsee zu reisen.
Routen im ADFC-Tourenportal:
Der links und rechts der Weser verlaufende Radfernweg verbindet die waldreiche Mittelgebirgslandschaft des Weserberglandes mit der weit-läufigen norddeutschen Tiefebene. Zahlreiche gut erhaltene historische Innenstädte und Bauten finden sich vor allem zwischen Hann. Münden und Bremen. Bis zur Wesermündung fährt man im Schutz der Deiche entlang des Schifffahrtsweges Unterweser.
Flussbegleitender Radweg mit sehr wenigen Steigungen und meist asphaltierter oder wasser-gebundener Decke. Verkehrsarm und dank guter touristischer Infrastruktur besonders für Einsteiger und Familien gut geeignet.
Fachwerk- und Dreiflüssestadt Hann. Münden, Höxter mit Schloss und Kloster Corvey und Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Rattenfängerstadt Hameln, Porta Westfalica, Wasserstraßenkreuz, Schiffmühle und Dom in Minden, Altstadt Nienburg, Reiterstadt Verden, Hansestadt Bremen mit Böttcherstraße, Rathaus und Roland (Unesco-Welterbe), Seestadt Bremerhaven mit „Havenwelten“, Auswanderer- und Klimahaus, Cuxhaven und Butjadingen mit Nordseebädern, Melkhus (Raststationen an Bauernhöfen auf der Nordroute)
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