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Radreiseplanung

Richtig packen – sicher fahren

Aufmacherbild Tasche packen (c) pd-f , Velotraum, Ortlieb

Seine sieben Sachen für den Radurlaub einfach in zwei Taschen stopfen und fertig? Besser man weiß, welches Gepäckstück in welcher Tasche steckt. Und auch beim Fahren mit Gepäck gibt es einiges zu beachten.

Tipps zum Gewicht

Weniger ist mehr – das Motto gilt auch bei Radreisen, denn jedes Mehrgewicht senkt die Fahrfreude. Zu wissen, was wirklich im Radurlaub gebraucht wird, ist schon mal die halbe Miete. Hilfreich ist ein Blick auf www.adfc.de/ausruestung/checkliste-fuer-den-fahrradurlaub.

Die nächsten Fragen sind: „Was packe ich wohin? Und kann ich dann noch sicher fahren?“ Für Letzteres sollte man sich an den Angaben der Hersteller oder der Bedienungsanleitung orientieren.

Nicht nur für den Fahrspaß, auch für die Versicherung gilt: Das zulässige Gesamtgewicht des Rades (Fahrrad plus Gepäck und Fahrer) sollte nicht überschritten werden. Zur Kontrolle stellen Sie sich auf eine Waage und heben das voll bepackte Fahrrad an.

Auch die Höchstbelastung des Gepäckträgers und, so vorhanden, des Lowriders am Vorderrad sind vorgegeben. Der Aufdruck am Gepäckträger zeigt das maximale Gewicht an, das zwischen 20 und 40 Kilogramm liegen kann. Beim Lowrider sollten Sie sich auf maximal fünf Kilo pro Tasche beschränken.

Wer kein Leichtgewicht ist und mit Gepäck die Angaben des Radherstellers deutlich überschreitet, dem hilft ein Reiseanhänger. Im hügeligen Gelände höchstens 25 Kilo Gepäck – immer rutschsicher – im Trailer unterbringen. Da auch den Bremsen beim Gepäcktransport viel abverlangt wird, müssen Beläge und Einstellung in Ordnung sein.

Gute Idee: Reisen mit Lowrider

Ein Lowrider mit entsprechenden Taschen ist auch bei weniger Gepäck eine gute Idee: Das Rad läuft ausgeglichener und sicherer mit einer Gewichtsverteilung von etwa einem Drittel vorne und Zweidritteln hinten. Konzentriert sich die Last zudem auf Höhe der Radachsen, fährt sich das Rad ausgewogener und lässt sich ruhiger steuern. Das erhöht die Sicherheit in Kurven und beim Bremsen.

Grundsätzlich sind die heute üblichen wasserdichten Fahrrad-Gepäcktaschen mit Aufhängesystem die erste Wahl. Die Haken der Taschen sollten zum Durchmesser der Trägerstreben passen. Hersteller liefern Ausgleichshülsen mit; sie verhindern, dass die beladene Tasche am Träger wackelt.

Die Schwingsicherung am unteren Teil der Tasche muss so eingestellt sein, dass sie in einen Trägerholm greift. Mit Spanngurten sollten nur – wenn nötig – leichte Taschen oder Gepäckstücke wie das Zelt oben auf dem Träger befestigt werden.

In welche Tasche kommt was?

Für die Verteilung in den Packtaschen gilt: Schweres und selten Gebrauchtes wie Ersatzschuhe und Werkzeug nach unten und möglichst zur Radmitte hin packen – ein tiefer Schwerpunkt nahe der Symmetrieachse des Rads sorgt für mehr Fahrspaß. Achten Sie darauf, dass die Taschen links und rechts gleich schwer sind.

Häufig Benötigtes wie Regenjacke und Windweste sollten Sie leicht erreichbar oben in der Tasche oder in Aufsatztaschen verstauen. Für Müsliriegel sowie Kamera, Schlüssel, Papiere, Radkarte und gerade nicht genutzte Radhandschuhe sind Lenkertaschen geeignet.

Tasche packen (c) G. Bleicher










Systematisch packen

Es lohnt sich, Sachen, die zusammen gebraucht werden, in eine Tasche zu stecken. Links die Socken und rechts die Radhose wäre kontraproduktiv. Verschiedenfarbige Plastik- oder Stoffbeutel helfen dabei, dass Zusammengehöriges auch zusammen bleibt. Plastiktüten sind ein guter Tipp für nasse Badesachen – sie sollten aber bei der nächsten Möglichkeit an der Luft trocknen.

Mit Lowridertaschen verschaffen Sie sich noch mehr Überblick. Beispielsweise können Sie Sachen, die selten genutzt werden, in eine Tasche packen. Mit etwas Glück müssen Sie diese nur selten öffnen. Alles zum Kochen oder kompakte Schlafsäcke und Isomatten passen meist ebenfalls in die Fronttaschen.

Wenn es ans Beladen des Rads geht, gilt: Erst die linke, dann die rechte hintere Tasche einhängen, sonst kippt das Rad. Vorne umgekehrt. Gegen Standschwierigkeiten mit Lowridertaschen hilft manchmal ein höhenregulierbarer Hinterbauständer oder ein Lowrider mit eigenem Ständer.

Gewicht macht gelassen

Das Fahrverhalten eines Rads mit Gepäck wird insgesamt träge. Das merken Sie auch bei Steigungen: Das Fahren wird deutlich anstrengender, denn Sie müssen mehr Masse bewegen. Verzichten Sie auf den Wiegetritt, wählen Sie lieber einen kleineren Gang und fahren Sie im Sitzen weiter – das ist ohnehin entspannter und schonender.

Bei schnellen Abfahrten vermeiden Sie abrupte Schlenker und halten Sie immer beide Hände am Lenker. Besonders hecklastig bepackte Räder können bei höheren Geschwindigkeiten aufschaukeln, also langsam an höhere Geschwindigkeiten herantasten.

Ruhiger Lauf heißt auch weniger Wendigkeit

Vor allem in der Stadt werden Sie merken, dass das Rad mit Gepäck nicht so spritzig wie sonst um die Ecken fegt. Fahren Sie größere Bögen und vermeiden Sie plötzliche Lenkmanöver. Wer durch vorausschauendes Fahren häufiges Stop and Go vermeidet, fährt gelenk- und muskelschonend, denn beim Losfahren spürt man das Mehrgewicht am stärksten. Nutzen Sie also Ihre Gangschaltung fleißig.

Wenn Sie das erste Mal mit viel Gepäck unterwegs sein möchten, machen Sie sich schon vor Ihrem Urlaub mit dem Fahren mit Gepäck vertraut und üben Sie Bremsen und enge Kurven fahren. Es lohnt sich – garantiert.

Fahren mit Gewicht

Tasche packen Fahrübung (c) G BleicherTrotz des Mehrgewichts muss man das Radfahren nicht neu lernen, aber Sie sollten einige Punkte beherzigen:

  • Pumpen Sie mindestens ein halbes Bar mehr Druck in die Reifen, höchstens aber den jeweils zulässigen Druck, der auf der Reifenflanke angegeben ist.
  • Mehr Gewicht verlängert den Bremsweg: Gehen Sie nur mit perfekt funktionierenden und gut dosierbaren Bremsen auf Tour. Das gilt insbesondere für Räder mit Felgenbremsen gleich welcher Art.
  • Kommen Nässe und Mehrgewicht auf Reisen zusammen, geraten diese Bremsen an ihr Limit. Am besten lassen Sie im Fachhandel einen Blick auf Ihre Felgenflanken werfen – an den Verschleißindikatoren kann man ablesen, ob die Felgen noch ausreichend Wandstärke haben.
  • Fahren Sie mit Gepäck vorausschauend, rollen Sie nicht einzusehende Stellen langsamer an als gewohnt und verzögern Sie bei Gefälle schon, bevor es Ihnen zu schnell wird.

Georg Bleicher


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