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„Das Auto ist ein Auslaufmodell, Frau Merkel!“

ADFC kritisiert geplante Kaufprämien für E-Autos

Datum: 02. Februar 2016

Nr. 02/16

Heute treffen sich im Kanzleramt Manager der Autoindustrie mit Regierungsvertretern – es geht um Kaufprämien für Elektroautos. Die Idee, den Kauf von E-Mobilen mit bis zu 5.000 Euro zu fördern, stammt von Bundesumweltministerin Hendricks. Elektro-Räder sind von diesem Förderkonzept ausdrücklich ausgenommen. Der ADFC kritisiert den Ansatz, bei der Mobilität der Zukunft weiter auf das veraltete Konzept des motorisierten Individualverkehrs zu setzen.    

ADFC-Bundesvorstand Ulrich Syberg sagt: „Das Auto ist ein Auslaufmodell, Frau Merkel! Die Umweltministerin hat es kürzlich in ihrem Papier zur Zukunft der Städte klar formuliert: Unsere dichter werdenden Städte werden in Zukunft nur noch funktionieren, wenn die Mobilität hauptsächlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Öffentlichen Verkehr stattfindet. Hierfür brauchen wir massive Förderprogramme – nicht für noch mehr Blech!“

Über 72 Millionen Fahrräder sind auf deutschen Straßen unterwegs, darunter schon über zwei Millionen Elektro-Räder, Tendenz weiter steigend. Zehn Prozent aller Wege werden in Deutschland schon umweltfreundlich, kostengünstig und gesundheitsfördernd mit dem Fahrrad oder Pedelec zurückgelegt.

Zwanzig Prozent Radverkehrsanteil und mehr wären möglich, wenn die Flächen in der Stadt zugunsten des Umweltverbundes neu aufgeteilt würden - und kräftig in sichere Abstellplätze und Parkhäuser investiert würde. Jedes Jahr werden über 300.000 Fahrräder gestohlen. Der ADFC schätzt den Wert aller gestohlenen Fahrräder auf etwa 200 Millionen Euro, das entspricht fast dem Wert aller gestohlenen Autos.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 155.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

Kontakt:

Infobestellungen und Anfragen allgemeiner Art: ADFC-Infoline 030 2091498-0, E-Mail: kontakt@adfc.de
Nur für Presse: Stephanie Krone, Tel. 030 2091498-65, E-Mail: stephanie.krone@adfc.de


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