Bundespräsident Köhler: Radfahren ist "cool"
Datum: 30. November 2009 // Kategorie: Verkehr und Recht
In seinem Grußwort zur Verleihung des diesjährigen Deutschen Umweltpreises in Augsburg forderte Bundespräsident Horst Köhler ein Umdenken für eine klimafreundlichere Zukunft. „Der Wandel ist schon im Gang. Es ist cool, mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren statt mit dem Geländewagen", sagte der Bundespräsident, der auch eine Neudefinition des Begriffs „Verzicht" anregte: „Wir sollten den Hinweis ernst nehmen, dass unser heutiger Lebensstil jede Menge Verzicht von uns fordert." Als Beispiel nannte er den Wandel von belebten und lebenswerten Innenstädten zu Einkaufszentren auf ehemals grünen Wiesen. Dies habe zur Folge, das Menschen an Hauptverkehrsstraßen auf Ruhe verzichten müssten, und Kinder und Ältere auf Bewegungsfreiheit außerhalb ihrer Wohnung.
In den nächsten Jahrzehnten käme es auf die drei Schlüsselbereiche Wissenschaft, Technologie und gesellschaftliche Veränderung an, sagte Horst Köhler. „Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter im Zeichen von Ökologie und Nachhaltigkeit", sagte der Bundespräsident. Der Wandel weg vom Öl sei ökologisch nötig und wirtschaftlich chancenreich, dabei müsste sich die Gesellschaft darüber im Klaren sein: „Es geht nicht um das Drehen an einigen kleinen Stellschrauben der Energieversorgung, und wir haben auch nicht beliebig Zeit. ... Wir werden neue Gewohnheiten entdecken. Und ich bin mir sicher: Diese Transformation wird uns zu einer neuen, einer besseren Lebensqualität führen."
Das Grußwort "Für eine Kultur der Nachhaltigkeit" zur Verleihung des diesjährigen Deutschen Umweltpreises können Sie hier auf www.bundespraesident.de nachlesen.


