Markus Hübner unterwegs
Kilometer 5888: Rückkehr nach Bremen
Ich fahre auf der rechten Weserseite von Nordenham kommend nach Bremen. Auf der Steffanibrücke, auf der die Radfahrer unterhalb des Autoverkehrs die Weser überqueren, halte ich kurz an.
Flussaufwärts schweift mein Blick über meine Heimatstadt. Der Dom, die Schlachte und ganz rechts die Brauerei, deren malzigen Duft ich wieder schnuppere. Ich bin zu Hause. Mir fällt auf, das die vier Monate für mich den Begriff Heimat mit neuem Inhalt gefüllt haben.
Nach einem Kilometer bin ich auf dem Marktplatz. Hier am Roland bin ich am 1. Mai aufgebrochen. Die Temperatur ist heute so wie damals. Ich habe den Sommer auf dem Rad verbracht. Ich sah die Natur im frühsommerlichen Aufbruch und ich konnte die Bauern bei der Ernte beobachten.
Die Bäume waren damals in frischen grünen Farben gekleidet und heute fallen die ersten Blätter. Es ist eine wunderbare Erfahrung, diesen Zyklus einmal auf dem Rad zu erleben.
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Weser-Radweg
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» www.bremen.de
Neben dem Rathaus, im Stil der Weserrenaissance gebaut, stehen die Stadtmusikanten. Die Füße des Esels sind blank gescheuert. Wer sie ein Mal berührt hat, kommt immer wieder nach Bremen zurück, sagt man. In den nächsten Tagen gehe ich noch in den Dom.
Dort im hinteren linken Teil gibt es die Ostkrypta. Es ist ein Ort der Stille. Ich genieße die Ruhe oft nach einem Stadtbummel. Nun kann ich dort das ein oder andere Bild meiner Radreise rund um Deutschland Revue passieren lassen.
5.888 Kilometer, unzählige Städte, Flüsse, Wälder und Berge. Die Menschen haben meinen Eindruck der Orte mitgeprägt. So war es wohl immer dort am schönsten, wo die Menschen freundlich waren. Ich bin langsamer gefahren als geplant, und rückblickend war ich immer noch zu schnell. Wer die Welt sehen und erleben will, muss anhalten und sie betrachten und genießen.






