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ADFC feiert im historischen Bremer Rathaus

Datum: 07. Oktober 2009  //  Kategorie: Über Uns

ADFC 30 Jahre Gruppenbild
Auch 13 der 17 ADFC-Gründer waren beim Empfang dabei.

ADFC-Gründer Jan Tebbe sagte: „Der ADFC soll nicht vor den Rathäusern demonstrieren, sondern in sie hinein.“ Das hat der Fahrrad-Club seit seinem Bestehen schon mehrfach geschafft – so auch zu seinem 30-jährigen Jubiläum.

Mit etwa 150 Gästen aus Politik, Fahrrad- und Tourismusbranche feierte der ADFC am Freitag, den 2. Oktober, seinen 30. Geburtstag. Der Bremer Senat hatte den Fahrrad-Club ins historische Rathaus eingeladen. Bremens Verkehrssenator Dr. Reinhard Loske begrüßte die Gäste und dankte dem ADFC für seine Arbeit in den ersten 30 Jahren und sagte: „Der ADFC wird noch weiter gebraucht.“

Senator Loske bei ADFC Empfang
Bremens Verkehrssenator
Dr. Reinhard Loske.

Der Verein habe viel verändert, so der Senator, Radfahren sei angesagt wie nie und er freue sich, dass Bremen mit einem Radverkehrsanteil von rund 25 Prozent im bundesweiten Vergleich weit vorne stehe. Aber es gäbe auch in Bremen noch Verbesserungspotenzial, räumte Loske ein. Er lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit dem ADFC, insbesondere im Projekt „Fahrradfreundlicher Kirchentag“, das dem Bremer Senat und dem ADFC die Auszeichnung „best for bike 2009“ einbrachte.

Eine verwegene Idee

Der ADFC-Bundesvorsitzende Karsten Hübener stellte dar, dass es vor 30 Jahren eine verwegene Idee war, eine Fahrradlobby gründen zu wollen und sich damit gegen die politisch gewünschte autogerechte Stadt zu stellen. Doch gute Argumente sprachen für das Rad: Schon Anfang der 1980iger Jahre organisierte ADFC-Gründer Jan Tebbe die erste Velo-City-Konferenz in Bremen. Heute, so Hübener, kann sie jährlich stattfinden, weil Metropolen wie Brüssel und Kopenhagen den verkehrspolitischen Kongress ausrichten möchten.

Doch es ist nicht nur die Verkehrspolitik, die den ADFC bewegt: Der Fahrradtourismus hat sich zum immensen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der ADFC setzt hier auf Qualität, bei den eigenen Radtourenkarten, bei den ADFC-zertifizierten Radfernwegen oder bei den fahrradfreundlichen Bett & Bike-Gastbetrieben. Der ADFC hat hohe Qualitätsansprüche durchgesetzt.

Gute Räder verdienen eine gute Lobby

Der ADFC-Bundesvorsitzende sprach auch der Fahrradindustrie ein Lob aus. Die Wertigkeit und Qualität der Fahrräder heute sei eine andere als in den Anfängen des ADFC: „Gute Räder verdienen eine gute Lobby“, so Hübener.

30 Jahre ADFC Siemering Huebener
Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik Zentrale (m.),
überreichte Karsten Hübener (l.) eine Statue der Bremer Stadtmusikanten.
Rechts Ludger Koopmann, Vorsitzender des ADFC Bremen.

Dies sei auch in der Bundespolitik angekommen, hier habe das Fahrrad ein besseres Image und ein eigenes Referat im Bundesministerium erhalten. Geleitet wird es von Ministerialrat Guido Zielke, der unter den Gästen war. Mit dem Nationalen Radverkehrsplan und dem Novellen der Straßenverkehrs-Ordnung 1997 und 2009 konnte der ADFC einige seiner Forderungen durchsetzen, aber noch nicht alle. Für den Radverkehr könnten höhere Bundesmittel fließen, daher freue er sich, sagte Karsten Hübener, dass mit dem FPD-Bundestagsabgeordneten Torsten Staffeldt aus Bremen ein weiteres ADFC-Mitglied in den Bundestag eingezogen sei.

Zum Abschluss enthüllte er das neue Logo des ADFC und lud die Gäste zu Radtouren durch Bremen ein, die in der Radstation des Bremer ADFC-Landesverbands bei einem Imbiss endeten.


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