Hier bitte die letzten 8 Stellen Ihrer Mitgliedsnummer eingeben.

Fakten zu Tempo 30

Lebenswerte Straßen - Mehr Sicherheit

Infografik Bremsweg

Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt verbessert die Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger, verringert Unfallzahlen und Lärm. Es macht den Verkehr flüssiger – und kommt so auch Autofahrern zugute. Der ADFC fordert Tempo 30 als Regel, nicht als Ausnahme.

Wer am 14. November 1983 mit dem Auto in Buxtehudes Innenstadt fuhr, musste sich ganz schön umstellen: An rund 200 Stellen verengten Betonkübel die Fahrbahn und zeugten vom Beginn der ersten Tempo-30-Zonen in Deutschland. Buxtehude war eine der Gemeinden, die den „Großversuch flächenhafte Verkehrsberuhigung“ wagten. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aus.

Die Anwohner freuten sich über weniger Lärm und Abgase, die Autofahrer arrangierten sich mit der Situation, zumal – so berichtete die Wochenzeitung Die Zeit in Ausgabe 11.1984 – die Fahrt durch die Innenstadt gerade einmal 48 Sekunden länger dauerte.

Die positiven Ergebnisse des bundesweiten Modellversuchs führten 1989 zur Aufnahme von Tempo 30 in die Straßenverkehrsordnung. Unter welchen Bedingungen Kommunen Tempo-30-Zonen einrichten können, regelt Artikel 45, Absatz 1c: In abgegrenzten Wohn- und Mischgebieten sind Tempo-30-Zonen möglich, dürfen sich aber nicht auf Straßen des überörtlichen Verkehrs wie Bundesstraßen oder auf Vorfahrtsstraßen erstrecken.

In einigen Städten wie München, Bremen oder Berlin machen die Zonen einen Anteil von über 70 Prozent aller Straßen aus. Das Europäische Parlament hatte sich 2011 aus Gründen der Verkehrssicherheit für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Ortschaften ausgesprochen. Auch der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesverkehrsministerium empfiehlt Tempo 30.

Aktuell fordern neben dem ADFC zahlreiche weitere Verbände in einer Europäischen Bürgerinitiative die Regelgeschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde in geschlossenen Ortschaften.

In Internetforen wird nach Medienberichten heiß diskutiert – pro und contra im Wechselbad der Emotionen. Umso wichtiger sind Fakten und klare Stellungnahmen: „Tempo 30 bedeutet nicht, dass nirgendwo mehr schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden soll, aber es muss begründet werden, warum schneller gefahren werden kann – und nicht andersherum“, sagt ADFC-Verkehrsreferent Wilhelm Hörmann.

Bislang müssen Kommunen und Städte die Anordnung von Tempo 30 begründen. Und das, obwohl „Tempo 30 zur Verkehrssicherheit beiträgt und für ein besseres Klima und Miteinander unter den Verkehrsteilnehmern sorgt, weil sich die Geschwindigkeiten annähern“, wie der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende Ludger Koopmann sagt.

In der Umfrage Fahrrad-Monitor Deutschland 2011 zeigt sich, dass sich 48 Prozent der Radfahrer auf den Straßen „eher nicht sicher“ oder „nicht sicher“ fühlen. Die gefühlte Unsicherheit lässt sich statistisch leider belegen:


© 2018 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

Mit dem Rad zur Arbeit

mehr zu „Mit dem Rad zur Arbeit“ »
Die große Aktion von ADFC und AOK für mehr Bewegung im Alltag. Radeln Sie sich fit!

mehr zu „Mit dem Rad zur Arbeit“ »

Mitgliedschaft

mehr zu "Mitglied werden" »

Engagement – Service – Kontakte: Der ADFC setzt sich für Ihre Interessen ein und bietet attraktive Serviceleistungen. Machen Sie mit!

mehr zu "Mitglied werden" »

Diebstahl – Beugen Sie vor!

zu unseren Tipps gegen Diebstahl »
Fahrradklau ist vermeidbar. Mit ein paar Tipps und sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen kann jeder das Risiko drastisch verringern, Opfer von Fahrraddiebstahl zu werden.

zu unseren Tipps gegen Diebstahl »

Schadensdatenbank

Jetzt Schaden melden »

Aus Schaden wird man klug: Hatten Sie in letzter Zeit einen größeren Schaden an Ihrem Fahrrad? Melden Sie Ihren Fall über unsere Schadensdatenbank!

Jetzt Schaden melden »