Belgien:
Kurzinformation für die Radtour
Zuletzt geändert am: 20.04.2009
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Inhaltsverzeichnis:
- Landeskunde für Radler
- Klima und Reisezeiten
- Straßen und Verkehr
- Anreise
- Fahrrad und öffentlicher Inlandsverkehr
- Fahrradaustattung und Ersatzteile
- Verpflegung
- Unterkunft
- Karten
- Verschiedenes
- Adressen und Informationsmöglichkeiten
- Literatur
- Impressum
Straßen und Verkehr
Es gibt Nationalstraßen unterschiedlicher Kategorien. Bei Straßen mit zweistelligen Nummern ist mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Dagegen herrscht auf Straßen, die in Karten mit dreistelligen Zahlen gekennzeichnet sind, meist nur geringer bis mäßiger Verkehr. Wenn möglich, sollte man Straßen mit mehr als zwei Fahrspuren meiden. Sie sind in vielen Karten als solche zu erkennen.
Es gilt wie in Deutschland die Radwegebenutzungspflicht, auch wenn einmal straßenbegleitende Radwege von schlechter Qualität sind.
Durch ganz Flandern verläuft ein markierter Radfernweg: die Vlaanderen Fietsroute (Flandernroute). Die Strecke ist rund 800 km lang und in beiden Richtungen ausgeschildert. Radwanderer werden auf ihr durch die malerischen Gebiete der flämischen Provinzen Limburg, Antwerpen, Flämisch Brabant, Ost- und West-Flandern geführt. Die Strecke ist im bikeline Radtourenbuch "Flandern-Route" ausführlich beschrieben (s. Literatur).
Besonders im Nordosten Belgiens, in der flämischen Provinz Limburg, ist ein Netzwerk an sehr gut ausgeschilderten Radrouten und Knotenpunkten entstanden mit Hunderten von Kilometern autofreier Radstrecken. Nähere Infos dazu gibt es unter www.radflandern.com/limburg oder direkt beim Verband Toerisme Limburg (s. Adressen).
Seit einiger Zeit wird auch in Wallonien das RAVel-Netz (Réseau Autonome de Voies lentes) konsequent entwickelt, wobei Treidelpfade und stillgelegte Eisenbahnlinien fürs Radfahren eingerichtet und ausgeschildert werden. Das Netz ist noch nicht vollständig (erst ca. 35 km von geplanten 180 km sind fertig). Für mehrere Abschnitte existieren inzwischen Führer und Karten (Bezug: MET, s. Adressen).
Auch in Ostbelgien können Radfreunde auf ca. 850 km verkehrsarmen Nebenstraßen, befestigten Wald- und Wiesenwegen unterwegs sein und die Region erkunden. Das Radwanderwegenetz "VeloTour Hohnes Venn-Eifel" lädt zu grenzüberschreitenden Radtouren in einer mittelgebirgsartigen Landschaft ein (Infos über: www.eastbelgium.com/de/freizeits)
Exkurs: Knotenpunkte in Flandern
Alle Radwege in Flandern sind miteinander verknüpft und bilden ein enges Radwegenetz. Je mehr Kreuzungen bzw. Knotenpunkte das Radwegenetz hat, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, Ihre Route spontan zu ändern. Und genau diese Flexibilität ist der große Trumpf des Radwegenetzes. Sie können Ihre Route abkürzen, verlängern oder einen Abstecher machen, wo und wann Sie möchten. Die Knotenpunkte sind nummeriert und mit einer Orientierungstafel versehen, so dass man sogar ohne Karte nach Lust und Laune radeln kann.
Das Knotenpunktsystem wurde einst in Limburg entwickelt, aus der Not heraus, weil sich die vielen Radrouten kreuzten und man dringend ein einheitliches Orientierungssystem brauchte. Die Begeisterung der Radfahrer über das Radfahrparadies Limburg hat die anderen flämischen Provinzen und die Euregio dazu ermutigt, die Radrouten zu einem Radwegenetz mit Knotenpunktsystem zu verknüpfen. Bis zum Jahr 2008 sollen alle fünf flämischen Provinzen über ein Knotenpunktsystem verfügen.
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