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Drei Länder – ein Fluss: Von ihrem Ursprung in Botrange, dem höchsten Punkt Belgiens, durch die deutsche Eifellandschaft und die Ebene der Freizeit-Region Heinsberg bis zu ihrer Mündung in die niederländische Maas lässt sich die Rur per Rad auf ganzer Länge begleiten. Die Route ist dabei so wechselvoll wie der Wasserlauf: Mal fließt er sanft dahin, mal lässt er rauschend Höhen hinter sich.
Schafherden ziehen durch das belgische Hohe Venn. Auch sie sorgen für den Erhalt dieser Moor- und Heideregion, die zu großen Teilen unter Naturschutz steht. Was für ein Gegensatz zu der Landschaft, die sich schon wenige Kilometer hinter der Grenze auftut, zu den Höhenzügen der Eifel mit ihrem noch jungen Nationalpark, in die die Rur und ihre Nebenflüsse im Laufe der Jahrtausende tiefe Täler gegraben haben.
Sie bietet eine imposante Kulisse aus schmalen Schluchten und bewaldeten Steilhängen: die Nordeifel mit dem Städtchen Monschau oder dem gewundenen Stausee, auf dem man die – hier recht sportliche- Fahrradtour sogar per Schiff abkürzen kann.
Danach weitet sich das Tal: Zerklüftete Gesteinsformationen, Burgen und wild aufragende Felstürme stecken diese Etappe des RurUfer-Radwegs ab, an die sich später eine sanft gewellte Börde-Landschaft anschließt, mit Ackerflächen und künstlich angelegten Flussarmen eine der fruchtbarsten Regionen Deutschlands.
Düren mit seinem 50er-Jahre-Charme und Jülich mit seinen Festungsbauwerken hat man bereits hinter sich gelassen auf der Fahrt durch das Indeland, das sich mitten im Strukturwandel vom Braunkohletagebau zu einer neuen Landschaft befindet. Nun grüßen Herrenhäuser und historische Fördertürme in der Freizeit-Region Heinsberg.
Möglicherweise wird man von Kanus oder Rafts auf dem Fluss überholt, bevor die Rurniederung in die Weiten der Maasebene übergeht – am Ende einer Reise an einem Fluss, durch drei Länder und mit unzähligen Eindrücken.
In der ersten Etappe geht das Hohe Venn mit seinen Hochmooren in die von der Rur durchschnittene Hochfläche der Eifel über: Schmale Täler, bewaldete Steilhänge, Stausee- und Buntsandstein-Landschaften begleiten nun die Route. Weiter flussabwärts folgen die Zülpicher und Jülicher Börde mit einigen dichter besiedelten Gebieten sowie sanfte Auenlandschaften in der Freizeit-Region Heinsberg und schließlich die weitläufige Ebene der Maas.
Mehr als die Hälfte der Gesamtstrecke ist eben. Hügelige Abschnitte mit teils starken Steigungen finden sich im Oberlauf der Rur. Die Wegedecke auf Nebenstraßen, Wirtschaftswegen und Uferwegen ist fast durchgängig asphaltiert oder wassergebunden, größtenteils autofrei.
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