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ADFC-Radverkehrs-News 2012/1 - 2. März 2012

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INHALT:
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AKTUELLES AUS DEM RADVERKEHRSBEREICH
(RV 1) "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" gegründet
(RV 2) Baden-Württemberg plant "Landesradverkehrsplan"
(RV 3) Erster Fahrradbericht für das Land Brandenburg
(RV 4) Politik soll sich mehr fürs Fahrrad engagieren
(RV 5) Hinweisschilder bei aufgehobener Benutzungspflicht in Paderborn
(RV 6) Verkehrsgerichtstag: Keine Helmpflicht für Pedelecs
(RV 7) Norm für Fahrradabstellanlagen geplant
(RV 8) Deutscher Fahrradpreis für Kreisverwaltung Düren
(RV 9) Herten Preisträger beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2011“
(RV 10) Politiker und Promis bekennen sich zu ihrem Fahrrad
(RV 11) Deutsche Bahn verleiht Fahrräder an BMW-Konzern
(RV 12) Hinweisschilder und die Vernunft
Hinweis zu (RV 11) (b) in den Radverkehrs-News 2011-6

AKTUELLES AUS DEM ADFC
(ADFC 1) Reform der Verkehrssünderdatei bringt nicht mehr Verkehrssicherheit
(ADFC 2) Zusätzliche Bundesmittel für Radwegebau gleichen Haushaltskürzung nicht aus
(ADFC 3) Übersicht über verbindliche Einführung der ERA 2010 in Bundesländern
(ADFC 4) Neuer Expertenbereich auf adfc.de
(ADFC 5) Unfallforschung bestätigt Nutzen von Lkw-Assistenzsystemen
(ADFC 6) ADFC Hessen fordert feste Budgets für kommunale Radverkehrsinfrastruktur

AKTUELLES AUS DEM ECF UND EUROPA
(EU 1) Velo-city-Konferenzen
(EU 2) ECF-Studie: Mehr Radfahren = weniger CO2
(EU 3) Kopenhagen stellt Fahrradstrategie 2011 – 2025 vor
(EU 4) Reduktion der Kfz-Geschwindigkeit macht Radverkehr sicherer
(EU 5) Auch Frankreich hat jetzt seinen Nationalen Radverkehrsplan
(EU 6) Frankreich führt einen "Grünen Pfeil" exklusiv für Radverkehr ein
(EU 7) E-Bikes beeinflussen Modal-Split
(EU 8) Fem-el-bike untersucht E-Fahrrad als Alternative im Alltag von Frauen
(EU 9) Wiener Radparade 2012
(EU 10) Niederländische Stadt Amersfoort reduziert Poller auf Fahrradwegen
(EU 11) Falträder in Bike-Sharing-Systemen
(EU 12) Fördermittel aus dem Programm 'Intelligent Energy Europe'
(EU 13) Fahrrad als Videokunst

HINWEISE AUF PUBLIKATIONEN

ANKÜNDIGUNG VON VERANSTALTUNGEN

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie auf den Internet-Seiten des ADFC
- www.adfc.de -> Verkehr & Recht
- www.adfc.de -> Aktive > Verkehr & Recht (Aktivenanmeldung erforderlich)

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AKTUELLES AUS DEM RADVERKEHRSBEREICH
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(RV 1) "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" gegründet

Insgesamt 38 bayerische Städte und Landkreise haben sich seit Mai 2011 zur "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern" (AGFK Bayern) zusammengeschlossen. Seither unterstützen und begleiten das Bayerische Staatsministerium des Innern, der Bayerische Städtetag sowie der Gemeinde- und der Landkreistag die Initiative, die sich für die Förderung des Radverkehrs stark macht. In einer Gründungsversammlung am 17. Februar 2012 in Erlangen haben die Städte und Landkreise unter der Schirmherrschaft von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann einen eingetragenen Verein gegründet und eine Vorstandschaft gewählt. Die Geschäftsführung des Vereins liegt künftig bei der Stadt Erlangen.
http://www.agfk-bayern.de/
http://www.adfc-bayern.de/news/article/die-arbeitsgemeinschaft-fahrradfreundlicher-kommun.html

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(RV 2) Baden-Württemberg plant "Landesradverkehrsplan"

Das Landesbündnis ProRad stellte im Rahmen seiner Sitzung im Dezember 2011
die Weichen für die Ausrichtung der Radverkehrspolitik 2012 in Baden Württemberg. Klares Ziel der Landesregierung ist es, den Radverkehrsanteil in den kommenden Jahren deutlich zu steigern – auf 20 %. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Wichtigkeit einer Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen sowie gemeinsamer klarer und realistischer Zielsetzungen und einer konkreten Strategie, diese umzusetzen. Hierfür soll zusammen mit den Partnern aus dem Landesbündnis sowie externen Experten ein "Landesradverkehrsplan" entwickelt werden – vergleichbar mit dem Nationalen Radverkehrsplan (NRVP), der aktuell auf Bundesebene fortgeschrieben wird.
http://www.fahrradland-bw.de/presse/presse/landesbuendnis-prorad-stellt-die-weichen-im-bereich-radverkehrsfoerderung-fu-776r-2012-presse-fahrradland-bw/
http://www.adfc-bw.de/verkehr/

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(RV 3) Erster Fahrradbericht für das Land Brandenburg

Auf Grundlage des Landtagsauftrages vom Oktober 2010 hat das Land Brandenburg einen erster Fahrradbericht erarbeitet. Der im November 2011 auf der 3. Radverkehrskonferenz des Landes vorgestellt Bericht stellt die ressortspezifischen Aktivitäten der Landesregierung zur Förderung des Radverkehr erstmalig in einem Gesamtüberblick für den Zeitraum 1991-2010 umfassend und ressortübergreifend dar und untersetzt sie mit Daten und Fakten.
http://www.mil.brandenburg.de/sixcms/detail.php/524444

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(RV 4) Politik soll sich mehr fürs Fahrrad engagieren

Ende Februar trafen sich beim zweiten Vivavelo-Kongress in Berlin Vertreter aus Politik, Fahrradbranche und Verbänden, um über Radverkehrsförderung, Sicherheit und Fachhandelsthemen zu diskutieren und sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Zum Abschluss des Kongresses verabschiedeten die Teilnehmer eine Erklärung, in der sie darauf dringen, dass sich die Politik vom Bund bis zu den Kommunen in drei Bereichen besonders engagiert: Der Verringerung der Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Kraftfahrzeugen und Fahrrädern, einer Umverteilung der Verkehrsflächen zugunsten des Fuß- und Radverkehrs sowie einer bundesweiten, langfristigen Öffentlichkeitskampagne für die Fahrradnutzung.
http://www.adfc.de/news/bundespolitik-soll-sich-mehr-fuers-fahrrad-engagieren
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3564

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(RV 5) Hinweisschilder bei aufgehobener Benutzungspflicht in Paderborn

Nicht allen am Straßenverkehr Teilnehmenden ist klar, was die Aufhebung der Benutzungspflicht eines Radweges mit sich bringt. Nach Köln (siehe Radverkehrs-News 2011-6, RV 8 b) weisen nun auch in Paderborn Hinweistafeln auf eine aufgehobene Radwegebenutzungspflicht hin. Sie verdeutlichen, dass dort auch auf der Fahrbahn Rad gefahren werden darf.
http://www.radfahrsicherheit-paderborn.de/benutzungspflicht-fur-radwege-in-paderborn-zum-teil-aufgehoben/

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(RV 6) Verkehrsgerichtstag: Keine Helmpflicht für Pedelecs

Der 50. Deutsche Verkehrsgerichtstag hat sich Ende Januar gegen eine Helmpflicht für Fahrer von Pedelecs bis 25 km/h ausgesprochen. Die Experten aus Wissenschaft, Verbänden, Politik und Polizei stellten klar, dass Pedelecs Fahrräder und als solche auch rechtlich so zu behandeln seien. Entsprechend beließen sie es dabei, Pedelecfahrern das Tragen eines Helms und das Abschließen einer Haftpflichtversicherung zu empfehlen.
http://www.adfc.de/news/verkehrsgerichtstag-keine-helmpflicht-fuer-pedelecs

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(RV 7) Norm für Fahrradabstellanlagen geplant

Um den Diebstahl von Fahrrädern zu reduzieren, den Komfort beim Parken zu verbessern und das Fahrrad an sich zu schützen, sollen Normen für Fahrradabstellanlagen erarbeitet werden. Inhalt der zukünftigen Norm(en) sollen Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit und Prüfverfahren sein. Die Gründung eines entsprechenden Arbeitsausschusses geht auf eine Initiative des ADFC zurück, der in dem Gremium auch vertreten sein wird. Die Gründungssitzung findet im Mai 2012 in Berlin statt.
http://www.nasport.din.de/cmd;jsessionid=FFD98A7CE81B1D7D7C1A737380A81F56.2?level=tpl-artikel&menuid=46662&cmsareaid=46662&cmsrubid=46684&menurubricid=46684&cmstextid=159155&bcrumblevel=1&languageid=de
http://www.adfc.de/news/norm-fuer-fahrradabstellanlagen

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(RV 8) Deutscher Fahrradpreis für Kreisverwaltung Düren

Der Deutsche Fahrradpreis 2012 in der Kategorie Alltagsmobilität ging mit 5000 Euro an das fahrradfreundliche Kreishaus Düren. Die Kreisverwaltung Düren ist seit Juli 2011 die erste fahrradfreundliche Verwaltung in Deutschland und der zweite fahrradfreundliche Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen, der durch den ADFC zertifiziert wurde. Eine Vielzahl von ineinandergreifenden Maßnahmen motiviert die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, das Fahrrad auf dem Weg zum und während des Dienstes zu nutzen. Der Kreis Düren ist damit ein gutes Vorbild für andere Kommunen.
http://www.der-deutsche-fahrradpreis.de/fileadmin/bfb_dateien/download2012/Projekt43_Seite55.pdf
Bei der Preisverleihung am 23. Februar im Rahmen des AGFS-Radverkehrskongresses in Essen wurde außerdem in der Kategorie Freizeit/Tourismus der Bikepark Trippstadt mit 5000 Euro ausgezeichnet. Der bekennende Radfahrer Wigald Boning erhielt die Auszeichnung als fahrradfreundlichste Persönlichkeit des Jahres.
http://www.der-deutsche-fahrradpreis.de/aktuelles.html

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(RV 9) Herten Preisträger beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2011“

Mit ihrem Projekt „Herten steigt auf – Strukturwandel mit dem Rad erfahren“ war die Stadt Herten in Nordrhein-Westfalen beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2011“ erfolgreich. Als einer von drei Preisträgern in der Kategorie 3 „Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen“ erhielt sie ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Herten motiviert mit ihrer bürgernahen und strategisch ausgerichteten Kampagne Menschen aller Altersgruppen dazu, möglichst viel und möglichst regelmäßig auf das Fahrrad umzusteigen. Die Aktion führt neben der allgemeinen Sensibilisierung für Umweltfragen und Fragen des Strukturwandels zur konkreten Verminderung des CO2-Ausstoßes in der Stadt. Den Wettbewerb führt die „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium durch. Die Preisgelder müssen in weitere Klimaschutzaktivitäten investiert werden.
http://www.kommunaler-klimaschutz.de/wettbewerbe/kommunaler-klimaschutz/wettbewerb-2011/herten

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(RV 10) Politiker und Promis bekennen sich zu ihrem Fahrrad

Mit seiner Aktion "Mein Fahrrad ist für mich..." will der Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) das Thema Fahrrad stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und der Politik zu rücken. Dabei wurden auch prominente Teilnehmer gebeten, zu malen oder zu dichten, was sie mit dem Fahrrad verbindet bzw. was sie damit erlebt haben. Geäußert haben sich u.a. Winfried Kretschmann (Ministerpräsident Baden-Württemberg), Joachim Herrmann (Innenminister Bayern) und Sternekoch Johann Lafer.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3497
http://www.pro-fahrrad.de/aktuelles/mein-fahrrad-ist-fuer-mich/

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(RV 11) Deutsche Bahn verleiht Fahrräder an BMW-Konzern

Seit dem Sommer des vergangenen Jahres können die 30.000 Mitarbeiter des bayerischen Automobilherstellers BMW Fahrräder aus der Call a Bike-Flotte der Bahn für dienstliche Fahrten nutzen. Das Konzept ist erfolgreich. Am Firmensitz in München nutzen bereits mehr als 2.400 Mitarbeiter diese bequeme, schnelle und umweltfreundliche Möglichkeit, sich auf dem weitläufigen Firmengelände zwischen den Standorten fortzubewegen. Bis Ende 2011 waren mehr als 15.000 Fahrten zu verzeichnen. 50 Räder stehen täglich an neun zentralen Standorten entlang des Firmengeländes zur Nutzung bereit. Zusätzlich können die Mitarbeiter bei ihren Dienstwegen auf alle rund 1.200 Rädern in München, sowie auf weitere rund 6.000 Fahrräder in den Städten Berlin, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Stuttgart, Köln, Hamburg und an mehr als 50 ICE-Bahnhöfen zurückgreifen.
http://www.deutschebahn.com/de/hidden_rss/pi_rss/2247266/ubd20120116.html

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(RV 12) Hinweisschilder und die Vernunft

Mit Verkehrsschildern der besonderen Art setzte sich ein Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe 5/2012) auseinander. Es geht darin um Hinweisschilder wie das folgende, das die Verkehrsteilnehmer belehrt: „Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad. Anderen ist es verboten“. Der Autor ist der Frage nachgegangen, woher derartige Schilder kommen und wie sinnvoll sie sind.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36961

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Hinweis zu (RV 11) (b) in den Radverkehrs-News 2011-6

Fahrrad-Aktionstag an einer beruflichen Schule in Friedrichshafen
Der angegebene Link war technisch bedingt nicht auf allen Rechnern reproduzierbar. Deshalb hier die schrittweise Navigation:
http://www.adfc-bw.de/ > ADFC vor Ort > Bodenseekreis > Radverkehr > Friedrichshafen > Ich nehm‘ das Rad zur Schule


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AKTUELLES AUS DEM ADFC
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(ADFC 1) Reform der Verkehrssünderdatei bringt nicht mehr Verkehrssicherheit

Die vom Bundesverkehrsminister vorgestellte Neuregelung des Punktesystems und des Verkehrszentralregisters bringt nach Ansicht des ADFC nicht mehr Verkehrssicherheit. Diese zu erhöhen, hatte der Minister als Ziel der Reform erklärt. Zwar sei das neue System einfacher und transparenter, so der ADFC. Geschwindigkeitsverstöße jedoch würden künftig weniger scharf geahndet. Das könne nicht im Sinne der Verkehrssicherheit sein. Der ADFC fordert stattdessen, die Gefährdung der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu verringern und in geschlossenen Ortschaften Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einzuführen.
http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/punktereform-bringt-nicht-mehr-verkehrssicherheit

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(ADFC 2) Zusätzliche Bundesmittel für Radwegebau gleichen Haushaltskürzung nicht aus

Der Bundesverkehrsminister hat für den Verkehrsinfrastrukturhaushalt 2012 zusätzlich eine Milliarde Euro erhalten. 13 Millionen Euro sollen davon auf den Radwegebau an Bundesstraßen entfallen. Der ADFC ist darüber erfreut, hatte er sich doch beim Bundesverkehrsministerium für mehr Mittel für den Radwegebau eingesetzt. Im Bundeshaushalt waren die Mittel für Radwegebau zuvor allerdings von 80 auf 60 Millionen gekürzt worden. Diese Kürzung ist mit den zusätzlich bewilligten 13 Millionen bei weitem nicht ausgeglichen, zumal sie nach ADFC-Kenntnis auf zwei Jahre verteilt werden.
http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/bund-gibt-zusaetzliche-13-millionen-euro-fuer-den-radwegebau

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(ADFC 3) Übersicht über verbindliche Einführung der ERA 2010 in Bundesländern

Die Bundesländer Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt haben inzwischen die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) 2010 als verbindliches Regelwerk eingeführt. Eine entsprechende Übersicht, die laufend aktualisiert wird, ist im Internetauftritt des ADFC abrufbar. Sofern online verfügbar, finden sich dort auch Links auf die jeweiligen Einführungserlasse.
http://www.adfc.de/verkehr--recht/recht/stvo--co/era/empfehlungen-fuer-radverkehrsanlagen

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(ADFC 4) Neuer Expertenbereich auf adfc.de

Über den Menüpunkt „Experten“ im blauen Metanavigationsbalken oben steht eine neue Zugangsmöglichkeit zu den Inhalten auf adfc.de zur Verfügung. Für den Bereich Radverkehr hat der ADFC-Fachausschuss Radverkehr dort seit Ende 2011 thematische Linklisten bereitgestellt. Fachlich wichtige Seiten zu den Themen Radverkehrsförderung, Radverkehrsinfrastruktur und Rechtsrahmen sind so für ein Fachpublikum anhand der entsprechenden Stichwortlisten schnell zugreifbar, ohne sich erst durch mehrere Themenebenen klicken zu müssen. Außerdem stehen hier die im Internetauftritt über verschiedene Themenbereiche verteilten ADFC-Positionen gebündelt als Linkliste zur Verfügung. Dazu kommt ein Link auf die jeweils aktuellste Ausgabe der ADFC-Radverkehrs-News (Basisausgabe).
http://www.adfc.de/metanavigation/experten/radverkehr---uebersicht

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(ADFC 5) Unfallforschung bestätigt Nutzen von Lkw-Assistenzsystemen

Ein Abbiegeassistent für Lkw würde mehr als 40 Prozent aller schweren Unfälle mit Radfahrern oder Fußgängern beim Rechtsabbiegen verhindern. Zu diesem Ergebnis kommt die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in einer Studie zu Assistenzsystemen für Kraftfahrzeuge und bescheinigt dieser Funktion einen „hohen Nutzen“. Der ADFC sieht sich damit in seiner Forderung bestätigt, alle neuen Lkw mit elektronischen Abbiegeassistenten auszustatten.
http://www.adfc.de/presse/pressemitteilungen/lkw-abbiegeassistent-verhindert-schwerste-unfaelle

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(ADFC 6) ADFC Hessen fordert feste Budgets für kommunale Radverkehrsinfrastruktur

Angesichts der Neuregelung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes sieht der ADFC Hessen die Finanzierung der Radverkehrsinfrastruktur in Gefahr. Er befürchtet, dass hier künftig deutlich weniger investiert werden könnte, wenn sich das Land aus der finanziellen Unterstützung solcher Maßnahmen zurückzieht. Laut ADFC Hessen können die meisten Städte und Gemeinden solche Investitionen nicht aus eigener Kraft stemmen. Deshalb sollte das Land den Kommunen weiterhin zweckgebundene Investitionsgelder bereitstellen und feste Budgets für Radverkehrsinvestitionen einrichten, so die Forderung des Radfahrverbands im Rahmen einer Öffentlichen Anhörung im Hessischen Landtag.
http://www.hessen.adfc.de/presse/111207.html 


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AKTUELLES AUS DEM ECF UND EUROPA
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(EU 1) Velo-city-Konferenzen

Noch bis 31. März kann man sich für Velo-city Global 2012, die von 26.-29. Juni im kanadischen Vancouver stattfindet, zu verbilligten Frühbucherkonditionen anmelden.
https://www.velo-city2012.com/registration/register-online

2013 wird Wien Tagungsort der Velo-city Konferenz. Vom 11. bis 14. Juni 2013 wird Österreichs Hauptstadt Anlaufstelle für Radexperten und Radbegeisterte aus aller Welt.
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/radwege/velocity.html

Die nächste Velo-city Global wird 2014 im australischen Adelaide stattfinden.
http://www.ecf.com/press_release/vienna-austria-hosts-velo-city-2013-adelaide-australia-velo-city-global-2014/

Seit Kurzem können sich europäische Städte für die Austragung der Velo-city 2015 bewerben. Ausschreibung und Bewerbungsunterlagen finden sich unter
http://www.ecf.com/projects/velo-city-2/velo-city-2015/

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(EU 2) ECF-Studie: Mehr Radfahren = weniger CO2

Wenn jeder EU-Bürger täglich 2,6 Kilometer mit dem Fahrrad führe, könnte die EU mehr als ein Viertel der im Transportsektor angestrebten Emissionsreduzierung erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Europäischen Radfahrerverbandes ECF. Selbst wenn Herstellung und Wartung des Fahrrads und die Nahrung des Radfahrers berücksichtigt werden, sind die durch das Radfahren verursachten Emissionen über zehn Mal niedriger als die Emissionen aus der Nutzung von Personenkraftwagen. Der ECF verglich in der Studie Autos, Busse, Elektrofahrräder und normale Fahrräder.
http://www.adfc.de/news/2011---4-quartal/neue-studie-mehr-radfahren--weniger-co2
http://www.ecf.com/press_release/5056/

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(EU 3) Kopenhagen stellt Fahrradstrategie 2011 – 2025 vor

Die dänische Hauptstadt hat in ihrer Fahrradstrategie 2011 – 2025 ehrgeizige Maßnahmen und Ziele formuliert. Kopenhagen will 50 Prozent des städtischen Verkehrs auf das Fahrrad verlagern und damit einen Beitrag zur Entwicklung zur CO2-neutralen Stadt leisten. Die englischsprachige Broschüre "Good, Better, Best - The City of Copenhagen’s Bicycle Strategy 2011 - 2025" liegt seit Ende Januar 2012 vor. Eine Zusammenfassung der Strategie in deutscher Sprache (ohne Bilder und Statistiken) ist im Fahrradportal verfügbar.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3547
http://www.kk.dk/sitecore/content/Subsites/CityOfCopenhagen/SubsiteFrontpage/LivingInCopenhagen/CityAndTraffic/CityOfCyclists/PressPublicationsAndMedia/~/media/A6581E08C2EF4275BD3CA1DB951215C3.ashx

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(EU 4) Reduktion der Kfz-Geschwindigkeit macht Radverkehr sicherer

Das Verringern der Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs hat die größte Auswirkung auf die Erhöhung der Sicherheit von Radfahrern. Dies ist das Fazit einer internationalen Literaturstudie zu den unterschiedlichen Gefährdungsfaktoren für Radfahrer,  die das "Transport Research Laboratory" beim "Department for Transport" in Großbritannien durchgeführt hat. Die Geschwindigkeitsreduktion kann laut Report mit flankierenden Maßnahmen erreicht werden, beispielsweise durch die Einrichtung von Begegnungszonen, durch den Umbau von Straßen, die Aufbringung von Markierungen, oder durch die Ausweisung von Tempo-30-Zonen.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3518

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(EU 5) Auch Frankreich hat jetzt seinen Nationalen Radverkehrsplan

Frankreich hat im Januar 2012 seinen ersten "Plan National Velo" veröffentlicht. Die Strategie beschreibt wie der Radverkehr auf allen Ebenen verankert werden soll. Geplant sind u.a. ein     Anstieg des Radverkehrsanteils auf 10 Prozent bis 2020, eine  Fahrradgaragenpflicht bei allen Neubauvorhaben und die Förderung des Alltagsradverkehrs z. B. durch steuerliche Anreize.
http://www.ecf.com/news/frances-national-bicycle-plan-lacklustre-or-ambitious/

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(EU 6) Frankreich führt einen "Grünen Pfeil" exklusiv für Radverkehr ein

Ende Januar 2012 hat Frankreich ein neues Verkehrszeichen eingeführt, das es Radfahrern erlaubt, an einer roten Ampel rechts abzubiegen oder geradeaus zu fahren, sofern keine Rechtsabbiegerspur existiert. Sie haben dabei die Vorfahrt der anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere den Vorrang der Fußgänger zu beachten.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3543

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(EU 7) E-Bikes beeinflussen Modal-Split

Durch die zunehmende Nutzung von Pedelecs in der über eine Million Einwohner zählenden Metropolregion rund um Den Haag - "Stadsgewest Haaglanden" - könnte die Zahl der Ortsveränderungen per Fahrrad in den kommenden Jahren um 1 - 5 Prozent steigen. Dadurch könnte der Autoverkehrs-Anteil um 0,5 - 1,5 Prozent reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die im Auftrag der Metropolregion erstellt wurde.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3522

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(EU 8) Fem-el-bike untersucht E-Fahrrad als Alternative im Alltag von Frauen

Frauen weisen andere Mobilitätsmuster auf als Männer, da sie nach wie vor stärker in Versorgungsarbeiten der Familien engagiert sind (Einkauf, Holen und Bringen von Kindern). In der Studie "Fem-el-bike" wurden Maßnahmen erforscht, um die Benutzung des Elektrofahrrades als klimafreundliche Mobilitätswahl für Frauen in Österreich attraktiver zu gestalten. Dazu wurden die Schwachstellen im jetzigen System und die Bedürfnisse und Anforderungen der Frauen an eine E-Fahrrad-Ausstattung und -Handhabung sowie an die notwendige Infrastruktur untersucht.
http://www.femelbike.at/

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(EU 9) Wiener Radparade 2012

Am ersten April-Wochenende findet auf dem Rathausplatz in Wien das des ARGUS Bike-Festival statt. In seinem Rahmen wird am 1. April 2012 die 2. Wiener Radparade eingeläutet. "Ring frei" heißt es dann wieder für viele Radlerinnen und Radler. Für die Begeisterung sorgen neben der komfortablen, autofreien Ringbefahrung zahlreiche kulturelle und radspezifische Aktionen. So werden sich DJs auf Lastenrädern unter die Menge mischen und Musikerinnen und Musiker schwingen sich mit ihren Instrumenten auf bereitgestellte Transporträder. 2011 beteiligten sich mehr als 8000 an der Ringumrundung.
http://www.radparade.at/
http://www.bikefestival.at/

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(EU 10) Niederländische Stadt Amersfoort reduziert Poller auf Fahrradwegen

Poller sind Ursache für viele Alleinunfälle von Radfahrern. Die Einwohner von Amersfoort können nun über eine Internetseite melden, welche Poller beim Radfahren gefährlich sind und deshalb entfernt werden sollten.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3530  

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(EU 11) Falträder in Bike-Sharing-Systemen

Falträder bieten Vorteile insbesondere in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr. Hier gibt es zwei innovative Ansätze zu vermelden:
Am Bahnhof Guildford im Süden Londons läuft seit Juli 2011 die Testphase eines Faltrad-BikeSharing-Systems . Die „B-Dock“ getaufte Einheit besteht aus vierzig Schließfächern, funktioniert ausschließlich mit Sonnenenergie und nimmt grade mal die Fläche eines Autoparkplatzes ein. Die Räder sind durchgehend zugänglich und können mit einer Mitgliederkarte ausgeliehen werden.
Einen anderen Ansatz zur Förderung von Faltvelos hat das Transportunternehmen RegionAlps gewählt: in der Region Martigny in der Schweiz werden die „Regiovelos“ gleich für ein ganzes Jahr vermietet.
http://www.mobilservice.ch/mobilservice/akten/mobilitaet/news-datenbank.html?&fa_view_generalfolder_module_2012

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(EU 12) Fördermittel aus dem Programm 'Intelligent Energy Europe'

Bis zum 8. Mai 2012 können öffentliche oder private Organisation Projektanträge zu den Themen Energieeffizienz, erneuerbare Energiequellen, sauberer Verkehr und lokale Energieversorgung einreichen. Die angebotenen Fördermittel in Höhe von insgesamt 67 Millionen Euro stehen unter anderem für die Aufstellung und Umsetzung von Stadtverkehrsplänen nach EU-Standard, für die verstärkte Nutzung von "Shared Bike"-Angeboten (Öffentliche Fahrradverleihsysteme) und für Maßnahmen zur Verlagerung von Auto- und ÖV-Fahrten aufs Fahrrad zur Verfügung. Die EU fördert bis zu 75 Prozent der Projektkosten.
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3532

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(EU 13) Fahrrad als Videokunst

Das Fahrrad hat Potential nicht nur als Verkehrsmittel. Ungeahnte Möglichkeiten bietet es auch in der Videokunst. Das zeigt der Brite Tim Wheatley in seinem „Cyclotrope Project“. Mithilfe eines Laufrads gestaltet er dabei Kurzfilme.
http://vimeo.com/33991842
http://vimeo.com/21016797


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HINWEISE AUF PUBLIKATIONEN
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Handbuch Veloverkehr im Einflussbereich von Hochleistungsstrassen (HLS)
Empfehlungen zu Planung, Realisierung und Betrieb
http://www.velokonferenz.ch/dateien/VkS_HLS_2011.pdf

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Neuerscheinungen 2012 im Fahrradprotal in der Reihe "Cycling Expertise Files", mit denen im Fahrradportal in englischer Sprache deutscher Erfahrungs- und Wissenstransfer ins Ausland unterstützt werden soll:

A-6/2012: Cycling to Shopping - Evidence from Research
A-11/2012: Ageing Society on Bicycles
I-3/2012: Bicycle Parking in Dense Housing Areas
I-4/2012: Shared Space
I-15/2012: Greenway Cycle Routes on Abandoned Rail Tracks
S-2/2012: Cycling to School
S-5/2012: Local Action to Encourage Cycling for Shopping
S-8/2012: Mapping - Routing - Navigation for Cycling
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/en/transferstelle/

Auch in der deutschsprachigen Reihe "Forschung Radverkehr", mit denen internationale Erfahrungen und Beispiele aus dem Ausland vermittelt werden, sind Neuerscheinungen in Vorbereitung:
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/transferstelle/

Für alle bereits veröffentlichten Ausgaben können hochaufgelöste Druckvorlagen zur weiteren Vervielfältigung angefordert werden.


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ANKÜNDIGUNG VON VERANSTALTUNGEN
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Termine der Fahrradakademie im Frühjahr 2012

Kein Platz für den Radverkehr? Straßenräume nutzen, Parkraum schaffen
20.-21. März 03.2012 Frankfurt am Main
22.-23. März 2012 Hamburg
29.-30. März 2012 München

Radtourismus entwickeln
04. Mai 2012 Gießen
10. Mai 2012 Ingolstadt
11. Mai 2012 Jena
22. Mai 2012 Rostock
23. Mai 2012 Bremen

Weitere Informationen zum Programm sind erhältlich unter:
http://www.fahrradakademie.de/archiv/2011-2012/

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23.-25. April 2012, Kopenhagen
Radverkehrspolitik am Öresund - Strategien, Innovationen, Erfolge
Exkursion der Fahrradakademie für Führungskräfte: Kopenhagen - Malmö - Lund
http://www.fahrradakademie.de/veranstaltungen/termin.php?id=3543


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Weitere Termine

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19.-20. März 2012, Berlin
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und Deutscher Verkehrssicherheitsrat
Symposium "Sicherer Radverkehr"
http://www.dvr.de/presse/informationen/2967.htm

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20. März 2012 - Leinfelden-Echterdingen
Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure in Baden-Württemberg e.V.
Aktuelle Probleme des Radverkehrs
Anmeldeschluss 06.03.1012
http://www.vsvi-bw.de/index.php?option=com_seminar&Itemid=0

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17. April 2012, Zürich
3. Mobilitätssalon Zürich 2012
Internationaler Fachkongress Mobilitätsmanagement
http://www.mobilsalon.ch/

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7.-8. Mai 2012, Berlin
Deutsches Institut für Urbanistik
Neue Mobilitätsangebote im öffentlichen Straßenraum - Bike-Sharing, Car-Sharing & Co
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/termine/termin.php?id=3446

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12. bis 14. Juni 2012, Frankfurt am Main
ECOMM 2012 (European Conference on Mobility Management)
http://www.ecomm2012.eu/
http://www.epomm.eu/index.phtml?ID1=2786&id=2786

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12. September 2012, Luzern
Velokonferenz Schweiz
Tagung zum Thema "Mischen oder Trennen" des Veloverkehrs mit dem motorisierten Verkehr
http://www.velokonferenz.ch/


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HERAUSGEBER:
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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.
Fachausschuss Radverkehr
Postfach 107747
28077 Bremen
Tel. 0421/346 29-0


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