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Leser-Tourentipps

Kartoffel-Tour - Radtour durch das bayerische Schwaben

Vorbereitung
240 km Radeln in drei Tagen, wer macht das schon? Aber es war ein Geschenk, und wie sagt man so schön „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul". Wir sind nicht die typischen Sportler, die so etwas freiwillig machen. Aber unsere Freunde haben es sicher gut gemeint. Warum tut man sich das an? Um sich selbst etwas zu beweisen? - eigentlich nicht. Um fit zu bleiben? - eher weniger. Um Spaß zu haben - schon eher.

Jetzt mussten wir uns mit dem Thema beschäftigen! Karten wurden gelesen, Programm studiert - oh Schreck - da steht ja etwas von einem alpinen Aufstieg. Aber egal, jetzt gibt es kein Zurück mehr (vielleicht gibt es ja auch eine Abkürzung). Satteltaschen wurden besorgt und schon mal überlegt, was braucht man für drei Tage. Möglichst wenig, jedes Kilo ist entscheidend. Die Verteilung sollte gerechterweise auf zwei Fahrräder erfolgen. Zehn Minuten vor dem Start wurde dann doch entschieden, alles auf einem Rad unterzubringen. Das kann ja heiter werden.

Frühzeitig aufstehen, Fahrräder aus der Garage holen, Gepäck verstauen und los geht's! Von zuhause fahren wir um 8.30 Uhr los zum Treffpunkt Waldvogel. Schließlich wollen wir nicht die Letzten sein. Aber was ist das, eisige Kälte und Nebel. Die Brille beschlägt so stark, das man fast nichts mehr sieht. Am Waldvogel warten dann schon die Ersten. Begrüßung, Smalltalk und ein bisschen Beschnuppern.

Ganz vorsichtig schätzt man schon mal ab, wie sportlich oder nicht der eine oder andere ist. Der erste Eindruck ist nicht schlecht - scheint eine nette Gruppe zu sein. Peter wird bereits als Leit-Ham.... ausgemacht. Jetzt kommt auch noch die Prominenz (Landrat Hafner, die Chefin vom Regionalmarketing, einige Kartoffelwirte und der Gastgeber des Startortes, H. Ihle). Wir fühlen uns auf einmal sehr wichtig, obwohl wir nur abseits stehen und die Prominenz sich unter sich unterhält. Zur Einstimmung werden Buebespitzle und selbst hergestellter Apfelsaft angeboten - einige wollten bereits einen Kartoffelschnaps - zwar etwas früh am Tag, aber bei dieser Saukälte verständlich.

Treffpunkt aller Teilnehmer war um 9.00 Uhr - jetzt ist es bereits 9:30 Uhr - und es fehlen immer noch einige Teilnehmer und die Presse. Presse? - ja was, kommen wir jetzt auch noch in die Zeitung? Endlich kommt die Presse, und auf einmal wird es hektisch - nicht einmal der Kaffee darf ausgetrunken werden. Also Startaufstellung, Startfotos und los geht's.

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