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Sieger gekürt – Fahrradklima-Test 2016

Datum: 19. Mai 2017  //  Kategorie: Kampagnen

FKT 2016

Der ADFC wollte wieder wissen, ob Radfahren in deutschen Städten Spaß oder Stress bedeutet und wie Bürger die Fahrradfreundlichkeit vor Ort einschätzen. Am 19.05.2017 wurden die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgezeichnet. Aber auch die Kritik der Radfahrer wurde intensiv diskutiert.

Über 120.000 Bürgerinnen und Bürger, 15 Prozent mehr als 2014, haben an der siebten Umfrage des ADFC teilgenommen und die Fahrradfreundlichkeit von 539 Städten bewertet. "So viele Städte hatten wir noch nie!" freute sich Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, über die rege Beteiligung. Ulrich Syberg, Bundesvorsitzender des ADFC, ergänzete: "Alle 77 deutschen Großstädte sind vertreten, und bei den Mittelstädten fehlen nur neun. Das ist vor allem der Arbeit der ADFC-Aktiven vor Ort zu verdanken, die für die Teilnahme am Fahrradklima-Test geworben haben." Ausgezeichnet wurden jeweils die drei fahrradfreundlichsten Städte nach vier Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Die sind Spitze
Den Spitzenplatz in der Kategorie über 200.000 Einwohner belegt erneut Münster, das von seinen Bürgern aber deutlich schlechter bewertet wurde als in den Vorjahren. Auf dem zweiten und dritten Platz landen Karlsruhe und Freiburg im Breisgau. In der Gruppe von 100.000 – 200.000 Einwohner belegen Göttingen, Hamm und Erlangen die Siegerpositionen. Platz eins bis drei in der Gruppe 50.000 – 100.000 Einwohner gehen an Bocholt, Nordhorn und Wesel und in der Gruppe unter 50.000 Einwohner an Reken – mit 1,86 die Bestnote – Wettringen und Heek.

Einige Städte holen auf
Als stärkste Aufholer wurden Bochum, Wuppertal und Augsburg in Gruppe 1, Pforzheim, Regensburg und Offenbach am Main in Gruppe 2, Marburg, Hanau und Iserlohn in Gruppe 3 sowie Baunatal, Gevelsberg und Zirndorf in Gruppe 4 ausgezeichnet. Diese Städte haben sich gegenüber dem ADFC-Fahrradklima-Test 2014 am stärksten verbessert.

„Konkurrenz belebt das Geschäft – so ist es auch in der Radverkehrsförderung. Der Fahrradklima-Test kann hier gleichermaßen Ansporn und Bestätigung sein. Mit dem Fahrradklima-Test wollen wir den Städten und Kommunen aber vor allem ein Instrument an die Hand geben, das ihnen hilft, das Fahrradklima vor Ort besser einzuschätzen und Erkenntnisse für ihre Fördermaßnahmen zu gewinnen“, so Ferlemann.

Fahrradklima in Deutschland: ausreichend
Das Fahrradklima insgesamt – also die wahrgenommene Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte und Gemeinden – hat sich seit der letzten Umfrage 2014 leicht verschlechtert und liegt nun bei 3,81 (2014: 3,74). Die meisten Befragten sind zufrieden mit der Erreichbarkeit der Innenstadt per Rad. Auch die Kernfrage „Bei uns macht Radfahren Spaß bzw. Stress“ wird relativ gut bewertet. Genervt sind die Radfahrer vor allem von Baustellen oder Falschparkern auf Radwegen, ungeeigneten Ampelschaltungen und zu schmalen Radwegen. Über 60 Prozent der Befragten fühlten sich beim Radfahren nicht sicher. Der massenhafte Fahrraddiebstahl wird ebenfalls in fast allen Städten als schwerwiegendes Problem wahrgenommen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2016 zum siebten Mal durchgeführt. Er wird durch das BMVI aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 mit rund 150.000 Euro gefördert.

Alle Ergebnisse finden sich auf www.fahrradklima-test.de statt.

 Foto: BMVI


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