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Dienstfahrräder

Geldwerter Vorteil für Fahrrad-Pendler

Wer Rad fährt, kann Geld sparen (Foto: ADFC/Norgand Schwarzlose)

Die Landesfinanzminister haben geregelt, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Dienstfahrräder zu gleichen Konditionen wie für Dienstwagen zur Verfügung stellen können.

Den „geldwerten Vorteil“, der mit dem privaten Nutzen eines Dienstrads verbunden ist, versteuern Arbeitnehmer wie beim Dienstwagen pauschal mit monatlich einem Prozent des Listenpreises. Auf schnelle Pedelecs, die mit bis zu 45 Kilometern in der Stunde Kraftfahrzeuge sind, traf diese Regel schon vorher zu.

Der Nutzwert eines Dienstfahrrads für Privatfahrten dagegen wurde bisher komplett mit dem individuellen Satz der Einkommensteuer versteuert. Oder der Arbeitnehmer musste für das Finanzamt jede einzelne Fahrt im Fahrtenbuch festhalten – getrennt nach dienstlichen und privaten Anlässen sowie dem Arbeitsweg.

Die neue Regel stellt die Fahrer eines Dienstrads sogar besser als die eines Dienstwagens, denn der Weg zur Arbeit muss nicht mit 0,03 Prozent je Entfernungskilometer zusätzlich versteuert werden. Ein Rechenbeispiel: Der Listenpreis des Fahrrads wird auf volle 100 Euro abgerundet. Kostet das Fahrrad 1.099 Euro, zahlt der Fahrer auf 1.000 Euro monatlich ein Prozent Einkommensteuer und in der Regel auch die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung. Monatliche Berechnungsgrundlage sind also zehn Euro.

Bei einem individuellen Steuersatz von 25 Prozent würden etwa 4,50 Euro Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen. Eine Beispielrechnung für ein Pedelec (bis 25 km/h) mit einem Listenpreis von 2.200 Euro: Auf das eine Prozent (22 Euro) hätte der Arbeitnehmer bei gleichem Steuersatz monatlich etwa zehn Euro an Finanzamt und Sozialversicherung zu entrichten. Ein weiteres Plus: „Die Pauschale für den Arbeitsweg von 0,30 Euro je Entfernungskilometer kann man auch mit dem Dienstrad geltend machen“, sagt Monika Volkmer, Steuerberaterin und ADFC-Vorsitzende in Aachen.

Das sind attraktive Konditionen – und doch ist der Dienstrad-Erlass nicht überall auf Zustimmung gestoßen. Einige Steuerberater halten ihn für überflüssig, da sich Finanzämter bislang nicht für das Thema interessierten – was nicht heißt, dass dies so bleibt. Der ADFC hatte sich für eine Versteuerung von 0,5 Prozent eingesetzt. Steuerberaterin Volkmer sagt: „Ein Prozent ist im Vergleich zum Auto mit seinen höheren Betriebskosten zu viel. Es wäre praktikabler gewesen, man hätte die private Nutzung von Diensträdern unter eine bestehende monatliche Pauschale für Sachbezüge von 44 Euro gefasst.“

Wie beim Pkw kommt es beim Dienstfahrrad nicht auf die Anteile von dienstlichen und privaten Fahrten an. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bleiben beim Dienstfahrrad sogar ganz außen vor. Die Unsicherheit über die Steuerpraxis hatte bisher viele Unternehmen davon abgehalten, Diensträder zum privaten Gebrauch anzubieten – obwohl das Dienstrad ihren Arbeitnehmern verglichen mit einer Lohnerhöhung finanzielle Vorteile bringt.


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