
Viel los: Insgesamt 50.000 Besucher:innen vermeldeten die Veranstalter. © Cyclingworld Düsseldorf/Nils Längner
Schwungvolle Fahrradmesse zum Frühlingsstart
Auf der Cyclingworld Düsseldorf herrschte beste Stimmung: Von der bleiernen Schwere, die seit Jahren auf der krisengeschüttelten Branche liegt, war in Düsseldorf nichts zu spüren. Die zahlreichen Ausstellenden trafen auf knapp 50.000 Besuchende.
Die Hallen, Außenbereiche und Teststrecken auf dem Messegelände und der zusätzlichen Fläche in der Innenstadt waren pickepackevoll. Hier zeigen wir einige große und kleine Highlights der Messe.

Orbea Kimu 16: Lauf- und Fahrrad
Erst lernt das Kind das Balancehalten auf dem Laufrad, dann das Pedalieren auf dem ersten Fahrrad. Bei Orbea muss man dafür nicht zwei Räder kaufen: Das Kimu mit 16 Zoll-Laufrädern ist nämlich beides in einem: Als Laufrad sind Kette und Kurbeln abgedeckt, und das Kind kann sich bereits an die Scheibenbremsen gewöhnen. Später können dann die Abdeckungen entfernt und die Pedale montiert werden. Geringes Gewicht und kindertaugliche Komponenten sollen Sicherheit und Fahrspaß garantieren. Eine mitgelieferte längere Sattelstütze sorgt dafür, dass das Kind nicht zu schnell aus dem Rad herauswächst. Es kostet 499 Euro. Weitere Infos gibt es bei Orbea.
Cyclingworld-Award-Gewinner: Iumentum-Lastenrad
Eine Jury hatte im Vorfeld der Cyclingworld aus eingereichten Produkten ihre Favoriten gewählt. Sieger aller Klassen und damit „Produkt des Jahres“ ist das sportliche Lastenrad von Iumentum. Es ist in drei Rahmengrößen für Personen von 144 bis 200 Zentimetern Körpergröße erhältlich. Der Hersteller achtet sehr aufs Gewicht: Die leichteste Version wiegt unter 14 Kilogramm – voll ausgestattet und motorisiert bleibt das Lastenrad mit unter 33 Kilogramm immer noch sehr leicht im Vergleich. Die meisten Iumentum-Räder werden individuell aufgebaut, das Rahmenset ist ab 1.499 Euro, Kompletträder sind ab 2.300 Euro erhältlich. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 185 Kilogramm bei einem maximalen Fahrer:innengewicht von 100 Kilogramm. Mehr zum Iumentum hier.

Schraubachse für Anhänger: Steady Ride
Moderne hochwertige Fahrräder sind oft mit Steckachsen ausgerüstet. Sie sorgen für mehr Steifigkeit. Für Zubehör wie Anhänger sind sie aber nicht geeignet, da diese sich nicht an ihnen befestigen lassen. Die Steckachse Steady Ride Universal Thru Axle Kids/Cargo macht aber genau das möglich: Sie ersetzt die Standardachse und bietet neben der Anhänger-Option auch Befestigungsmöglichkeiten für Fahrradständer und Schutzbleche. Preis: ab 99 Euro. Infos bei Steady Ride.
Kaffee für unterwegs: Mokka to Go
Wer auf Radreisen nicht auf guten Kaffee verzichten möchte, musste bislang sperrige Espressokocher nutzen, die mit ihren scharfen Kanten auf Dauer die Packtaschen beschädigen können. Espresso to go bietet eine Lösung, die in einen Flaschenhalter passt. Integriert sind zwei Kaffeebecher. Zum Kochen wird ein Campingkocher benötigt – oder man setzt auf das Kaltaufbrühen. Kaffeeliebhaber:innen müssen 166,95 Euro für die etwa 300 Gramm leichte Kaffeemaschine für unterwegs investieren. Infos auf www.mokkatogo.com.

Vom Fixie zum Elektrorad: Aventon
Selten dürfte es eine derart radikale Neuausrichtung einer Fahrradmarke gegeben haben wie bei Aventon: Vor Jahren war der Name in der Fixie-Szene bekannt als Hersteller sportlicher Räder mit starrem Gang. Das ist Geschichte, denn jetzt betritt Aventon den deutschen Markt mit zwei Elektrofahrrädern. Eines davon ist ein sportliches Mountainbike, das andere ein alltags- und tourentaugliches Modell mit dem Namen Trava. Es ist wahlweise mit Diamant- oder Tiefeinsteigerrahmen sowie mit Ketten- oder Nabenschaltung erhältlich. Der Motor ist eine Eigenentwicklung. Die Preise starten bei 2.899 Euro. Mehr auf aventon.de/.
Sicher ausparken mit Fahrradträger: Thule Epos Park Secure
Nutzer:innen von Fahrrad-Heckträgern müssen beim Einparken besonders vorsichtig sein, da der Träger das Fahrzeug verlängert. Eventuell vorhandene Sensoren für eine Einparkhilfe werden entweder durch den Träger blockiert oder berücksichtigen die zusätzliche Länge nicht. Abhilfe schafft das Park Secure-System von Thule, das für den Kupplungsträger Epos für zwei oder drei Fahrräder bis jeweils 30 Kilogramm Gewicht erhältlich ist. Die vier Sensoren melden an das Smartphone oder eine Box im Innenraum, wie viel Platz zum Manövrieren noch vorhanden ist. Den Träger mit der Einparkhilfe gibt es ab 1.499,95 Euro. www.thule.com/de-de

Klein, aber fein: Mr. Dry trocknet den Sattel
Niemand setzt sich gerne auf einen feuchten Sattel. Satteldecken können helfen, werden aber gerne verloren oder vergessen, Dauerregen halten auch nicht alle Modelle zuverlässig ab. Da kommt der Schwamm von Mr. Dry ins Spiel: Mit ihm lässt sich der Sattel trockenwischen, anschließend wird er unterm Sattel verstaut. Eine Schnur zur Sattelstütze verhindert, dass er verloren geht. Er kostet 12,95 Euro und ist auf der Seite www.mrdry.store bestellbar. Die Sprache auf der Seite ist Niederländisch, also am besten die Browserfunktion zum Übersetzen nutzen.
Klassiker: Der Rennkompressor wird 60 Jahre alt
Er gehört zur Standardausstattung vieler Fahrradwerkstätten und Radsportler:innen: der SKS Rennkompressor. Die Standpumpe gilt als unverwüstlich und blickt auf eine mittlerweile 60-jährige Tradition zurück. Grund genug für den Hersteller, eine Jubiläumsedition aufzulegen. Im traditionellen Look mit nummerierter Messingplakette, die jede Pumpe zum Unikat macht, ist sie ein verführerisches Angebot an Fans. Ganz modern ist die Kompatibilität mit französischen, Auto- und Clik Valve-Ventilen. Sie lässt sich für 79,99 Euro inklusive Versand auf der SKS-Seite vorbestellen. Der Versand erfolgt ab dem 15. Mai 2026.




