Städtetouren
Sightseeing mit dem Rad
Bunter Trubel, historische Sehenswürdigkeiten, gemütliche Cafés, endlose Einkaufsmeilen – das pulsierende Leben der Großstadt hat seinen ganz eigenen Reiz. Mit Städtetouren per Rad wird er auf besondere Weise erfahrbar.
Denn auf zwei Rädern gelangt man einerseits flott und flexibel zu den Sehenswürdigkeiten, andererseits verpasst man auch unterwegs kein Highlight und ist damit zum Beispiel klar im Vorteil gegenüber dem Trip mit der U-Bahn.
Anbieter von Städtetouren
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Städtetouren mit dem Fahrrad bieten aktives Erleben, ohne den Filter einer verschmierten Busscheibe. Radler sind eben stets nah am Geschehen und können jederzeit anhalten, wo sie wollen. Es lohnt sich also, eine Städtetour per Rad auszuprobieren. Bei gemütlichem Tempo erweitert sich der eigene Aktionsradius gegenüber dem Fußmarsch deutlich und abseits der touristischen Pfade gewinnen Radler einen vielfältigeren Einblick in die Seele der Stadt.
Viele Städte haben sich längst auf die touristische Erkundung per Rad eingestellt und bieten eine gute Infrastruktur mit ausgebauten Radwegen und einer speziellen Beschilderung. In München profitieren Radfahrer beispielsweise von einem über 1.200 Kilometer großen Radwegenetz, Berlin bietet heute schon mehr als 1.000 Kilometer und will auch in Zukunft weiter in das Radwegenetz investieren. Das Rad ist als umweltschonendes Verkehrsmittel deutlich im Aufwind.
Ganz individuell durch den Großstadtdschungel
Für die ganz individuelle Tour auf eigene Faust durch den Dschungel der Großstädte gibt es heute eine Vielzahl von Planungshilfen. Aus der beliebten bikeline-Reihe eignen sich vor allem die speziellen Radatlanten für die Vorbereitung der Städtetour. Sie sind für die Städte Berlin, Hamburg, München, Köln, Nürnberg und Stuttgart erschienen und warten neben den präzisen Karten auch mit einer Spiralbindung und zahlreichen Hintergrundinformationen auf, auch zu Touren in das Umland.
| Berliner Mauerweg im Regierungsviertel |
Immer umfangreicher werden die touristischen Informationen im Internet: Erster Anlaufpunkt sollte hier stets die Website der Tourismusinformation der Städte sein. Meist reicht es, über eine Suchmaschine den Namen der gewünschten Stadt einzugeben. Auf den dann erscheinenden Seiten klickt man sich dann in den Bereich „Tourismus" oder „Freizeit". Vielfach werden dort Broschüren und Karten zum Download oder zur kostenlosen Bestellung angeboten. Aber auch per Telefon helfen die Tourismusinformationen gerne weiter.
Ein eigenes Rad ist für die individuelle Tour nicht erforderlich, denn in jeder größeren deutschen Stadt stehen Leihfahrräder zur Verfügung. Die Angebote unterscheiden sich im Preis und im Konzept. Praktisch und in immer mehr Städten verfügbar ist das Angebot Call a Bike der Deutschen Bahn. Das Prinzip ist dabei ganz einfach: Per Telefon können die CallBikes von den ausgewiesenen Leihstationen entnommen und wieder zurückgegeben werden. In einigen Städten ist die Rückgabe sogar an jeder größeren Straßenkreuzung möglich. Weitere Informationen hierzu gibt es auf www.callabike.de.
Gut geführt zu Highlights und Geheimtipps
Für Radfreunde, die sich mit der Planung einer individuellen Tour nicht befassen möchten, bieten sich geführte Städtetouren an. Erfahrene Tourenleiter lotsen die Radler zielsicher und mit dem Blick für das Besondere zu den ganz großen Highlights und weniger bekannten Geheimtipps. Auch hier helfen häufig die Websites der Tourismusinformationen weiter, wenn es um die Auswahl und Buchung der passenden Tour geht.
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| Mariendom in Erfurt |
Zahlreiche Anbieter von geführten Städtetouren per Rad finden sich auch in unserer Liste unten, viele der angebotenen Führungen sind auch in englisch und anderen Fremdsprachen verfügbar, so wie beispielsweise in München oder Berlin. Meist kostet die Teilnahme zwischen 20 und 30 Euro pro Person. Die Kreisverbände des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) veranstalten regelmäßig Stadt- und Umlandtouren in vielen Städten. Sie sind über die Website des Bundesverbandes unter www.adfc.de/vorort zu finden.
Radfernwege und Städtetouren – eine ideale Kombination
Interessant ist auch die Kombination einer längeren Tour auf einem Radfernweg mit einer Städtetour. Wie geschaffen hierfür ist der Radfernweg Thüringer Städtekette, der auf 225 Kilometern sieben der schönsten thüringischen Städte wie Erfurt, Weimar und Gera miteinander verbindet. Auch auf dem Radfernweg Berlin – Usedom, der auf 350 Kilometern durch Barnim und die Uckermark bis zur Küste führt. Dabei ist schon sein Startpunkt allein eine Reise wert: Berlins Angebot an Themenrouten und geführten Touren kann sich wirklich sehen lassen. Ob das klassische Sightseeing oder eine Tour auf den Spuren der untergegangenen DDR, die beispielsweise bei Berlin on Bike gebucht werden kann – die Möglichkeiten sind zahlreich und machen Lust auf eine aktive Erkundung. Einzigartig ist der Berliner Mauerweg, der entlang der einstigen Trennlinie zwischen Ost und West verläuft.
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| Livesaver-Brunnen in Duisburg |
Auch Hamburg bietet spezielle Themenrouten an, die einen spannenden Einblick in die Geschichte der alten Hansestadt gewähren. Für 8 Euro kann man sich zum Beispiel per GPS durch die Stadt leiten lassen und erhält dabei per Sprachausgabe interessante Hintergrundinformationen über Hamburgs Sehenswürdigkeiten. Die Metropole ist auch Startpunkt des Radfernweges Hamburg – Rügen – mit einer Länge von 500 Kilometern ein echtes Schwergewicht unter Deutschlands Radfernwegen.
Egal ob als Tagestrip oder als Teil einer längeren Radtour: Städtetouren per Rad sind ein unvergessliches Erlebnis, das sich lohnt – für den eigenen Erkenntnisgewinn und nicht zuletzt auch für das eigene Wohlbefinden.
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