
Marienfelder Allee © Mechtild Lutze
28. Juli 2026: 16. Demo für sicheren Verkehr auf der Marienfelder Allee
Am 28. Juli 2026 fahren wir wieder für sicheren Verkehr auf der Marienfelder Allee. Wir fordern einen geschützten Radweg und Flächengerechtigkeit zwischen allen Verkehrsteilnehmer:innen. Schluss mt der Bevorzugung des motorisierten Verkehrs!
Monatliche Demonsstrationen
Unsere Fahrrad-Demonstration am 28. Juli 2026 startet um 17:30 Uhr an der Marienfelder Allee 107/109, direkt vor der Bibliothek Marienfelde. Seit mehr als einem Jahr demonstrieren wir monatlich dafür, dass Fußgänger_innen und Radfahrer_innen auf der Marienfelder Allee sicher unterwegs sein können. Wir fordern Flächengerechtigkeit auf Marienfelder Straßen! Rad- und Fußverkehr sind gegenüber dem motorisierten Verkehr benachteiligt. Das muss sich ändern!
Mangelnde Sicherheit, Lärmbelastung, schlechte Luft
Die Marienfelder Allee ist eine vielbefahrene Bundesstraße, die mitten durch Wohnquatiere führt mit Schul- und Kitawegen sowie Arbeits- und Alltagswegen. An der Straße liegen auch zahlreiche schützenswerte Einrichtungen wie Kitas, Freizeit- und Senioreneinrichtungen. Eine gute Infrastruktur zur Versorgung des täglichen Bedarfs findet man ebenfalls vor. Allerdings sind die Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad nicht sicher unterwegs. Sie sind den Gefahren eines hohen Verkehrsaufkommens ausgesetzt. Hier sind mehr als 20.000 Fahrzeuge pro Tag, davon 2000 Lastkraftwagen, unterwegs, aber einen Radweg gibt es nicht! Und auch Fußgänger:innen haben auf dieser Hauptverkehrsstraße das Nachsehen. Schmale Gehwege und zu wenige Querungsmöglichkeiten, um z.B. sicher zu Bushaltestellen zu gelangen, prägen das Bild.
Tempo 30
Die Senatsverwaltung hat ihre Ankündigung, Tempo 30 an der Marienfelder Allee wieder abzuordnen, wahr gemacht. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg wurde beauftragt, die Tempo 30 Schilder gegen Tempo 50 Schilder auszutauschen. Damit wurden Fakten geschaffen, die sich gegen die Sicherheit von Schul- und Kitakindern sowie allen Menschen, die dort zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, richtet! Dabei sieht die Straßenverkehrsordnung vor, dass im Umfeld von sensiblen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Senioren- und Behinderteneinrichtungen Tempo 30 angeordnet werden kann. Und genau deswegen wurde in 2023 an dieser hochfrequentierten Bundesstraße Tempo 30 vom damaligen Rot-Grün-Roten Senat angeordnet.
Daher demonstriert das “Bündnis Marienfelder Allee” monatlich und fordert:
- Sichere Schul- und Kitawege, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
- Sicherheit auf dem Fußweg
- Wieder Anordnen von Tempo 30
- Barrierefreie sichere Querungsmöglichkeiten z.B. durch Zebrastreifen, Ampeln.
- Radweg für ALLE
Dafür gehen wir weiterhin auf die Straße, immer am letzten Dienstag im Monat.
Wir laden alle Marienfelder_innen ein, mitzukommen!
Unser Protest wird vor dem Hintergrund, dass der Berliner Senat das Berliner MobilitätsGesetz geändert hat, noch wichtiger.
Radwege an Hauptsverkehrsstraßen sollen nur noch gebaut werden, wenn dafür der notwendige Platz vorhanden ist. Der Haken an der Sache ist, dass der Senat entscheidet, ob es Platz für Radwege an Hauptverkehrsstraßen gibt!.
Das kommt einem Radwegestopp gleich - #NichtMitUns
Zudem sollen die jährlich geplanten Umbauten von 30 gefährlichen Kreuzungen ausgesetzt werden.
Die Sicherheit von Radfahrer_innen und Fußgänger_innen scheint keine Rolle mehr zu spielen - #NichtMitUns
Die ADFC Gruppe Tempelhof hat Verbündete gefunden
“Die ADFC-Stadteilgruppe Tempelhof engagiert sich seit vielen Jahren für einen geschützten Radweg an der Marienfelder Allee und besserer Infrastruktur für Fußgänger:innen. Es ist sehr ermutigend, die Unterstützung durch Marienfelder Anwohner:innen und weiteren lokalen Akteuren gewonnen zu haben. Anwohner:innen und Unterstützer:innen lassen sich in Ihrem Engagement nicht ausbremsen”, sagt Mechtild Lutze, Sprecherin der Gruppe.
Fragt man Anwohnende über die Situation an der Marienfelder Allee ergibt sich folgendes Stimmungsbild:
“Seit 30 Jahren wohne ich nahe der Marienfelder Allee. In dieser Zeit sind die Fahrzeuge größer, breiter und schneller geworden. Gleichzeitig hat der Autoverkehr auf der B101 enorm zugenommen und nichts wurde getan zum Schutz von Radfahrenden. Dabei hatte es bereits vor 10 Jahren Planungen dafür gegeben! Wo bleibt die geschützte Radspur? Sind denn Radfahrende Menschen 2. Klasse, denen keinerlei Schutz zugebilligt werden braucht? Nimmt die Politik billigend körperliche Schäden oder gar den Tod Radfahrender zugunsten von Parkplätzen für den ruhenden Verkehr in Kauf? Für mich fühlt es sich jedenfalls so an, an jedem einzelnen Tag, an dem ich auf der Marienfelder Allee mit dem Rad unterwegs sein muss", sagt Margret Wegner, Marienfelde
"Ich wünsche mir für die Marienfelder Allee einen Gehweg, der den Namen verdient und der nicht als Ausweichfläche für Radfahrer und E-Scooter genutzt wird. Leider wird der Autoverkehr (trotz Tempo 30) immer aggressiver. Die Folge: Radfahrer weichen zur eigenen Sicherheit auf den Gehweg aus und schränken den Platz der zu Fuß Gehenden ein“, sagt Monika Sommer, Marienfelde.
"Habe mit dem Fahrrad auf der Marienfelder Allee Todesangst“, sagt Andreas Schwiede aus Marienfelde.
Die Randbezirke dürfen nicht abgehängt werden!
Daher demonstrieren wir für “Sicheren Verkehr auf der Marienfelder Allee”.
Das nächste Mal am 28. Juli 2026, ab 17:30 Uhr
Start: Marienfelder Allee 107/109, 12277 Berlin (direkt vor der Bibliothek Marienfelde)
Route:
Marienfelder Allee 107/109 (Auftaktkundgebung) - Marienfelder Allee - Großbeerenstraße bis Friedenstraße - Wende - Großbeerenstraße - Marienfelder Allee - Friedenfelser Straße - Hildburghauser Straße bis Weskammstraße - Wende - Hildburghauser - Friedenfelser - Marienfelder Allee bis Bahnstraße - Wende - Marienfelder Allee bis zur Bibliothek - Abschluß und Ende.
Wer ist dabei?
Die Demo wird vom Bündnis Marienfelder Allee (ADFC Tempelhof, Berliner Stadtteilzentren Marie-Li, Steglitz-Zehlendorf, Nachbarschaftszentrum Ufa Fabrik, Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg (CC), Fuß e.V., Ökumenische Umweltgruppe Lichtenrade) organisiert
und wird von weiteren Initiativen unterstützt:
- ADFC Schöneberg
- Landesverband ADFC Berlin und weitere ADFC-Stadtteilgruppen
- BUND Berlin
- Respect Cyclists
- VCD Nordost
Aktive aus allen Himmelsrichtungen
Auf der Demonstration am 1. April 2025 hat Thomas Adamek, Anwohner, ein aussagekräftiges Video
von der lokalen Situation gemacht hat. Seht selber!
Video von der Demo am 1. April 2025
Bündnis-Treffen
Das Bündnis Marienfelder Allee trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat um 17:30 Uhr im Stadtteilzentrum Marie-Li,
Bruno-Möhring-Straße 7-9, 12277 Berlin. Vorerst gibt es Termine bis einschliießlich Juli.
Die nächste Mal treffen wir uns am 4. August 2026 von 17-30-19:30 Uhr.
Jede*r ist willkommen mitzumachen und dazu beizutragen, dass die gerechte Aufteilung des öffentlichen Straßenlandes
Wirklichkeit wird und die Menschen auf dem Rad und zu Fuß sicher unterwegs sein können.
Sei dabei und gestalte die Veränderungen mit!
Gemeinsam können wir etwas bewegen!
Weitere Informationen zum Thema findet Ihr hier.








