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Mit dem Rad zur Arbeit 2009:
"Radfahren bei Gesundheitsförderung verstärkt mit einplanen"

Datum: 24. November 2009  //  Kategorie: Kampagnen, Gesundheit

Anklingeln vor dem Frankfurter Römer

Die eigene Gesundheit nehmen immer mehr Arbeitnehmer ernst, und auch mehr Firmen nutzen das betriebliche Gesundheits- management, wenn es darum geht, Mitarbeiter langfristig fit zu halten. "Mit dem Rad zur Arbeit", die Gesundheitskampagne von ADFC und der Gesundheitskasse AOK, hat auch 2009 wieder mehr Arbeitnehmer mobilisiert als im Vorjahr. Während der Sommermonate, vom 1. Juni bis 31. August, fuhren 171.846 Teilnehmer an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit.

Das Startsignal für die vom Bundesverkehrsministerium geförderte Gesundheitskampagne fiel in diesem Jahr in Frankfurt am Main, wo der ADFC und die AOK mit prominenten Gästen aus Politik die Aktion mit einem Fahrradkorso durch die Bankenmetropole öffentlichkeitswirksam einläutete.

Rolf Schwanitz im Römer
 

Im Vorfeld der Tour bestätigte Rolf Schwanitz, Parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundesgesundheitsministerium, im Frankfurter Römer den gesundheitlichen Nutzen des Radfahrens: "Das Fahrrad ist ein ideales Instrument, um etwas gegen Bewegungsmangel zu tun." Zusammen mit falscher Ernährung sei zu wenig Bewegung hauptsächlich für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht verantwortlich. "Mit dem Rad zur Arbeit" sei geradezu vorbildlich für andere Präventionskampagnen - sie habe es geschafft, viele Menschen auch ohne erhobenen Zeigefinger zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen.
Und ebenfalls im Frankfurter Römer sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Kasparick, für den Radverkehr bestünde noch ein großes Potenzial: 30 Prozent aller Verkehrswege in Ballungsräumen könnten in den nächsten Jahren mit dem Fahrrad und dem öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt werden.

Firmen fördern Fahrradverkehr
Das Gesundheitspotenzial erläuterte Armin Falkenhein, der Initiator der Gesundheitskampagne, bereits im Mai auf dem ersten Nationalen Radverkehrskongress in Berlin. Vor dem Fachpublikum forderte er: "Wir brauchen neue, übergeordnete Ziele. Auch bei der Gesundheitsförderung muss das Fahrrad verstärkt mitgeplant werden." Ein Anfang ist mit der Einbindung in den Nationalen Aktionsplan "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" gemacht, der von den Bundesministerien für Gesundheit sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiiert wurde.

Wer sich für seine private Gesundheits-vorsorge spätestens am 1. Juni 2010 wieder mehr Rad fahren möchte, kann sich auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de für einen Erinnerungs-Newsletter zur zehnten Gesundheitskampagne von AOK und ADFC anmelden.  

Auch immer mehr Betriebe legen Wert auf gesunde Mitarbeiter, wie die Betriebskoordinatoren der Gesundheitskampagne berichten. Die vom Bundesverkehrsministerium geförderte Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" gehört bei vielen Firmen bereits zum internen Gesundheitsprogramm. Dass die Geschäftsführungen mit der Gesundheitskampagne richtig liegen, bestätigt eine in diesem Jahr vielzitierte Studie aus den Niederlanden. Das Forschungsinstitut TNO aus den Niederlanden hat festgestellt, dass Arbeitnehmer, die täglich Radfahren, im Durchschnitt einen Tag pro Jahr weniger krank sind. Abgesehen von den direkten wirtschaftlichen Vorteilen schafft die morgendliche Frischzellenkur gute Laune, und gut gelaunte Mitarbeiter sind letztlich auch produktiver.

Nutzen: Gesundheit, Kosten sparen, Klima schützen
Neben der eigenen Gesundheitsvorsorge motivierten auch 2009 die Kosteneinsparungen durch weniger Benzingeld sowie der Klima- und Umweltschutzgedanke zum Umsteigen aufs Rad. Ein Beispiel für besonders engagierte Unternehmen ist der Stuttgarter Shimano-Importeur und Kampagnen-Sponsor Paul Lange & Co. Bei "Mit dem Rad zur Arbeit" gingen über 40 Teilnehmer im Team "LANGEMobil" an den Start. Sie legten gemeinsam über 36.000 Kilometer zurück und sparten so 3.000 Liter Kraftstoff und 6,2 Tonnen CO2 ein. Ihr Fazit: "Nicht auszudenken wie sauber und leise unsere Städte sein könnten, wie fit die Radler, nicht zu reden von den gesparten Kosten und den positiven Auswirkungen auf das Klima ...!"

Wie viel CO2 und Benzingeld jeder Teilnehmer auf seinen täglichen Radfahrten einspart, zeigt auch nach dem Aktionsende der Einsparrechner auf www.adfc-bw.de/mit-dem-rad-zur-arbeit/radzurarbeit-mitmachen/einspar-rechner/

Wichtig: persönlicher Kontakt zur Motivation
ADFC und AOK haben mit Anzeigenkampagnen und Flyern für die Aktion geworben, und zahlreiche Sponsoren haben "Mit dem Rad zur Arbeit" mit Sachpreisen unterstützt. Ein Newsletter für alle Teilnehmer, die Infos auf den Internetseiten und SuperTEAM-Wettbewerb begleiteten die Teams über die drei Monate und motivierten zum Mitmachen. Am wichtigsten aber bleibt der persönliche Kontakt über die Betriebskoordinatoren und ADFC-Mitglieder, die die Gesundheitskampagne in den Betrieben bekannt machen und an die Anmeldung zum Start erinnern. Wie auch im kommenden Jahr, dann startet die zehnte Gesundheitskampagne.
Infos: www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Mit dem Rad zur Arbeit 2009 wurde unterstützt und gefördert von:

 

 

Carsten Schabacher


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