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1.000 gestohlene Fahrräder pro Tag

ADFC: Fahrräder nur mit hochwertigen Schlössern sichern

Datum: 20. Oktober 2009

Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Deutschland lag auch 2008 auf hohem Niveau. Das geht aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor. Demnach wurden im letzten Jahr fast 360.000 Räder als gestohlen gemeldet, das entspricht etwa 1.000 Rädern pro Tag. Da nur jeder zehnte Fall auch tatsächlich aufgeklärt wird, rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), das Fahrrad bestmöglich zu sichern. Nur hochwertige Schlösser von Markenherstellern bieten guten Schutz vor Fahrradklau.

Fahrraddiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Das beweist die immens hohe Gesamtschadenssumme, die 2008 auf über 123 Millionen Euro angestiegen ist. Dennoch fallen die Erfolge der Polizei zur Aufklärung der Straftaten recht unterschiedlich aus: Während in Bayern immerhin 16 Prozent der gemeldeten Fälle aufgeklärt werden konnten, bleibt das Land Bremen – wie in den Vorjahren – auch 2008 mit einer Aufklärungsquote von nur vier Prozent Schlusslicht.

Betrachtet man die Anzahl der Fahrraddiebstähle in Bezug zur Bevölkerungszahl der einzelnen Bundesländer, fällt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle auf. Im Norden wird mehr Rad gefahren, entsprechend werden auch mehr Fahrräder gestohlen. Das Land Bremen meldet pro 100.000 Einwohner über 1.200 Diebstähle. Für das Saarland hingegen verzeichnet die Statistik lediglich 109 Fälle. Den Städtevergleich führt seit Jahren Münster an, wo 2008 auf 100.000 Einwohner über 2.100 Fahrraddiebstähle kamen. Münster hat mit 37 Prozent aber auch den höchsten Radverkehrsanteil aller deutschen Städte.

„Ein gutes Schloss schreckt Diebe ab. Am sichersten sind hochwertige Bügelschlösser von Markenherstellern“, sagt ADFC-Bundesvorsitzender Karsten Hübener. Als Faustregel gilt, dass dem Besitzer ein guter Diebstahlschutz fünf bis zehn Prozent des Neupreises des Fahrrads wert sein sollte. „Wichtig ist aber auch, das Fahrrad nicht nur ab-, sondern auch an einen festen Gegenstand anzuschließen, möglichst mit Vorderrad und Rahmen“, so Hübener.

Eine weitere Möglichkeit, das eigene Fahrrad für Diebe unattraktiv zu machen, ist die Codierung. Dabei wird ein eindeutiger Code in den Rahmen eingraviert oder mit stark haftenden Aufklebern aufgebracht. „Dieser Code enthält alle notwendigen Daten, um den Besitzer des Rades schnell und eindeutig zu identifizieren“, sagt Hübener. Anders als die Registrierung des Fahrrades über eine laufende Nummer erlaubt diese Art der Codierung eine sofortige Überprüfung der Eigentumsverhältnisse bei Kontrollen durch die Polizei.

Weitere Tipps zur Prävention von Fahrraddiebstählen gibt es unter www.adfc.de/diebstahl . Hier finden sich auch ausführliche Informationen zur Codierung und eine vertiefende Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2008.

Downloads:

Bilder:

ADFC-Diebstahlkampagne: Fahrraddieb (nachgestellte Szene)

Titel:
MM 04
ADFC-Diebstahlkampagne: Fahrraddieb (nachgestellte Szene)

Quellenangabe / Rechte:
ADFC/J. Lehmkühler
Datei:
JPG / 4919 KB

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Infobestellungen und Anfragen allgemeiner Art: ADFC-Infoline 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de
Nur für Presse: Bettina Cibulski, Tel. 0421/34629-15, E-Mail: presse@adfc.de


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