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ADFC-Fahrradklima-Test 2014

Die Ergebnisse

ADFC-Fahrradklima-Test 2014 Auszeichnung im Bundesverkehrsministerium: Die Spitzenreiter (c) Dirk Michael Deckbar

Über 100.000 Bundesbürger haben im Herbst 2014 am großen ADFC-Fahrradklima-Test teilgenommen und die Fahrradfreundlichkeit ihrer Wohnorte bewertet. Am 19. Februar 2015 wurden je zwölf Städte als „Spitzenreiter“ und „Aufholer“ in Sachen Fahrradfreundlichkeit ausgezeichnet. Die Urkunden überreichten Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), und Ulrich Syberg, Bundesvorsitzender des ADFC, in Berlin.

ADFC-Fahrradklima-Test 2014 –
Alle Ergebnisse in der Übersicht

Das Städteranking
 ADFC-Fahrradklima-Test 2014 Städteranking

Die Ergebnisse nach Stadtgrößen-Gruppen
 ADFC-Fahrradklima-Test 2014 Stadtgrößen

Die Städte nach Bundesländern
 ADFC-Fahrradklima-Test 2014 Länder

Die Fragen des ADFC-Fahrradklima-Tests 2014
 ADFC-Fahrradklima-Test 2014 Umfragebogen

Hinweise zur Interpretation der Daten
 Hinweise zur Dateninterpretation

Die Vorträge der Fachveranstaltung

von Projektleiter Thomas Böhmer
 Präsentation Fachveranstaltung Böhmer

von Ute Hick-Weber, Stadt Regensburg
 Präsentation Klimatest Hick-Weber

von Michael Milde, Stadt Münster
 Präsentation Klimatest Milde

von Burkhard Stork, ADFC-Bundesgeschäftsführer
 Präsentation Burkhard Stork (ADFC)

Städte nach Gemeindekennziffer mit Mindesteilnehmerzahlen und Städte, die mit 30 bis 49 Teilnehmern knapp eine Wertung verpasst haben
Liste Teilnehmerstädte und Städte mit 30-49 Teilnehmern

Ergebnistabelle Städte mit 30 bis 49 Teilnehmern
 ADFC-Fahrradklimatest 2014 Ergebnistabelle Städte mit 30 bis 49 Teilnehmern

Zur interaktiven Deutschland-Karte mit den Ergebnissen der Städte geht es hier.
Klicken Sie auf der Karte auf die gewünschte Stadt und laden Sie die Ergebnisse als PDF-Datei herunter. Das PDF sollte den Stand: 02.03.2015 haben. Es gibt eine Variante für OpenStreetMap, die für Screenshots und Ausdrucke verwendet werden sollte.
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Bei Aufruf-Problemen der interaktiven Karte schreiben Sie bitte an fahrradklimatest@adfc.de mit einem Screenshot des Fehlers.

Die „Spitzenreiter“, also die Bestplatzierten im ADFC-Fahrradklima-Test 2014, sind Münster, Karlsruhe, Freiburg, Erlangen, Oldenburg, Ingolstadt, Bocholt, Nordhorn, Wesel, Reken, Ketzin und Rhede. Viele dieser Städte sind alte Bekannte auf den ersten Plätzen des Tests, der in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführt wurde.

Staatssekretär Bomba sagte: „Mein Anliegen ist es, gemeinsam mit allen Akteuren die Rahmenbedingungen für den Radverkehr weiter zu verbessern. Deshalb fördern wir den Fahrradklima-Test des ADFC im Zuge der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020. Fahrradfreundlichkeit ist aber auch ein guter Gradmesser für die Lebensqualität einer Stadt.

Der Anteil des Radverkehrs ließe sich weiter erhöhen, wenn sich Radfahrerinnen und Radfahrer gut und sicher im Straßenverkehr fühlen. Der Fahrradklima-Test gebe genau darüber Aufschluss, so Bomba weiter. Er zeichne Kommunen aus, die den Radverkehr besonders vorantreiben, und biete den anderen zugleich konkrete Anhaltspunkte für Verbesserungen – sei es bei der Sicherheit, dem Wegenetz oder auch bei den Abstellmöglichkeiten. „Die Auszeichnung ist damit Dank und Ansporn zugleich“, sagte Bomba.

ADFC-Fahrradklima-Test 2014_Die Aufholer (c) Dirk Michael DeckbarBesondere Aufmerksamkeit zollten ADFC und BMVI den Aufholer-Städten, die sich im Vergleich zum ADFC-Fahrradklima-Test 2012 am stärksten verbessert haben: Wuppertal, Augsburg, Stuttgart, Göttingen, Heilbronn, Trier, Schwerin, Iserlohn, Norderstedt, Heiligenhaus, Eschborn und Ilmenau.

Der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg sagte: „Städte, die den Radverkehr voran bringen, können sicher sein: Ihr Engagement kommt an – die Menschen bemerken die Verbesserung. Wuppertal ist hier beispielhaft mit seiner neuen Nordbahntrasse. Durch sie ist es möglich, selbst in dieser extrem hügeligen Stadt komfortabel und sicher Rad zu fahren.“

Fahrradfreundlichkeit hebe das Image einer Stadt, mache sie attraktiv als Wirtschaftsstandort, für Neubürger und Touristen, zudem schaffe eine gute Fahrradinfrastruktur Anreize, auch mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren, so Syberg. Das bringe Vorteile für die Gesundheit und Zufriedenheit der Menschen - und entlaste die Stadt von Lärm und verstopften Straßen. „Investitionen in den Radverkehr sind Investitionen in die Zukunftsfestigkeit und Attraktivität einer Stadt“, sagte Ulrich Syberg.

Schlechte Noten für Parken auf Radwegen und Ampelschaltungen
Die meisten Teilnehmer des ADFC-Fahrradklima-Tests sind zufrieden mit der Erreichbarkeit von Zielen mit dem Rad (Schulnote: befriedigend). Auch die Kernfrage: „Bei uns macht Radfahren Spaß bzw. Stress“ wird recht positiv bewertet (Note: befriedigend). Genervt sind die Radfahrenden vor allem von geduldetem Parken auf Radwegen, von ungeeigneten Ampelschaltungen, fehlendem Winterdienst für Radwege sowie Unterbrechungen durch Baustellen (Note: ausreichend bis mangelhaft). Und: Die Mehrzahl fühlt sich beim Radfahren nicht sicher (Note: ausreichend).

Syberg: „Wenn sogar die Intensiv-Radfahrer sagen, dass sie sich mit dem Rad auf der Straße nicht sicher fühlen, dann schrillen bei uns die Alarmglocken. Denn wir wissen aus internationalen Studien, dass die gefühlte Sicherheit der entscheidende Faktor ist bei der Frage: Steige ich aufs Rad oder ins Auto. Wer mehr Radverkehr will, muss hier ansetzen.“ Geeignete Maßnahmen wären: Geringeres Verkehrstempo – also mehr Tempo-30-Zonen – und mehr komfortable und klar erkennbare Radwege.

Fahrradfreundlichkeit muss nicht teuer sein
Aber auch mit wenig aufwändigen Maßnahmen ließe sich das Fahrradklima wirkungsvoll verbessern: Durch einen Herbst- und Winterdienst für Radwege sowie radfahrerfreundliche Lösungen an Baustellen. Gegen das große Ärgernis der zugeparkten Radwege hilft nur höherer Verfolgungsdruck durch die Behörden, so der ADFC.

Daten und Fakten zum ADFC-Fahrradklima-Test 2014
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und wurde im Herbst 2014 zum sechsten Mal durchgeführt. Der Fahrradklima-Test wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans.
Über 100.000 Menschen stimmten ab – eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem letzten Test im Jahr 2012. Die Zunahme führt der ADFC auf das wachsende Interesse am Thema Fahrrad und Radverkehr zurück. 468 Städte kamen in die Wertung (im Vergleich: 332 in 2012).


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