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30 Jahre ADFC

Lobbyarbeit von Lenker zu Lenker

Datum: 01. Oktober 2009

Jeder zweite Deutsche fährt täglich oder mehrmals pro Woche Fahrrad. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Sinus, die pünktlich zum 30. Geburtstag des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) erschien. „Der ADFC hat in den vergangenen Jahren viele Menschen aufs Rad gebracht, aber sie erwarten jetzt auch mehr Sicherheit und komfortable Routen. Es ist schon ein Unterschied, ob morgens fünf oder 15 Radfahrer an einer Ampel auf Grün warten“, sagt ADFC-Bundesvorsitzender Karsten Hübener zu den künftigen Aufgaben des Radfahrerverbands. Am Freitag (2.10.) feiert der ADFC seinen 30. Geburtstag – mit einem Senatsempfang in Bremen. Dort gründete der Verkehrsplaner Jan Tebbe 1979 den Verein. Mittlerweile hat der ADFC rund 125.000 Mitglieder.

 

Mit dem Vereinsnamen setzte der ADFC ein Zeichen: Wenn es einen großen Automobilclub gibt, dann muss es auch einen Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club als starke Interessenvertretung für Radfahrer geben. Ende der 1970er Jahre eine Fahrradlobby in Deutschland aufzubauen, bedeutete, an einer der Grundfesten der Gesellschaft zu rütteln: der autogerechten Stadt.

 

Ein wichtiger Meilenstein war die der Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) 1997. Darin setzte der Gesetzgeber Forderungen des ADFC um. Einbahnstraßen werden für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet, Fahrradstraßen eingeführt. Für Radwege gibt es nun verbindliche Normen, werden diese nicht erfüllt, müssen Radfahrer den Radweg nicht mehr benutzen. Die StVO-Novelle 2009 verbessert die Rechte der Radfahrer weiter. Die verkehrspolitische Argumente des ADFC und die steigende Bedeutung des Fahrradtourismus münden 2002 im Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) der Bundesregierung, an dessen Umsetzung der ADFC maßgeblich mitarbeitet.

 

Radtouren gehören zum ADFC – der Verein bewegt jährlich mehr als 200.000 Menschen auf seinen etwa 15.000 Touren. Damit ist er Deutschlands größter Radtourenanbieter. Auf den Tages- und Feierabendtouren lernen Teilnehmer den Verein kennen und aus Mitfahrern werden so oft Mitglieder.

 

„Ein Anfang ist gemacht, aber am Ziel ist der ADFC noch lange nicht“, sagt Karsten Hübener. „Kopenhagen plant, bis 2015 seinen Radverkehrsanteil auf 50 Prozent zu erhöhen, das wäre auch für deutsche Städte eine Maßgabe“, so Hübener, „und die wollen wir anpacken – Tritt für Tritt auf dem Verkehrsmittel mit dem größten Spaß-Faktor.“

 

30 Jahre – 30 Erfolge: Auf www.adfc.de/6957_1 findet sich mehr zur Geschichte sowie zu Aktionen und Kampagnen des ADFC.

Kontakt:

Infobestellungen und Anfragen allgemeiner Art: ADFC-Infoline 0421/34629-0, E-Mail: kontakt@adfc.de
Nur für Presse: Bettina Cibulski, Tel. 0421/34629-15, E-Mail: presse@adfc.de


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