Radwelt-Messenachschau Teil 1
Und sie dreht sich doch!
Was sich vor den Messen schon ankündigte, bestätigte sich auf der Eurobike: Nur wenige Innovationen waren auf der weltweit größten Fahrradmesse zu sehen. Dennoch hat sich die Fahrradwelt weitergedreht, und die Hersteller präsentierten viele praktische Weiterentwicklungen und Detaillösungen. Optisch wirken Fahrräder häufig wie aus einem Guss – im Idealfall verschmelzen Rahmen und Komponenten zum gelungenen Gesamtsystem.
Verstärkung bei elektronisch unterstützten Fahrrädern: Viele Hersteller setzen auf das Antriebssystem von Bosch (siehe Gefahren, Seite 35). Praktische Pedelec-Lösungen bieten aber auch andere Hersteller. Eine neue Steuerung beim TransX-Antrieb oder das neue Nuvinci-Modell Harmony übernehmen sogar das Schalten. Den Panasonic-Motor gibt es auch – wie den von Derby Cycle entwickelten Mittelmotor – als Version mit Rücktrittbremse. Der Akku bei einigen Pedelecs von Koga lässt sich jetzt mit einer Hand aus dem Unterrohr herausnehmen, und Batavus versteckt den Akku gleich im Kettenkasten. Das Rahmenschloss Defender von Axa ist bei einigen Herstellern sogar in die Sitzstreben integriert – die Systemintegration fällt auf den ersten Blick gar nicht auf.
Bei den Mountainbikes haben sich die 29er durchgesetzt. Bei Marin Bikes sollen die Modelle eine Lagerzeit von etwa vier Stunden gehabt haben. Da wundert es nicht, dass beispielsweise der Hamburger Hersteller Bergamont seine Modellpalette von zwei auf acht 29er ausgeweitet hat.
Wirft man noch einen Blick auf die funktionelle und schicke Fahrradbekleidung oder Speziallösungen wie das GoCab von Van Raam, gibt es keinen Grund mehr, das Fahrrad stehen zu lassen – ohne das sich im Alltag ja sowieso nichts dreht.
Carsten Schabacher, René Filippek
Nicht nur für den schottischen Sommer
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Endura. Auf der Eurobike präsentierte der Hersteller aus Schottland seine neue Fahrradkollektion für Rennradfahrer, Mountainbiker, Pendler und Reiseradfahrer. Die atmungsaktive Convert-Softshelljacke bietet für die meisten Einsatzzwecke Schutz vor dem schottischen Sommer: vor wechselhaftem Wetter mit Regen, Kälte und Wind. Hilfreich ist dabei der hochgeschlossene Kragen. Und wenn die Sonne durchkommt, lassen sich die per Reißverschluss befestigten Ärmel einfach abnehmen. Halb geöffnet regulieren sie das Klima innerhalb der Jacke. Die Convert-Jacke gibt es in Schnitten für Damen und Herren in mehreren Farben, mit Kinnschutz am oberen Reißverschlussende und Rückentaschen sowie einer Reißverschlusstasche vorne auf Brusthöhe. Preis: 134,99 Euro
Info: www.endura.co.uk
Faltbare Seeschwalben
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Tern. Der Name der neuen Fahrradmarke ist inspiriert von der Seeschwalbe (engl. Tern) und soll den Anspruch des Herstellers verdeutlichen. Der Vogel zeigt ein ausgeprägtes Sozialverhalten, ist klein und leicht und fliegt rund 71.000 Kilometer im Jahr. Die Tern-Kollektion umfasst 21 Faltradmodelle zwischen 20 und 26 Zoll. Sie kosten zwischen 400 und 3.500 Euro. Der erste Fahr- und Falteindruck der Radwelt-Redaktion auf und mit dem Modell Eclipse war vielversprechend: Angenehm waren Sitzposition und Bedienung auf dem Rad mit Alfine 11-Gang-Schaltung, und praktisch sind Details wie die Komponenten der Biologic-Reihe oder die Sicherung der Faltscharniere, die sich dennoch mit einer Hand öffnen lassen.
Info: www.ternbicycles.com
Neue Generation mit neuem Generator
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Schmidt Maschinenbau. Der Hersteller hat seinen SON 28-Nabendynamo überarbeitet. Mit neuem Generator im nun kugelförmigen Gehäuse wiegt er mit 440 Gramm 140 Gramm weniger als das Vorgängermodell. Er soll sich insbesondere für das Aufladen von beispielsweise GPS-Geräten eignen, da er schon bei langsamer Fahrt viel Leistung liefert. Es gibt das neue Modell ab Herbst mit Sechs-Loch- oder Centerlock-Befestigung für Scheibenbremsen. Preis: ab 199 Euro
Info: www.nabendynamo.de
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