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Baden-Württemberg:
Kurzinformation für die Radtour

Zuletzt geändert am: 22.01.2010

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Inhaltsverzeichnis:


Radelgebiete und Radfernwege (RFW)

Wegen der überwiegend hügeligen Topografie des Landes befinden sich viele Radrouten in Flußtälern.

Rheintal-Weg (insges. ca. 520 km): Der Hochrhein vom Bodensee bis Basel hat ein hügeliges Ufer, während der Oberrhein von Basel (265 m über NN) bis Mannheim (97 m über NN) auf über 250 km keine für den Radler spürbaren Steigungen aufweist. Die Strecke ist entlang des Hochrhein-Hotzenwald-Weges sehr gut, die Bergvariante ab Schörstadt hingegen nur schlecht beschildert.
Tipp: Ausflüge nach Frankreich sind mit den verschiedenen Rheinfähren problemlos möglich.

Donau-Radweg (ca. 190 km): Er ist der bekannteste RFW des Landes, führt fast immer am Fluß entlang und weist kaum Steigungen auf. Ausgangspunkt ist Donaueschingen mit der eingefaßten "Donauquelle". Im romantischen Durchbruchstal (Naturpark Obere Donau) befinden sich die Donauversickerung bei Fridingen, Kloster Beuron und das Hohenzollernschloß in Sigmaringen. Ab Ehingen empfiehlt es sich, durchs Schmiech- und Blautal über Blaubeuren zu radeln. In Ulm (höchster Kirchturm der Welt) führt der Donau-Radweg auf bayerisches Gebiet mit Fortsetzung nach Wien und Budapest.

Donau-Bodensee-Weg (ca. 170 km): Ausgeschildert ist auch dieser RFW von Ulm mit Abzweigungen zum westlichen und östlichen Nordufer des "Schwäbischen Meeres" nach Kressbronn. Den radelnden Besuchern bietet die Region neben vielen Kurorten und Barockkirchen einige intakte Riedlandschaften. (eine DpR-Radtourenempfehlung)

Liebliches Taubertal (ca. 95 km): Im Nordosten Baden-Württembergs befindet sich dieser Klassiker unter den RFW. Er führt von Wertheim am Main über Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim nach Rothenburg ob der Tauber. In Wertheim bietet sich die Weiterfahrt am Main an, und ab Rothenburg gelangt man über Leutershausen und Herrieden auf den bayerischen RFW Altmühltal.
Tipp: Wegen der Steigungen an der Frankenhöhe ist es bequemer, bei einer Kombination der beiden RFW die Altmühl flußaufwärts und die Tauber dann flußabwärts zu fahren.

Bodensee-Weg (ca. 300 km): Die meisten Radtouristen, die Baden-Württemberg besuchen, zieht es zum Bodensee, dem größten aller deutschen Binnenseen. Auf dem durchgehend ausgeschilderten RFW wird der See gern von Jung und Alt umrundet, wobei man auch durch Bayern, Österreich und die Schweiz kommt (der schwäbische Anteil liegt zwischen Kressbronn und Stein am Rhein und ist ca. 140 km lang). Die größte Stadt am Ufer, Konstanz, besitzt ein gutes Radverkehrsnetz. Autofähren und Personenschiffe nehmen auch Fahrräder im grenzüberschreitenden Verkehr mit. Die Insel Mainau ist jedoch für den Radverkehr tabu!

Neckartal-Weg (357 km): Das von vielen Windungen geprägte Neckartal ist durchgehend auf Radwanderwegen befahrbar. Öfter müssen jedoch Bundesstraßen benutzt werden. Neben viel Industrie bei Stuttgart, Heilbronn und Mannheim hat der Flußlauf auch die höchste "Burgendichte" des Landes. Die gesamte Route führt von Villingen-Schwenningen bis Mannheim. (eine DpR Radtourenempfehlung)

Kocher-Jagst-Weg (ca. 350 km): Nur wenige Kilometer voneinander entfernt schwingen sich die beiden Flüsse Kocher und Jagst in großem Bogen vom Rand der Ostalb durch die Hohenloher Ebene zum Neckar. Folgt man beiden Flüssen auf der ausgeschilderten Radroute und verbindet sie zwischen Unterkochen (Kocher) und Lauchheim (Jagst), so entsteht ein interessanter Rundkurs von etwas mehr als 300 km Gesamtlänge.

Weitere Täler, wie die der Würm, Nagold, Enz, Glems, Murg und Eybach, eignen sich gleichfalls für interessante Radtouren entlang dieser Flußläufe.

Stärkere Steigungen erwarten den Radler bei der Fahrt vom Rheintal in den Schwarzwald oder vom Neckartal auf die Schwäbische Alb.

Gerade der Rücken des Schwarzwaldes und die Höhenlagen des Odenwaldes empfehlen sich all denen, die für herrliche Radelerlebnisse auch etwas stärker in die Pedale treten wollen.

Auf manchen stillgelegten Bahntrassen des Landes verlaufen heute ausgeschilderte Radwanderwege. Bei durchweg geringer Steigung führen sie den Radler durch reizvolle Mittelgebirgslandschaften. Zu ihnen zählen der asphaltierte Radweg von Schwäbisch-Gmünd vorbei an den drei Kaiserbergen nach Göppingen sowie der Weg von Geislingen an der Steige im oberen Filstal nach Wiesensteig.

Weitere bekannte Radfernwege des Landes sind:

  • Alb-Neckar-Weg: von Eberbach bis Ulm, ca. 270 km
  • Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Weg: von Heidelberg bis Radolfzell, ca. 300 km
  • Hohenlohe-Ostalb-Weg: von Rothenburg o.d.T. bis Ulm, ca. 160 km
  • Hohenzollern-Weg: von Esslingen bis Ludwigshafen, ca. 190 km
  • Kraichgau-Burgen-Weg: von Bad Schönborn bis Rothenburg o.d.T., ca. 160 km
  • Odenwald-Madonnen-Weg: von Speyer bis Tauberbischofsheim, ca. 170 km
  • Schwäbische-Alb-Weg: von Nördlingen bis Ludwigshafen, 335 km
  • Schwarzwald-Weg: von Karlsruhe bis Lörrach, 375 km
  • Stromberg-Enztal-Weg: von Karlsruhe bis Marbach/Neckar, ca. 90 km

All diese Wege sind in der Übersichtskarte "Bodensee, Schwarzwald, Schwäbische Alb - Wo radeln im Schönsten ist" (s. Karten.) und in dem ADFC-Ratgeber "Radfernwege in Deutschland" (s. Lit.) beschrieben und dargestellt.

Weitere Infos zu den Radfernwegen gibt es auch im Online-Angebot von „Deutschland per Rad entdecken" !

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