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Sie sind hier: Startseite / ADFC-ReisenPLUS / Deutschland / Alle Routen / 56. Donauradweg
Die Donau ist eine europäische Lebensader. Sie wurde besungen, Komponisten widmeten ihr Werke und Legenden ranken sich um sie. Auf dem Donauradweg kann man erfahren, weshalb der Strom schon immer eine geradezu magische Anziehungskraft auf die Menschen ausübte – und sich vielleicht selbst zu Großem inspirieren lassen.
Einst zogen die Nibelungen an der Donau entlang nach Ungarn zu Kriemhilds Hochzeit. Ihr tragisches Ende bleibt Radwanderern ganz sicher erspart, doch das Bild eines Trosses von tausenden Nibelungen würde gut zu der imposanten Kulisse der Donau passen.
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| Die Donauquelle |
Dabei fängt sie, wie jeder Fluss, klein an. In Donaueschingen entspringt sie im Park des Fürstenberg-Schlosses. Plötzlich ist sie einige Kilometer weiter aber wieder verschwunden – denn in der Donauversinkung versickert das Wasser über 150 Tage im Jahr komplett. Dank weiterer Nebenflüsse ist sie schon bei Tuttlingen wieder ein stattliches Gewässer, wie man von der Donaupromenade aus sehen kann. Der Fluss setzt seinen Weg fort und erreicht Ulm. Hier steht der höchste Kirchturm der Welt, er gehört zum Ulmer Münster, einem von vielen Baudenkmälern an der Strecke.
In Donauwörth liegt zum Beispiel die Reichsstraße, die mit neogotischem Rathaus, dem Münster, Fuggerhaus und anderen Bauwerken als einer der schönsten Straßenzüge Süddeutschlands gilt. Eine der schönsten Landschaften ist der Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg. Bis zu 80 Meter hohe Felswände säumen das Tal, ein imposantes Naturschauspiel. In der Unesco-Welterbestadt Regensburg wird man es leider nicht schaffen, die fast tausend Denkmäler in der Altstadt zu besuchen, die an Römer, Kaufleute und Heilige erinnern. Der deutsche Donauradweg, der Teil des europäischen Radfernweges EuroVelo 6 ist, endet in Passau – oder man setzt ihn Richtung Schwarzes Meer fort.
Die Donau berührt oder durchquert zahlreiche Landschaften u. a. den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und Oberschwaben, das Donauried, die Fränkische Alb, den Bayerischen Wald und bietet dabei vielfältige Naturerlebnisse. Der Donauradweg führt entlang der deutschen Donau von der Quelle bis Passau. Danach durch fünf weitere europäische Länder bis zur Mündung in das Schwarze Meer.
Die deutsche Route verläuft familienfreundlich und mit wenig Steigungen. Die Oberflächen sind nur zum Teil asphaltiert, aber meist gut befahrbar. Keine einheitliche Beschilderung.
Donauquelle Donaueschingen, Donauversinkung Immendingen, Donaupromenade Tuttlingen, Schloss Sigmaringen mit Waffensammlung, Schloss Mochental und Bierkulturstadt Ehingen, Ulmer Münster mit höchstem Kirchturm der Welt, ehemalige freie Reichsstadt Donauwörth, Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt, Altstadt und Schloss Neuburg, Donaudurchbruch Kloster Weltenburg, Unesco-Welterbe Regensburg, Gäubodenmuseum mit „Römischem Schatzfund“ in Straubing, Benediktinerabtei mit Afrikamuseum in Vilshofen, Dom St. Stephan mit größter Domorgel der Welt in Passau
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