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ADFC-Scout Siegward Schottky stellt vor

Von Krater zu Krater

Radfahrer mit Sicht auf Kloster Neresheim

Vor 14,5 Millionen Jahren schlug ein Asteroid auf der Schwäbischen Alb ein und hinterließ zwei Kraterbecken: das Nördlinger Ries mit 25 Kilometern Durchmesser und südwestlich davon das kleinere Steinheimer Becken. Siegward Schottky hat sie mit einem Radweg verbunden, die Strecke geplant und auch die 170 Schilder montiert. Auf dem westlichen Teil des vom Geopark Ries beworbenen Radwegs fahren Radfahrer seit Juli 2010 auf 127 Kilometern und 1.450 Höhenmetern durch die flachen Becken und die hügelige Alblandschaft.

Porträt Siegward Schottky

In Nördlingen startet die Tour, und bei Kirchheim am Ries steigt der Radweg den Riesrand hinauf. Den Weg nach Bopfingen weist der kegelförmige Berg Ipf, der den Ort um 210 Meter überragt. Im Naturschutzgebiet Dellenhäule ist eine Pause angebracht. Siegward Schottky: „Es ist eine der schönsten Heiden der Ostalb mit Wacholderheideflächen und freistehenden Eichen.“ Unzählige Ameisenhügel der größten Ameisenpopulation Mitteleuropas durchziehen die Heide.

Über das hoch gelegene, karge Härtsfeld und nach einer rasanten Abfahrt erreicht man Oberkochen und die Quelle des Schwarzen Kochers. „In der Kantine der Forellenzucht Fischböck sollte man sich einen Räucherteller gönnen“, sagt der Scout. Zum Zwischenziel Steinheim ist es dann nicht mehr weit.

Nach einem Besuch im Meteorkratermuseum in Steinheim verläuft die Tour zunächst durch schattige Wälder und dann an der Brenz entlang nach Schnaitheim. Im Möhntal steigt der Weg Richtung Nattheim wieder an. Auf und ab geht es ins Egautal zum Härtsfeldsee mit der Stauferburg Katzenstein im Hintergrund; schließlich nach Neresheim mit seiner weithin sichtbaren Klosterkirche. Hinter Härtsfeldhausen führt eine steile Abfahrt wieder in das Ries und nach Nördlingen. Siegward Schottky empfiehlt hier zum Abschluss das Riesenkratermuseum.

Serviceangebote zum Scout-Tipp

Bett+Bike-Gastbetriebe

In Nördlingen bietet unter anderem der Kaiserhof Hotel Sonne, www.kaiserhof-hotel-sonne.de, Tel.: 09081/50 67, radfahrerfreundlichen Service. Bei Steinheim, etwa auf der Hälfte der Strecke, bekommen Radfahrer zum Beispiel in Königsbronn-Zang im Hotel Widmann’s Löwen, www.loewen-zang.de, Tel.: 07328/962 70, ein Zimmer für nur eine Nacht und ein kräftiges Frühstück, in Heidenheim beispielsweise in der Jugendherberge, www.jugendherberge-heidenheim.de, Tel.: 07321/420 45.
Info : www.bettundbike.de

Radtourenkarte

Radtourenkarte 21

Im Süden der ADFC-Radtourenkarte Nr. 21, Mainfranken/Taubertal bekommen Radfahrer den Überblick über die Schwäbische Alb mit dem Nördlinger Ries und dem Steinheimer Becken im Maßstab 1:150.000. Die ADFC-Regionalkarte Schwäbische Ostalb/Stauferland zeigt die Region detaillierter im Maßstab 1:75.000. Beide Karten haben ein Begleitbuch mit Infos zu Sehenswürdigkeiten, Bett+Bike-Gastbetrieben, GPS sowie Rad und Bahn. Die ADFC-Radtourenkarten kosten 6,80 Euro und sind im Buchhandel, in vielen ADFC-Infoläden oder beim Verlag BVA erhältlich.
Info : bestellung@bva-bielefeld.de, www.radtourenkarten.de

ADFC-Tourenportal

Screenshot von Krater zu Krater

Kostenlos im ADFC-Tourenportal

Die Streckenbeschreibung und GPS-Daten zur Tour „Von Krater zu Krater“ von Siegward Schottky finden Sie auf www.adfc-tourenportal.de. Bis zum Erscheinen der nächsten Radwelt im Juni können Sie die Strecke im Menü „Kostenlose Touren“ anklicken und im pdf-Format herunterladen. Über „Details anzeigen“ gelangen Sie zur Beschreibung. Unter „Routen nach Wunsch“ lässt sich die Tour zum Beispiel mit den Radfernwegen Romantische Straße oder dem Schwäbische Alb-Radweg verbinden. Wer will, kann sich mit der Routingfunktion eine individuelle Tour zusammenstellen oder auf weitere Tourenvorschläge zurückgreifen.

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