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Leser-Tourentipps

Von der Elbe über die Müritz zur Oder

Forsthaus Glaisin (Foto: Gerhard Frank)

Der Mecklenburgische Seenradweg beginnt in Lüneburg, verläuft von Bleckede bis Dömitz an der Elbe und endet in Usedom. Wir begannen unsere Seenradtour aber in Wittenberge.

Ursprünglich wollten wir die Bahn von Riesa über Priestewitz und Cottbus benutzen. Da aber von Dresden bis Cottbus nur fahrradunfreundliche, alte Wagen verkehren, planten wir um und fuhren über Elsterwerda und Berlin-Hauptbahnhof nach Wittenberge.

In Wittenberge wurden wir gleich von einem kräftigen Regenguss begrüßt. Ein freundlicher Taxifahrer wies uns den Weg, indem er noch hinter uns herfuhr und seine Angaben konkretisierte.

Als 1. Etappe am Mittwoch, dem 03.06.09, wollten wir über Müggendorf bis Lenzen fahren. Da Nord-West-Wind, Windstärke 5, mit Regenschauern herrschte, war das keine einfache Aufgabe, aber wir bewältigten das mit 41 Kilometern Gesamtstrecke.

Unterwegs wurden wir zweimal von freilaufenden Hunden belästigt und zu allem Überfluss hatte sich das Schaltseil von Ursulas Schaltung verselbständigt, so dass in Müggendorf eine längere Reparatur anstand. Wir übernachteten in einem Hotel in Lenzen.

Die 2. Etappe am Donnerstag, dem 04.06.2009, führte uns über 52 Kilometer von Lenzen über Ludwigslust, Göhren und Bresegard bei Eldena nach Glaisin. Starker Gegenwind mit Regenschauern war wieder angesagt, aber wir fanden meist ein Buswartehäuschen zum Unterstellen. Außerdem hatten wir vorsorglich unsere Regenanzüge angelegt.

Die 3. Etappe am Freitag, dem 05.06.2009, endete mit 74 Kilometern zurückgelegter Strecke in Lübz. Wir durchfuhren Hornkaten, Techetin, Ludwigslust und fanden nach einer Irrfahrt den Radweg an der B 191 bis Neustadt-Glewe. In Ludwigslust besichtigten wir noch die schöne Schlossanlage. Weiter ging die Fahrt über Neuhof, Krim (Abkürzung), Parchim-Nord, Stralendorf und Beckendorf nach Lübz.

Die 4. Etappe am Sonnabend, dem 06.06.2009, verlief von Lübz nach Röbel mit 62 Kilometern über Benzin, Plau am See, Silbermühle, Bad Stuer und Rogeez nach Käselin. Dort kürzten wir mit der B 198 bis Dambeck ab und befuhren aber weiter den Radweg über Minzow und Kroneiche nach Röbel.

Der Wind hatte sich von Süd-West auf Ost gedreht, so dass wir wieder Gegenwind hatten. Der Abschnitt von Plau bis Bad Stuer ist zwar als „Radweg" ausgewiesen, ist aber tatsächlich ein schlechter Wanderweg durch den Wald (Wurzeln, Sand) und sehr schlecht mit Gepäck zu befahren. Das gleiche gilt für den Abschnitt von Rogeez bis Käselin durch Wald und Feld.

Man wird zwar gewarnt, dass jetzt ein schlechter Wegabschnitt kommt, aber das ändert nichts an der Sachlage! Da wir durch die anstrengenden Tage bereits sehr geschafft waren, legten wir in Röbel am Sonntag einen Ruhetag ein und übernachteten in einer Ferienwohnung in Röbel.

Am Sonntag, den 07.06.2009, fand des Hafen- und Fischfest am Hafen von Röbel statt, das wir besuchten.

Mit der 5. Etappe am Montag, dem 08.06.2009, starteten wir in Röbel und fuhren bis Neubrandenburg 75 Kilometer. Unsere Reise führte zunächst über Gneve, Vietzen und Boeker Mühle nach Boek. Dort rasteten wir. Wir befragten einen Ortskundigen, denn wir hatten die Weiterfahrt durch den Wald über Speck, Klockow nach Ankershagen geplant.

Dieser freundliche Mann schlug uns die Weiterfahrt über die Busroute Richtung Speck und am Abzweig nach Speck geradeaus nach Granzin am Pagelsee vorbei vor. Diese Wegführung ist neu und auf unserer Karte noch nicht vorhanden. Diesen Ratschlag befolgten wir und er erwies sich als Volltreffer! Allerdings wurden wir vor Granzin von einem Regen- und Hagelschauer überrascht und es war keine Unterstellmöglichlkeit vorhanden.

Weiter ging es über Dalmsdorf und Pieversdorf (Sandwüste!) nach Ankershagen. Vor Ankershagen kamen zwei uns bekannte Radsportfreunde vom Sportclub Riesa entgegen, die von Kopenhagen kamen. Nach einem längeren Gedankenaustausch fuhren wir dann weiter über Groß Vielen, Alt Rehse und den Tollensesee-Rundweg entlang bis Neubrandenburg.


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