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GPS-Geräte

Qual der Wahl

Fahrradfahrer mit GPS

Wir stellen Ihnen mehrere typische Vertreter der GPS-Geräteklassen vor, die sich vor allem durch Ausstattungsmerkmale unterscheiden. Auf den Webseiten der Anbieter finden Sie eine Vielzahl ähnlicher Geräte. Eine ausführliche Kaufentscheidungshilfe findet sich auch im neuen ADFC-GPS-Buch „GPS für Biker".

Garmin eTrexH: gelb, gut und günstig

Ausstattung: 500 Wegpunkte, 10 separate Tracks speicherbar (mit je 750 Punkten), keine Kartendarstellung, Schwarzweiß-Display, Betriebsdauer etwa zwei bis drei Tage, 150 Gramm, ca. 99 Euro.

Das Einsteigermodell bietet viele Funktionen, hat einen hochpräzisen Empfänger und ist relativ einfach zu bedienen. Mancher Nutzer ist verwundert, wenn er im direkten Vergleich feststellt, dass sein einfaches Schwarzweiß-Display aufgrund des Kontrastes gerade in Lenkerentfernung besser zu lesen ist als andere höher auflösende Farbdisplays.

Lowrance Endura Out & Back: preiswertes Kombipaket

Ausstattung: 2000 Wegpunkte, 30 Tracks speicherbar, Kartendarstellung, Betriebsdauer etwa zwei Tage, 235 Gramm, ab 239,- Euro.

Bietet alles, was man braucht. Tasten ergänzen den hellen, etwas kleinen Touchscreen. Eine Bedienung mit Stift ist zuweilen notwendig. Hervorragend in Kombination mit Zusatzprogrammen wie MagicMaps, Kompass etc. Durch sein relativ offenes Betriebssystem gibt es viele Möglichkeiten für weitere Anwendungen. Umfassende Geocachingfunktionen (Suchfilter). Einige gewöhnungsbedürftige Besonderheiten bei der Bedienung. Kartenangebot noch begrenzt. Empfehlenswert: das Kombi-Paket mit MagicMaps Scout – dort sind die ADFC-Routen bereits enthalten – für 299,- Euro.

Garmin GPSMap62s: Tourennavi mit Tasten

Ausstattung: 2000 Wegpunkte, 200 separate Tracks, Kartendarstellung, gutes Farbdisplay, Micro-SD-Kartenspeicher, Betriebsdauer etwa zwei Tage, 260 Gramm, 399,- Euro.

Sehr guter Empfänger, vielfältige Navigationsfunktionen, gute Bedienung am Fahrradlenker durch obenliegende Tasten. Die Kartendarstellung und das Farbdisplay erleichtern die Orientierung. Über den USB-Port können Karten und Daten schnell geladen werden. Die CustomMaps-Funktion erlaubt das Übertragen von Rasterkartenausschnitten (z.B. eigene gescannte Karten). Beim Map62st ist eine radtourentaugliche Europakarte an Bord (479,- Euro).

Im Innenleben fast baugleich ist die Oregon-Serie, die aber über den Bildschirm bedient wird (Touchscreen) und dadurch einen etwas schlechteren Displaykontrast hat. Wem noch kleinere Displays reichen, der sollte sich die Dakota-Klasse anschauen (ab 229,-Euro).

Garmin Edge 800: Training und Navigation per Touch

Ausstattung: 200 Wegpunkte, zahlreiche speicherbare Tracks, Kartendarstellung, Micro-SD-Karte, Betriebsdauer etwa anderthalb Tage, 98 Gramm, 399 Euro.

Die Garmin-Edge-Serie wurde speziell für den Radsport-Einsatz konzipiert. Das Spitzenmodell Edge 800 besitzt Trittfrequenz- und Pulsmesser, einen barometrischen Höhenmesser und Navigationsfunktionen. Der Edge ist sehr leicht und zeigt auch mit dem Touchscreen ein gutes Farbdisplay, leider besitzt er nur einen fest eingebauten Akku. Verschiedene, auch eigene gescannte Karten können geladen werden.

Falk Ibex – das Komfortnavi

Ausstattung: nur durch den Platz auf der Speicherkarte begrenzte Anzahl von Wegpunkten und Tracks, Bedienung über 3,5-Zoll-Touchscreen und zwei weitere Tasten, SD-Karte, Sprachnavigation, Wechselakku, Betriebsdauer etwa einen Tag, Gewicht 200 Gramm, 370,- Euro.

Die Bedienung erfolgt über zwei Tasten und den Touchscreen.

Das Gerät ist werksseitig bereits mit einer voll routingfähigen Deutschland-Karte ausgestattet, die auch das Feld- und Waldwegenetz umfasst, wobei zum Beispiel die Bevorzugung steigungsarmer Strecken oder die Vermeidung von starken Gefällestrecken möglich ist. Zusätzliche Karten sind möglich. 200.000 km Radroutennetz des ADFC sind enthalten; ebenso die über 5000 Bett+Bike-Gastbetriebe. Ebenfalls mitgeliefert werden etwa 500.000 POIS aus dem Hause KOMPASS. Weiterer Navigationskomfort: durch die Bus & Bahn-Funktion können die Radrouten mit den Haltestellen und Linien des öffentlichen Verkehrs verknüpft werden.

Weitere Premium-Outdoor-Navigationsgeräte sind der VDO GP7 (mit Transalp-Routen, 599,- Euro) und das Xplova G5 (ab 499,- Euro)

Sonderfall Falk Scout – Autonavi mit Radrouten

Falk-Autonavigationsgeräte können durch die Scout-Software von MagicMaps auch topografische Karten und ADFC-Radrouten anzeigen. Die Software ermöglicht das Laden eigener Touren und einfache Navigationsfunktionen, wobei zahlreiche Radrouten im Lieferumfang enthalten sind, ebenso wie eine Lenkerhalterung und ein mobiles Ladegerät. Das Display ist - wie bei fast allen KFZ-Navis – bei Sonnenlicht schwer abzulesen; gegen Regen hilft eine zusätzliche Schutzhülle. Für Autofahrer, die auch gerne aufs Rad steigen ist es aber durchaus geeignet.

© 2012 - Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V. (ADFC)

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