Wie kann der fahrradfreundliche Wandel von Städten und Regionen schneller gelingen? Um diese Frage mit Politiker*innen aus Bund, Ländern und Kommunen und Fachleuten zu diskutieren, hatte der ADFC zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin geladen.
Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamts in Friedrichshain-Kreuzberg, setzt sich mit agilen Arbeitsansätzen und einer schnelleren Handlungsfähigkeit für die Verkehrswende im Bezirk ein. Hier erklärt er die Methode und gibt Tipps.
In Utrecht sind täglich 125.000 Menschen per Rad in der Innenstadt unterwegs. Im größten Parkhaus der Welt am Utrechter Hauptbahnhof finden 12.500 Fahrräder Platz. Auch Fahrradstraßen, -brücken und breite Radwege laden zum Radfahren ein.
Im autozentrierten Verkehrssystem der USA spielte der Radverkehr bis 1990 keine Rolle. Mit den ersten Förderprogrammen wurden vor allem Planungsprozesse finanziert. Erst um 2010 wurde Radverkehrsinfrastruktur wirklich umgesetzt.
Wie lassen sich in Deutschland die Voraussetzungen für den Schnellausbau schaffen? Das ADFC-Projekt InnoRADQuick hat sich beispielhaft die Veränderungen im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg angeschaut.
Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren, damit Kommunen den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur beschleunigen und so lebenswerter werden können. Das fasst das ADFC-Projekt InnoRADQuick hier zusammen.
Sevilla ist noch weit davon entfernt, eine Fahrradstadt zu sein. Dennoch ist die Stadt ein weltweites Vorbild: Sie hat es geschafft, in nur vier Jahren ein Basisnetz für den Radverkehr zu bauen und den Radverkehrsanteil um das Elffache zu erhöhen.
Nachdem das erfolgreiche Projekt InnoRAD beendet ist, das innovative Beispiele für gute Radinfrastruktur vorgestellt hat, geht es im Projekt InnoRADQuick darum, wie Radverkehrsinfrastruktur schnell umgesetzt werden kann.
Die bundesweite ADFC-Kampagne #MehrPlatzFürsRad hat ab 2019 auf das Platzproblem auf deutschen Straßen aufmerksam gemacht. Der ADFC hat so eine breite gesellschaftliche Debatte angestoßen, wie der Platz auf der Straße umverteilt werden kann.
Im Rahmen des ADFC-Projekts InnoRADQuick gaben Referent*innen aus dem In- und Ausland bei einem digitalen Workshop Einblicke, wie Bürgerinnen und Bürger in der Praxis bei Verkehrs- und Radverkehrsprojekten beteiligt werden können.
Der ADFC empfiehlt der Bundesregierung 2022 zentrale Maßnahmen im Verkehrssektor zu ergreifen, um unser Verkehrssystem zukunftsfähig zu machen und um den Menschen ein nachhaltiges und sicheres Mobilitätsverhalten zu ermöglichen.