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Fulda-Radweg

Zum Flusskuss

In der Mitte Deutschlands und von allen Seiten zugänglich liegt der Fulda-Radweg. 260 Kilometer geht es die Fulda entlang, nur ab und zu gibt es schwache Steigungen. Fast durchgängig asphaltiert ist er und gut ausgeschildert mit einem grünen R1 auf weißem Grund.

Abwärts rollen heißt das Motto des Radfernweges, denn der Startpunkt liegt in einer Höhe von 950 Metern auf der Wasserkuppe bei Gersfeld in der herrlichen Naturlandschaft der wildromantischen Rhön. Er läuft durch Hann. Münden, wo sich Fulda und Werra zur Weser vereinigen, und endet in Bad Karlshafen. Das geht nicht in die Beine, sondern ist genießerisches, gemächliches Flussradwandern. Man radelt dabei auf einer Route, die zum Netz der hessischen Radfernwege gehört, durch das märchenhafte Nordhessen. „Außerdem ist der Fulda-Radweg Teil der D-Netz-Route 9 von der Nordsee zu den Alpen“, sagt Dr. Wolfgang Richter, Tourismusreferent der Bundesgeschäftsstelle des ADFC e. V.

Nordhessische Spezialitäten locken zu leckeren Radfahrer-Brotzeiten in die urigen Wirtschaften: Ahle Wurscht („alte“, gereifte Rohwurst), Weckewurst und Ploatz (dem Flammkuchen ähnlich). Der Gaumen ist versorgt und auch fürs Auge ist genügend vorhanden: In der Bischofsstadt Fulda erwartet einen das Barockviertel mit Dom, Stadtschloss, Orangerie und Adelspalais. Doch da gibt es auch das spannende Deutsche Feuerwehr-Museum sowie die Kinder-Akademie Fulda mit interaktiven Objekten, z. B. dem in Europa einzigartigen, begehbaren Herz.

Am waldreichen, vulkanisch geformten Vogelsberg vorbei fährt man zu einem Abstecher in die Vier-Burgen-Stadt Schlitz, schon naht das Schloss Eichhof mit Fachwerkinnenhof, bevor Bad Hersfeld, die Festspielstadt, mit der größten romanischen Kirchenruine der Welt, der Stiftsruine, erreicht wird. Nun, zwischen Bad Hersfeld und Rotenburg, führt die Tour durch „Waldhessen“, eine der grünsten Regionen Deutschlands

Fachwerk satt
Im malerischen Rotenburg an der Fulda stehen liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser in engen Gässchen und ein beheiztes Waldschwimmbad, das zur Radpause aus dem Sattel lockt. Einzigartig ist die Velo-Seilfähre, die zwischen Malsfeld-Beiseförth und Morschen-Binsförth Rad und Mensch befördert. Durch Handkurbeln wird sie mit Muskelkraft betrieben. An einem 50 Meter langen Stahlseil schwebt man über den Fluss. Hier an der großen Fuldaschleife ändert die Fulda ihre Fließrichtung um 180 Grad.

Die Einwohner Melsungens werden heute noch Bartenwetzer genannt: Die Äxte der Holzfäller, die Barten, wurden früher am Sandstein der alten Brücke geschliffen. Mit dem Bartenwetzer kann man einen Rundgang durch die historische Altstadt machen und auch im Rathausturm findet sich eine Bartenwetzer-Figur.

Vorbei geht´s sodann an der nordhessischen Metropole Kassel. Dort und in der Umgegend trugen die Gebrüder Grimm so manchen Stoff für ihre Märchen zusammen. Durch die fachwerkgeschmückte Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern nähert man sich dem Ende der Fulda, die sich hier mit der Werra vereinigt. „Wo Werra und Fulda sich küssen, sie ihren Namen büßen müssen“, steht auf dem Weserstein, und von nun an fließt die Weser. Die Route endet 65 Kilometer weiter in der Barockstadt Bad Karlshafen mit ihrem historischen Rathaus und der Kurpromenade an der Weser.

Text: Judith Weibrecht

 

Routenlogo

Logo Fulda-Radweg

Routenplanung

  • Kompakt-Spiralo „Fulda-Radweg“, 1:50.000, Bielefelder Verlag
  • Radtourenbuch „Fulda-Radweg“, 1:50.000, bikeline, Verlag Esterbauer
  • Radwanderkarte „Fulda-Radweg“, 1:50.000, Verlag Publicpress

© 2012 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

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Routeninformationen

260 Kilometer
Gersfeld/Rhön –
Bad Karlshafen

Kontakt

NordHessen Touristik
Ständeplatz 13
34117 Kassel
Telefon 0561/97062-12, Fax -22
info@nordhessen.de
www.nordhessen.de

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