Bessere Tastaturen für mehr Effizienz und Gesundheit
ADFC fordert Änderung am QWERTZ-Standard
Datum: 01. April 2009
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) e. V. begrüßt die Bestrebungen, den deutschen Tastatur- und Schreibmaschinen-Standard, den sogenannten QWERTZ-Standard, zu verändern. Schon mit kleinen Änderungen, so der ADFC, können große Erfolge erreicht werden. So müsse dem Buchstaben „C“ eine größere Bedeutung zukommen. In Zeiten des Klimawandels steht laut ADFC das C in Verbindung mit „O2“ nicht nur für das chemische Zeichen für Kohlendioxid.
Statt der Reihenfolge „ASDF“ in der linken Normalposition des Zehnfingersystems wäre es viel sinnvoller, das S und C zu tauschen. Daraus ergebe sich nicht nur die sympathische Buchstabenfolge ADFC, die jetzt – insbesondere in Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise – und auch in Zukunft mehr an Gewicht gewinnt. Auch die Buchstaben ECF, wie für die European Cyclists Foundation, könnte ein sinnvolleres Dreieck bilden.
Mediziner und Ergotherapeuten kritisieren den Standard schon seit langem. Er könne insbesondere durch die starke Belastung der äußeren Finger das Entstehen von Krankheiten wie dem RSI-Syndrom (repetitive strain injury, auch Sekretärinnenkrankheit genannt) oder Sehnenscheidenentzündungen hervorrufen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass mit dem Standard rund 70 Prozent der verwendeten Buchstaben mit der linken Hand getippt werden, obwohl die meisten Menschen Rechtshänder seien.
Der ADFC betont, durch diesen ersten Fortschritt beim QWERTZ-Standard könnte nicht nur eine größere Effizienz beim Schreiben erreicht werden, was wiederum die Produktivität vieler Bürojobs und letztlich das Bruttoinlandsprodukt steigern würde – es bliebe auch mehr Zeit zum Radfahren mit all seinen Gesundheitseffekten. Mehr Infos zum Thema Gesundheit gibt es unter www.adfc.de/gesundheit .


