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Fahrradmitnahme Regional-Express

Fahrradmitnahme Regional-Express

Fahrradmitnahme Fahrräder vor Zug

Die Kombination von Fahrrad und Bahn als Teil des Umweltverbunds hat für Benutzer viele Vorteile: Der Zug ergänzt den Radverkehr zu einer Transportkette und erweitert damit den Aktionsradius des Fahrrads. Das Fahrrad auf einer Urlaubsreise im Zug mitzunehmen zu können, bietet sich besonders bei Streckentouren an, da Start und Ziel der Reise unterschiedlich sein können.

Für die Mitnahme von Fahrrädern in Zügen gibt es viele Möglichkeiten, aber auch etliche Probleme:

Der schnelle InterCity-Express (ICE) nimmt keine Fahrräder mit.

Als Alternativen für die Fahrradmitnahme auf längeren Strecken gibt es den InterCity (IC) und EuroCity (EC). In diesen Zügen kann man Fahrräder mitnehmen, wenn man vorab einen Stellplatz reserviert hat. Die Kapazität ist beschränkt, für Paare oder Kleingruppen aber ausreichend.

CityNightLine nimmt ebenfalls auf den meisten Verbindungen Räder mit. Damit kommt man relativ bequem auch in das benachbarte Ausland.

Hilfreiche Links für die Kombination Bahn und Fahrrad:

www.bahn.de/p/view/buchung/karten/streckennetz.shtml
www.citynightline.de/citynightline/view/de/service/waehrend-der-reise/halbgepaeck.shtml

Auf www.wirsindanderswo.de finden sich eine Menge Übersichten, die zeigen, wie man mit dem Fahrrad unter Nutzung von Bahn, Schiff etc. zum Beispiel bis nach Island kommt.

Alle Internet-Links wurden bei der Veröffentlichung geprüft. Da sich Internetseiten und ihre Inhalte verändern, können wir ihre Richtigkeit auf Dauer leider nicht garantieren.

Wenn die geplante Kurzreise mit dem Fahrrad zu scheitern droht, weil der InterCity schon ausgebucht ist, sollte man sich überlegen, auf einen anderen Tag auszuweichen. Besonders im Sommer gibt es viele zusätzliche ICs, die nicht täglich fahren. Alternativ gibt es aber auch Regionalzüge, die lange Strecken fahren. Bei der Deutschen Bahn ist das der Regional-Express (RE), private Bahnen haben andere Namen.

Einige Regionalzüge fahren Strecken von über 300 Kilometern und sind oft nicht wesentlich langsamer als der InterCity. Auch die Reisegeschwindigkeit ist beachtlich, teils bis zu 160 km/h.

Das bedeutet zwar nicht, dass alle Regionalzüge schnell unterwegs sind und weite Strecken zurücklegen, aber im Einzelfall können sie eine Alternative zum IC sein.

Vor- und Nachteile bei der Fahrradmitnahme in Regionalzügen

Vorteile
Ein großer Vorteil im Vergleich zum IC ist, dass man in Regionalzügen spontan und ohne Vorbuchung reisen kann.

Zudem reist man oft günstiger als in Fernzügen. Das gilt vor allem für Gruppen, die beispielsweise das Schönes-Wochenende-Ticket für vier Personen für Hin- und Rückfahrt nutzen können oder für Reisen unter der Woche das Quer-durchs-Land-Ticket.

Die Fahrradmitnahme in den Zügen des Nahverkehrs kostet bundesweit fünf Euro pro Tag. In verschiedenen Verkehrsverbünden und Bundesländern ist es günstiger. Unter anderem in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Rheinland-Pfalz sowie im Rhein-Main-Verkehrsverbund und im Nordhessischen Verkehrsverbund sowie in großen Gebieten Baden-Württembergs und in einigen bayerischen Landkreisen kann man das Fahrrad kostenlos transportieren.

Nachteile
Der Vorteil spontan und ohne Vorbuchung reisen zu können, ist gleichzeitig der größte Nachteil, denn man kann den Fahrradstellplatz nicht reservieren. Es besteht also immer das Risiko, dass man mit dem Rad nicht mehr in den Zug kommt, weil alle Stellplätze belegt sind.

Eine positive Ausnahme bildet das Münsterland: Auf vielen Linien besteht hier die Möglichkeit, Fahrradstellplätze in den Zügen kostenlos zu reservieren.

Tipp: Bevor man auf einen Regionalzug ausweicht, weil der gewünschte IC für Fahrräder ausgebucht ist, lohnt es sich nachzufassen. Für eine Reise von Bremen nach Köln mag es keine durchgehende Reservierung geben, aber es besteht die Möglichkeit, im IC bis Dortmund zu fahren und von dort aus bis Köln im RE zu reisen. Um herauszufinden, auf welchem Streckenabschnitt ein Fahrradstellplatz zur Verfügung steht, muss man mehrere Buchungsversuche machen, ohne wirklich zu buchen.

An sonnigen Sommerwochenenden sind die Züge voller als unter der Woche oder bei unsicherem Wetter. Einige wenige Strecken sind darüber hinaus für überfüllte Züge bekannt: Von Berlin Richtung Ostsee sind viele Radfahrer unterwegs. Auf dem Rückweg sonntags abends sind die Züge deshalb oft voll.

Tipp: Üblich ist es die Fahrradtour am Wohnort zu beginnen und auf dem Rückweg den Zug zu nutzen. Wenn man auf der Schiene hin und auf dem Radweg zurück fährt, lassen sich volle Züge umgehen. Die Züge morgens aus der Stadt hinaus sind meist leerer und bei der Rückfahrt mit dem Rad ist man vom Fahrplan und vollen Zügen unabhängig.

Fahrradmitnahme MehrzweckabteilIn den Mehrzweckabteilen der Regionalzüge sind die Klappsitze oft von „Normalreisenden“ belegt. Vielen mangelt es an der Einsicht, dass diese Abteile in erster Linie für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder bestimmt sind.

Tipp: Auf dem Bahnsteig sollte man sich darüber informieren, wo sich das oder die Mehrzweckabteile befinden. Auf manchen Wagenstandsanzeigern gibt es diese Information auch für Regionalzüge. Unter Umständen wissen auch andere Radreisende am Bahnsteig Bescheid.


Auflistung wichtiger lang laufender Regionalzüge:

Schleswig-Holstein und Hamburg
Flensburg-Hamburg
Westerland (Sylt)-Hamburg
Niedersachsen, Bremen und Hamburg
Norddeich Mole-Bremen-Hannover
Bremerhaven-Bremen-Hannover
Emden-Münster
Helmstedt-Hannover-Bielefeld
Braunschweig-Hannover-Osnabrück-Rheine
Uelzen-Hannover-Göttingen

Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin
Wismar-Schwerin-Berlin-Cottbus
Magdeburg-Berlin-Frankfurt/Oder-Eisenhüttenstadt
Rostock-Berlin-Wittenberg
Rostock-Schwerin-Hamburg
Stralsund-Angermünde-Berlin-Elsterwerda
Stralsund-Neustrelitz-Berlin-Falkenberg

Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt
Göttingen-Erfurt-Gera-Glauchau
Dresden-Chemnitz-Hof
Halle-Nordhausen-Eichenberg-Kassel
Uelzen-Stendal-Magdeburg-Halle
Leipzig-Gera-Saalfeld
Jena-Saalfeld-Bamberg-Nürnberg

Nordrhein-Westfalen
Münster-Recklinghausen-Essen-Düsseldorf
Münster-Hamm-Wuppertal-Köln-Krefeld
Hagen-Kassel
Köln-Gerolstein-Trier
Rheine-Münster-Hagen-Köln-Krefeld
Emmerich-Köln-Koblenz
Siegen-Köln-Aachen
Hamm-Essen-Köln-Aachen

Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
Wiesbaden-Mainz-Darmstadt-Aschaffenburg
Mannheim-Frankfurt/M
Frankfurt/M-Kassel
Koblenz-Mainz-Frankfurt/M
Mainz-Karlsruhe
Koblenz-Trier-Luxemburg
Koblenz-Trier-Saarbrücken-Kaiserslautern-Mannheim
Homburg (Saar)-Kaiserslautern-Mannheim-Heidelberg-Heilbronn-Osterburken
(für Hartgesottene, da sehr lange unterwegs, dafür sind auch alle kleinen Orte unterwegs zu erreichen)

Baden-Württemberg und Bayern
Stuttgart-Ulm
Ulm-München
Passau-München
Nürnberg-München

In manchen Bahnhöfen treffen sich mehrere Regionalzüge mit langen Laufwegen, so dass man mit einmaligem Umsteigen große Distanzen überwinden kann.
Einige Beispiele:

Stuttgart-Ulm-München (mit Umsteigen in Ulm)
Hamburg-Schwerin-Berlin (mit Umsteigen in Schwerin)
Jena-Nürnberg-München (mit Umsteigen in Nürnberg)
Emden-Münster-Köln-Krefeld (mit Umsteigen in Münster)

Stand: April 2015


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