Markus Hübner unterwegs
Kilometer 3337: Allgäu
Iller, Lech, Isar, Inn fließen rechts zur Donau hin, Altmühl, Naab und Regen fließen ihnen entgegen. Wer kennt nicht den Spruch aus dem Geografieunterricht aus der Schule? In umgekehrter Reihenfolge habe ich die rechten Flüsse alle überquert und in der Isar und im Lech gebadet. Nur kurz, da die Wassertemperatur einen wieder auf das Trockene treibt.
Ich genieße das Allgäu, das im Gegensatz zu den „richtigen Alpen" eine sanfte Landschaft ist. Die Alpen im Blick fahre ich hier über leichte Hügel. Umgeben von Wiesen, die so saftig und knackig aussehen wie frischer Salat. Hier sind die hellbraunen Kühe mit den wuscheligen Ohren wirklich glücklich. Durch die hier überwiegend betriebene Milchwirtschaft gibt es die vielen Sennereien (da wird die Milch zu Käse verarbeitet).
Die Bauern und Sennereien verkaufen ihre Produkte regional, dadurch bekomme ich frische, unbehandelte Milch zu trinken. Da bleibt mein Milchpulver für das morgendliche Müsli in der Tasche und statt Tee gibt es die leckere Milch vom Bauern.
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Fast jede Sennerei hat einen kleinen Hofladen, in dem die verschiedenen Käse- und Quarksorten direkt verkauft werden. Oft kann man einen Blick auf die runden Käseräder werfen, die hier in aller Ruhe reifen. Ich kaufe mir einen riesigen Becher Erdbeerquark und einen Frischkäse, der mit bunten Wiesenkräutern verfeinert ist.
Eine Hälfte des Käses lege ich mir als dicke Scheibe zum Mittag auf mein Brötchen, die andere Hälfte kommt als Ergänzung in den Salat zum Abend oder ins Risotto. Am liebsten würde ich noch viel mehr Käse kaufen, aber der wird mir bei dem warmen Wetter schlecht. Vielleicht finde ich ja morgen noch eine Sennerei. Aber an einem Glas frischem Bärlauchpesto komme ich doch nicht vorbei. Das hält sich bis morgen und wird die Soße für meine Nudeln.
Wenn das Wetter schön ist, und ich vor dem Zelt in lauer Sommerluft kochen kann, ist ein gutes Essen der krönende Tagesabschluss.





