Deutsche Bahn contra Kundenwunsch
Während sich die Deutsche Bahn AG weiterhin ablehnend gegenüber einer regulären Möglichkeit zur Fahrradmitnahme im Hochgeschwindigkeitszug ICE zeigt, halten die Bahn-Kunden ein solches Angebot für wünschenswert, wie eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2007 zeigt.
Die deutschen Bahn-Kunden befürworten eine Fahrradmitnahme im Hochgeschwindigkeitszug ICE. 80 Prozent der Deutschen, so ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des ADFC Berlin, halten die Mitnahme von Fahrrädern im ICE generell „für ein wichtiges Serviceangebot der Bahn“. Und 57 Prozent der Befragten (insgesamt 1.003 Personen) würden ihr eigenes Fahrrad gerne im ICE mitnehmen.
Der deutliche Kundenwunsch trifft derzeit noch auf klare Ablehnung bei der Bahn. Die Nutzer der schnellen Züge allerdings scheinen dies anders zu sehen: Laut Forsa-Umfrage würde es 93 Prozent der Befragten „nicht stören, wenn andere Fahrgäste ihr Fahrrad im ICE mitnehmen“. Und, apropos Kundenbindung: 46 Prozent der Befragten gaben sogar an, künftig häufiger ICE fahren zu wollen, wenn sie ihr Fahrrad im ICE mitnehmen könnten.
Interessant ist auch die Motivation der Fahrgäste, die sich für den schnellen ICE entscheiden: Lediglich 29 Prozent der Befragten gaben an, den ICE überwiegend aus beruflichen Gründen zu benutzen, 61 Prozent stiegen vor allem aus privaten Gründen in den ICE ein. Das von der Deutschen Bahn hochgehaltene Image des ICE als Businesszug ist also so nicht haltbar.
Weitere Ergebnisse der Umfrage
Erfreulich ist die Bekanntheit des ADFC: 48 Prozent der Befragten gaben an, den ADFC zu kennen. Und auch das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel ist auf einem guten Weg: Immerhin 26 Prozent benutzen das Velo täglich.
Christoph Rasch





