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Reiseapotheke

Gegen Zecken und Sonne – Tipps für die Radreise

Wer auf Radreisen geht, will sich erholen. Doch manchmal wird der Aufenthalt in der Natur geradezu lästig: Mücken machen die Pause zur Qual, Zecken wandern über die Picknickdecke, die Sonne verbrennt die Haut oder löst Allergien aus.

Tipps gegen Zecken

Die Spinnentiere warten etwa von März bis November im Gestrüpp und hohen Gräsern auf ihre Opfer – auch auf Radfahrer. Duftstoffe, Körperwärme und Erschütterungen locken sie an. Besonders gerne stechen sie vormittags und am frühen Abend zu – und suchen sich Kniekehlen, Achselbereich und andere Regionen mit dünnen Hautstellen aus. Zeckenstiche spürt man nicht, daher sollte man sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich absuchen.

Für das Entfernen von Zecken gibt es spezielle Zangen oder Karten mit schriftlichen Anleitungen. Können Sie die Zecke nicht komplett herausziehen, suchen Sie Einen Arzt auf. Öl, Alkohol oder Nagellackentferner sind tabu: Wenn die Zecke stirbt, entleert sie ihren Darminhalt in die Wunde, in dem Borrelien stecken können.

Greifen Sie die Zecke dicht an der betroffenen Hautstelle und halten Sie sie etwa eine Minute mit leichtem Zug, oft lassen Zecken dann von alleine los. Nicht drehen, der Kopf könnte stecken bleiben. Wunde desinfizieren.

Die Einstichstelle beobachten: Bei einer Borreliose kann der Rote Fleck größer werden, mittig ist er meist bleich. Die sogenannte wandernde Röte kann noch bis zu vier Wochen später entstehen. Doch nicht immer entwickelt sie sich. Um sicherzugehen, können Sie beim Arzt die Zecke auf Erreger oder sich selbst untersuchen lassen.

Radfahrer können sich mit langen Hosen und Hemden, geschlossenen Schuhen sowie mit Insektenschutzmitteln schützen. Sie verändern Körpergeruch, Temperatur und Feuchtigkeit der Haut. Mücken und Zecken haben dann Schwierigkeiten, ihre Opfer zu orten. Etwa alle zwei bis vier Stunden erneut auftragen.

Tipps gegen zu viel Sonne

Sonnenbrand und sogenannte Sonnenallergien können vor Allem Menschen mit hellen Hauttypen den Aufenthalt im Freien ganz schön vermiesen. Radurlauber, die mehrere Stunden im Sattel sitzen, begegnen der Sonne besser gut geschützt – mit Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor.

Sonnencreme großzügig und wiederholt auftragen, denn durch Schwitzen ist der Schutz schnell zerstört. Bei einigen Cremes entfaltet er sich rund 30 Minuten nach dem Auftragen. Sehr hellhäutige Menschen können etwa drei Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben, mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 etwa eine Stunde (3 x 20 Minuten). Diese Zeit lässt sich durch Erneutes Eincremen nicht verlängern.

Sonnenlicht besteht aus UV-A- und UV-B-Strahlung. Letztere sorgt für den Eigenschutz der Haut durch Bräunen. Dieser Schutz lässt sich nicht durch den Besuch eines Solariums aufbauen: Auf der Sonnenbank bekommt der Körper UV-A-Strahlen ab, die Haut bräunt zwar, bildet aber keinen Eigenschutz und das Hautkrebsrisiko steigt.

Sonnenallergiker bekommen Pusteln und Quaddeln. Sie können beim Hautarzt gezielt vorbräunen und sollten antiallergische Cremes im Reisegepäck haben. Sind die Pusteln erstmal da, mit Kleidung die betroffenen Hautpartien abdecken. Das gilt auch beim Sonnenbrand. Er ist eine Verbrennung ersten Grades, bilden sich Blasen, handelt es sich um eine Verbrennung zweiten Grades. Leichte Hautrötungen kühlt man mit After-Sun- Produkten, stärkere Rötungen kann man ein bis zwei Stunden durch Umschläge kühlen – nicht bei Kindern, sie unterkühlen schnell –, auch Quark oder Joghurt aus dem Kühlschrank helfen. Viel Wasser trinken. Bei starken Schmerzen, Brandblasen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt auch, wenn Babys und Kleinkinder einen Sonnenbrand haben.

Tipps für die Reiseapotheke

Neben Verbandsmaterialien wie Heftpflastern, Mullbinden und Kompressen gehören auch eine Anleitung zur Ersten Hilfe, Mittel gegen Durchfall, Sonnenbrand, Allergien, Verbrennungen, Prellungen, Verstauchungen und Insektenstiche sowie Sonnenschutz- und Insektenschutzmittel ins Reisegepäck.

Notrufnummern im Handy speichern und dafür sorgen, dass es immer geladen ist. Im Ausland können auch die Telefonnummern der Botschaft, des/der Hotels und des Geldinstituts hilfreich sein.

Außerdem empfiehlt sich ein Auslandskrankenschein und zusätzlich eine Reisekrankenversicherung, die im Allgemeinen Medikamente, Arzt- und Krankenhauskosten und eventuell den Rücktransport gegen Beleg bezahlt. Eine Reiseunfallversicherung ergänzt die Unfallversicherung.

Wer ins Ausland reist, kann sich zum Beispiel auf der Internetseite des Tropeninstituts medizinische Informationen für sein Reiseziel besorgen. Reisende mit erhöhtem Krankheitsrisiko sollten vor der Reise mit ihrem Arzt sprechen und das Risiko abwägen.

Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte sicherstellen, genügend dabei zu haben und dass die Medikamente noch nicht ablaufen. Schutzimpfungen sollten sechs Wochen vor Reiseantritt aufgefrischt werden.

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Vorbereitungen:

  • Schutzimpfungen aufgefrischt (im Impfpass nachschauen; etwa sechs Wochen vorher)
  • Auslandskrankenschein von der Krankenkasse besorgt
  • Reisekrankenversicherung notwendig? abgeschlossen
  • Reiseunfallversicherung notwendig? abgeschlossen
  • Telefonnummern der Botschaft, des/der Hotels und des Geldinstituts im Mobiltelefon gespeichert
  • Telefonnummer zur Sperrung von gestohlenen Kredit- und Bankkarten gespeichert:+49/ 116 116 (aus dem Ausland gebührenpflichtig)
  • Aufladegerät eingepackt (Evtl. Adapter für Streckdosen mitnehmen)

für den Sonnenschutz:

  • Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor eingepackt
  • Lange, dünne Bekleidung eingepackt

Reiseapotheke:

Medikamente eingepackt...

  • die man regelmäßig braucht,
  • auf Verfallsdatum geachtet: 

Für Radfahrer gibt es  extra Erste Hilfe-Pakete von zum Beispiel Deuter oder Ortlieb.

Was man an Verbandsmaterial mitnehmen sollte:

  • Rolle starres Heftpflaster, 2,5 Zentimeter breit
  • weitere Pflaster
  • Desinfektionsmittel
  • Sterile Wundkompressen
  • Elastische Wundverbände in verschiedenen Größen
  • Mullbinden/Verbandspäckchen in verschiedenen Größen
  • Klebeband
  • Schere
  • Splitterpinzette und Dreieckstuch
  • Zeckenzange oder -karte
  • Anleitung zur Ersten Hilfe

 


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