Hier bitte die letzten 8 Stellen Ihrer Mitgliedsnummer eingeben.

Pressebereich wählen:  

GfK-Umfrage Mehr Platz für Begegnungen, weniger für Autos

Jeder Zweite wünscht Neuaufteilung des Stadtraums

Datum: 11. September 2017

020/17

Im Vorfeld des „Internationalen PARK(ing) Day“ hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die Hälfte aller Bundesbürger wünscht sich eine andere Aufteilung des öffentlichen Raumes. 87 Prozent von ihnen wollen mehr Platz für Begegnungen, Rad- und Fußverkehr, 50 Prozent wollen diese Veränderung zulasten des Autoverkehrs. Der ADFC sieht das als Bestätigung, dass die Verkehrswende von breiten Bevölkerungsschichten gewollt ist.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Großbaustelle der nächsten Bundesregierung ist die Verkehrswende. Nur wenn es gelingt, den größten Teil des Stadtverkehrs auf Fuß, Rad und ÖPNV zu verlagern, bleiben Menschen und Waren mobil und Städte lebenswert. Beim Parking Day zeigen Bürgerinnen und Bürger an immer mehr Orten, wie sie leben wollen: Mit mehr Platz zum Verweilen, zum Spielen, Schlendern und für das Radfahren. Und mit weniger Dominanz des Autos. Jetzt haben wir auch die Zahlen zu diesem Bedürfnis. Politiker, die gewählt werden wollen, sollten das ernst nehmen!“

Großteil will, dass der Autoverkehr Platz abgibt
Nur 10 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für mehr Parkplätze und Kfz-Fahrbahnen aus. Bei den weiblichen Befragten liegt der Wert sogar nur bei 8 Prozent. Ein Großteil der Menschen (87 Prozent der „Veränderer“ bzw. 42 Prozent der Gesamtbevölkerung) wünscht sich mehr Platz für aktive Mobilität und attraktive Aufenthaltsorte. Gefragt, woher der gewünschte Platz genommen werden soll, antworten die meisten (49,8 Prozent) „vom Autoverkehr“. Bei den Frauen ist der Ausschlag noch deutlicher (55,2 Prozent).

Bundesweite Aktionen zum PARK(ing) Day
Am kommenden Freitag (15.9.) verwandeln Engagierte in ganz Deutschland Auto-Parkplätze für ein paar Stunden in etwas, das ihnen besser gefällt. Sitzecken, Cafés, Mini-Gärten, Spielplätze und temporäre Radspuren. Der ADFC ist in vielen Städten dabei und wirbt für sein Motto zur Bundestagswahl „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“ – unter anderem in Aachen, Bamberg, Berlin, Frankfurt, Karlsruhe, Köln, Magdeburg, Mainz, Münster, Ulm, Wiesbaden. Der ADFC fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr, deutlich höhere Finanzmittel des Bundes, Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit sowie verbindliche Qualitätsstandards für Radwege. Alle Forderungen gibt es auf www.radlandjetzt.de.

Über die Umfrage
Die repräsentative Umfrage „Platz für Begegnungen“ wurde vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des ADFC im August 2017 im Rahmen einer Mehrthemenuntersuchung durchgeführt. Befragt wurden 1.090 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Interviews.

Hinweise für Redaktionen
Infografiken zu den Umfrage-Ergebnissen sowie ein Themenfoto „Parking Day“ gibt es in unserem Pressebereich.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 165.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Downloads:

Bilder:

ADFC Infografik Wer soll Platz abgeben

Titel:
ADFC Infografik Wer soll Platz abgeben
Quellenangabe / Rechte:
ADFC/Jacoby
Datei:
jpg / 812 KB

ADFC Infografik Wofür mehr Platz

Titel:
ADFC Infografik Wofür mehr Platz
Quellenangabe / Rechte:
ADFC/Jacoby
Datei:
jpg / 840 KB

Themenfoto Parking Day

Titel:
Themenfoto Parking Day
Quellenangabe / Rechte:
Simon Chrobak - www.fahrradstadt.ms
Datei:
jpg / 1138 KB

Dateien:

Kontakt:

Stephanie Krone
Pressesprecherin ADFC-Bundesverband
Telefon: 030 2091498-65
E-Mail: presse@adfc.de


© 2017 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)