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Fahrradtourismus: Daten, Fakten, Zahlen

Die ADFC-Radreiseanalyse 2009

Die komplette ADFC-Radreiseanalyse im pdf-Format

  • ADFC-Mitglieder kürten Bayern zum beliebtesten deutschen regionalen Radreiseziel, vor Franken und Mecklenburg-Vorpommern. (ADFC)
  • Spitzenreiter der beliebtesten inländischen Radfernwege ist wie schon im Vorjahr der Elberadweg, vor dem Main- und Weser-Radweg. Auf den weiteren Plätzen folgen der Deutsche Donauradweg und der Oder-Neiße-Radweg. Von den im vergangenen Jahr befahrenen Radfernwegen gaben Radurlauber dem Main- und dem Altmühltal-Radweg mit 1,7 die beste Note. (ADFC)
  • Österreichische Radfernwege – allen voran Donauradweg, Drau – und Etschradweg – stellen die beliebtesten Radfernwege im Ausland dar. Bei den Radreiseregionen liegen die Niederlande, Dänemark, und die Schweiz an der Spitze. (ADFC).
  • Als geplante Radreiseziele für 2009 werden vorwiegend die Radrouten an Elbe, Main und Weser genannt; grenzüberschreitend gehen die Urlaubs-Planungen in Richtung Österreich, Frankreich, Italien und in die Niederlande. (ADFC)
  • Radurlauber blieben 2008 im Vergleich zum Vorjahr mehr auf deutschen Routen: 85,3 Prozent (2007 83 Prozent) gaben in der ADFC-Umfrage an, eine deutsche Radroute befahren zu haben. (ADFC)
  • Der Elberadweg wurde im Jahre 2008 von etwa 145.000 Reiseradlern befahren. Sie waren durchschnittlich neun Tage unterwegs und hatten Tagesausgaben von rund 64 Euro pro Tag und Person. Der Anteil ausländischer Radler liegt bei 4,6 Prozent (2007: 5,5 Prozent). (Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide e.V.)
  • Das erfolgreichste Marketinginstrument für den deutschen Radtourismus ist die Broschüre „Deutschland per Rad entdecken“ vom ADFC und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Die siebte Auflage mit 500.000 Exemplaren präsentiert 150 Radrouten in Deutschland und wird in bis zu zehn Sprachen durch die DZT vermarktet.(DpR)
  • Die Fahrradbeförderung im Fernverkehr (innerhalb Deutschlands) bei der Deutschen Bahn AG hat seit einigen Jahren erstmals wieder leicht zugenommen (2008: 261.000; 2007: 249.528; 2006: 253.000; 2005: 265.000). (Deutsche Bahn AG)
  • Durch die Umwandlung weiterer InterCity- zu ICE-Verbindungen wird die Fahrradmitnahme allerdings weiter erschwert. So ersetzt die Bahn zurzeit IC-Verbindungen wie Hamburg - Fehmarn/Flensburg und Berlin - Rostock durch den ICE. (Deutsche Bahn AG)
  • Mit 40.400 Fahrradkarten (2007 = 35.877) wurden 2008 deutlich mehr (plus 12,6 Prozent im Vergleich zu 2007) Fahrradkarten für den internationalen Verkehr verkauft. (Deutsche Bahn AG)
  • Der DB-Geschäftsbereich CityNightLine verzeichnet auch 2008 wieder deutliche Zuwächse. 2008 beförderten die Nachtzuglinien 43.661 Räder (plus 9,8 Prozent) (2007: 39.758; 2006: 38.651; 2005: 36.419; 2004: 35.629 Räder). (City Night Line)
  • Im Rahmen der 2006 vom ADFC begonnenen Zertifizierung von Radfernwegen wurden 2008 der Main-Radweg (5-Sterne), der Emsradweg (4-Sterne), die 100 Schlösser Route (4-Sterne) und der Lahnradweg (4-Sterne) von ADFC-Experten nach einheitlichen Kriterien untersucht und ausgezeichnet. (ADFC-Fachausschuss Tourismus)
  • Das Angebot an GPS-Handgeräten, digitalen Karten und Internet-Portalen nimmt weiter zu und wird auch preiswerter, wobei leicht zu bedienende Systeme noch selten sind. (Naviso)
  • Das Streckennetz im ADFC-Tourenportal www.adfc-tourenportal.de hat aktuell eine Gesamtlänge von 135.642 km. (ADFC)
  • Radfernwege stehen inzwischen routingfähig vernetzt zur Verfügung, doch fehlt es noch immer an digitalen Karten mit flächendeckenden Rad-Angeboten. (Naviso)
  • Der internetbasierte Radroutenplaner Nordrhein-Westfalen konnte 2008 116,2 Millionen Seitenaufrufe verzeichnen (2007: 71,5 Mio., 2006: 53,8 Mio., 2005: 28,2 Mio.). Auch Schleswig-Holstein, Hessen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bremen und Berlin bieten inzwischen Radroutenplaner an. (ADFC)
  • Bei den ersten touristischen Messen 2009 in Stuttgart, München und Essen verzeichneten radtouristische Themen erneut große Besucherresonanz. (ADFC)
  • Die Zahl der vom ADFC zertifizierten fahrradfreundlichen „Bett & Bike“-Betriebe hat sich von 216 im Jahr 1995 auf über 4.800 (März 2009) gesteigert. Diese Betriebe finden sich in 3.249 Orten und Ortsteilen Deutschlands (2007: 3.126). Das ADFC-Netzwerk „Bett & Bike“ ist deutschlandweit die erfolgreichste, auf die Zielgruppe der Radurlauber bezogene Marketingkooperation im Tourismus (ADFC)
  • Der „ADFC-Dachgeber“ (Verzeichnis von Übernachtungsangeboten auf Gegenseitigkeit) erschien im Februar 2009 zum 22. Mal und hat bundesweit 2.840 Mitglieder. (ADFC)
  • Veranstalter von Radreisen vermelden für die Saison 2009 ein zurückhaltendes Buchungsverhalten. Der mit dem ADFC erstellte „Radreisekatalog 2009“ zeigt 97 Reiseziele von 69 Veranstaltern. Der Anteil der Pauschalreisen im Fahrradtourismus liegt im Inland bei etwa sechs Prozent, bei Auslandsreisen über 20 Prozent. (ADFC)
  • Der ADFC ist der größte Radtourenanbieter Deutschlands. Im Jahr 2008 haben 205.444 Teilnehmer auf 15.684 vom ADFC organisierten Radtouren insgesamt 286 mal die Erde umrundet. Dabei wurden mehr als 11,4 Millionen Kilometer zurückgelegt – und zwar zu 36,6 Prozent auf Feierabendtouren, zu 41,0 Prozent auf Tagestouren, zu 16,1 Prozent auf Halbtagestouren und zu 2,3 Prozent auf Mehrtagestouren. (ADFC)
  • Einige Regionen in Deutschland verspüren zunehmende Nachfrage nach Rennradtouren und reagieren mit umfassenden Angeboten, zum Beispiel im Südschwarzwald/Markgräflerland. Für Rennradler streben neben dem Dauerbrenner Mallorca auch andere Ziele auf den Markt (Emilia Romagna, Teneriffa, Zypern, Sizilien). (ADFC)
  • Fast alle deutschen Mittelgebirgsregionen halten inzwischen Angebote für Mountainbiker vor, allerdings in unterschiedlicher Qualität. Sportliche Events finden meist hohes Teilnehmerinteresse. (Bike Arena Sauerland)


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