Frankreich:
Kurzinformation für die Radtour
Zuletzt geändert am: 12.03.2012
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Inhaltsverzeichnis:
- Landeskunde für Radler
- Klima und Reisezeiten
- Straßen und Verkehr
- Anreise
- Fahrrad und öffentlicher Inlandsverkehr
- Fahrradvermietung
- Fahrradaustattung und Ersatzteile
- Kulinarische Hinweise
- Unterkunft
- Verschiedenes
- Adressen und Informationsmöglichkeiten
- Karten
- Literatur
- Impressum
Fahrrad und öffentlicher Inlandsverkehr
Bahn: In einigen Fernzügen – in Fahrplänen mit dem Fahrradpiktogramm gekennzeichnet – werden Fahrräder, die man selbst verladen muss, im Gepäckabteil kostenlos mitgenommen (Übersicht "Guide du train et du vélo", s. Lit.).
In allen Zügen, auch in den schnellen TGV- und Corail-Zügen, werden Fahrräder dann mitgenommen, wenn das Fahrrad zuvor in "Handgepäck" verwandelt , d.h. in eine max. 120 x 90 cm große Radtasche gepackt wurde.
Tipp hierzu: Die Radtransporttasche kann man kaufen oder selber aus reißfestem Material nähen. Das vordere Laufrad wird demontiert und seitlich an den Rahmen gebunden. Den Lenkerbolzen lockern und den Lenker tiefer stellen und in Fahrtrichtung drehen, ggf. die Pedalen abschrauben, die Sattelstütze lockern und ganz nach unten schieben. Über das Ganze die Tasche stülpen – das dürfte reichen.
Wer diese Vorgaben erfüllt, der kann praktisch alle Züge nutzen. Wer jedoch auf die Mitnahme seines unverpackten Rades hofft, wird gerade bei langen Verbindungen in den Nordwesten, Südwesten oder Süden des Landes auch mit langen Reisezeiten rechnen müssen.
Seit einiger Zeit ist es in ausgewählten TGV-Verbindungen möglich, Fahrräder nach vorheriger Reservierung über die deutschsprachige Servicenummer der SNCF (siehe Kapitel Anreise; 10 Euro) auch unverpackt einzustellen. Diese TGVs verfügen über 4 "Stellplätze" (= Haken an der Decke) an einem der beiden Zugenden.
Seit Ende 2003 gibt es die neuen ZTER-Züge, die fast so schnell wie die TGV sind (...aber preiswerter) und die obendrein richtige Fahrradeinstellplätze besitzen.
Hilfreich bei der Planung von kombinierten Rad/Bahn-Reisen innerhalb Frankreich sind die vielfältigen Erfahrungen von Marzina Bernez, die sie auf ihrer Homepage wiedergegeben hat (mit zahlreichen Fotos und Erläuterungen zum Umgang mit den diversen Zügen der SNCF): marzina.free.fr/sncfb1.html und marzina.free.fr/sncfa1.html
Dazu ein Tipp von ihr: Die Unwissenheit mancher französischer Schaffner, was die genauen aktuellen Bestimmungen zur Fahrradmitnahme anbelangt, deutet immer noch auf bestehende Defizite in diesem Bereich hin. Es kann daher überhaupt nicht schaden, wenn Sie bei der SNCF ruhig nochmals persönlich anfragen! (egal, ob auf französich, englisch oder notfalls auch deutsch!) Nur wenn viele dies tun, wird das Fahrrad auch bei der Französischen Bahn den Stellenwert bekommen, der für uns alle doch sehr wünschenswert wäre
In allen Zügen des Pariser Großraumes werden Fahrräder im Gepäckabteil außerhalb der Hauptverkehrszeiten (Mo-Fr 6.30-9.30 und 16.30-19.00 Uhr) sowie an Wochenenden und Feiertagen befördert. An einigen Haltestellen im Zentrum von Paris ist hingegen der Ein- und Ausstieg nicht möglich, wohl aber das Umsteigen von einer auf die andere Linie. Zu- und Abgang ist in folgenden Bahnhöfen nicht möglich :
- auf der Linie A : La Défence Grande Arche, Charles de Gaulle Etoile, Auber, Chatelet Les Halles, Nation
- auf der Linie B : Chatelet Les Halles, Saint Michel Notre Dame, Luxembourg, Port Royal, Denfert Rochereau, Cité Universitaire
- auf der Linie D : Chatelet Les Halles
In sämtlichen Metro-Zügen sowie auf einigen Abschnitten der Schnellbahnlinien RER A, B und D ist die Fahrradmitnahme nicht gestattet. Da die einzelnen Linien verschiedenen Gesellschaften gehören erhält man nur selten Auskunft über die Verbindungen der anderen Linien. Auch sonst ist der Informationsstand und die Auskunftsbereitschaft des Bahnpersonals eher dürftig und der eigene Spürsinn ist gefordert.
Übrigens: Der Fahrradtransport (Selbstverlad) ist in ganz Frankreich überall dort kostenlos, wo in den Fahrplänen eine Fahrradpiktogramm zu sehen ist.
Fahrradversand: Für Bahnreisende gibt es innerhalb Frankreichs die Möglichkeit, das eigene Rad von bzw. nach ca. 350 Bahndepotstationen bzw. von Haus-zu-Haus als unbegleitetes Gepäck zu senden (Auskunft im Land: 08 92 35 35 36 - auf deutsch)
Bus: Regionale Buslinien befördern gelegentlich auch Fahrräder (vor Ort nachfragen).
Fähren nach Korsika: In Frankreich gibt es Fährverbindungen von Marseille, Toulon oder Nizza nach Korsika. Preislich günstiger und häufiger verkehren die Fähren der Moby Lines von den italienischen Häfen Livorno und Genua, in der Hochsaison auch ab Piombino. Sie alle nehmen Fahrräder mit.
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