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Rechtsabbiegen bei Rot

ADFC-Statement zur aktuellen Diskussion

Datum: 14. Juli 2016

Zur aktuellen Diskussion um den Vorschlag eines Grünen-Politikers, rote Ampeln generell für Fahrradfahrer frei zu geben, nimmt der ADFC wie folgt Stellung:

Unser Ziel ist, das Radfahren in Städten für alle komfortabel und sicher zu machen. Wichtig ist, dass der Radverkehr mehr Platz im Straßenraum bekommt – und dass Fahrradinfrastruktur durchgängig und in gutem Zustand ist. Das freie Rechtsabbiegen bei Rot an geeigneten Kreuzungen kann ein Baustein sein, um den Radverkehr zügiger zu gestalten. Das Thema hat für den ADFC allerdings nicht oberste Priorität.

Rote Ampeln generell für Radfahrer abzuschaffen, halten wir für kontraproduktiv und gefährlich. Der ADFC setzt sich für eine intelligente Lösung ein, die in Frankreich, den Niederlanden und Belgien bereits problemlos angewendet wird. Durch ein Zusatzzeichen wird es dort an geeigneten Kreuzungen erlaubt, bei Rot rechts abzubiegen. An geeigneten T-Kreuzungen darf man als Radfahrer geradeaus durchfahren. Wer Grün hat, hat natürlich weiterhin Vorrang. Diese Lösung bringt sowohl Rad- als auch Autoverkehr flüssiger voran. Ein aktueller Pilotversuch in Basel hat gezeigt, dass es zu weniger Konflikten zwischen den Verkehrsarten kommt - und dass die neue Lösung auch von Fußgängern gut akzeptiert wird.

Der ADFC setzt sich für die Einführung eines entsprechenden Verkehrszeichens in die Straßenverkehrsordnung ein. Wenn der Gesetzgeber dazu nicht bereit ist, soll er zumindest einen Verkehrsversuch finanzieren und auswerten.


 

Kontakt:

Stephanie Krone
Pressesprecherin ADFC-Bundesverband
Telefon: 030 2091498-65
E-Mail: presse@adfc.de


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