Radwelt-Touren-Tipps
Alte Salzstraße
Dem Salz verdankten die Hansestädte Lüneburg und Lübeck ihren Reichtum. Die Entdeckung des weißen Goldes in Lüneburg ist sagenhaft: Ein Jäger soll ein Wildschwein erlegt haben, das sich zuvor im Salz suhlte. Knochen der Salzsau hängen heute im Lüneburger Rathaus. Die rund 100 Kilometer lange Handelsroute führt heute Radfahrer und Pilger auf einer Haupt- und einer Nebenroute durch historische Städte und zu spirituellen Stätten.
Die Hauptroute verläuft größtenteils am Elbe-Lübeck-Kanal und durch die Städte Lauenburg, Ratzeburg und die Eulenspiegelstadt Mölln. Die Nebenroute zweigt bei Witzeeze in die hügelige Landschaft des Naturparks Lauenburgische Seen ab. Das Kloster Lüne liegt an der Strecke und der Wallfahrtsort Büchen mit seiner romanisch-gotischen Marienkirche. Um 1170 schenkte Heinrich der Löwe dem Bistum Ratzeburg seinen Dom. Lübeck schließlich hat mit dem 1227 gegründeten Burgkloster die bedeutendste erhaltene mittelalterliche Klosteranlage Norddeutschlands und mit St. Marien die drittgrößte Kirche Deutschlands. Das Kranenkonvent ist eines der ältesten Backsteingebäude der Stadt. Den Dom, das Holstentor und Salzspeicher gibt es noch oben drauf.
Wer nun Lust auf Süßes hat, der pilgert in den Marzipan-Salon des Hauses Niederegger, um mehr über das Kraftbrot zu erfahren oder um den lebensgroßen Thomas Mann aus Marzipan zu bewundern. Die 2004 sanierte Strecke führt größtenteils über befestigte Sandwege und verkehrsarme Straßen. Rast-, Grill- und Spielplätze sowie Schutzhütten gibt es entlang der Strecke. Sie ist weitgehend eben, nur auf der Nebenroute gibt es einige kleinere Steigungen.








