
Radfahren auf der Kantstraße? Aber bitte nur sicher!
Es schien so, dass der Radweg auf der Kantstraße ist bis zum Frühjahr 2027 gesichert ist, aber aktuell will der noch kommissarisch im Amt verbleibende Senat Fakten schaffen und markiert AUF DEM RADWEG Lieferzonen, aktuell noch mit gelben Xen übermalt
Deshalb ist es wichtiger denn je: Wir demonstrieren weiter! Jeden Montag um 17:30 ab Savignyplatz!
Wir fordern einen Stopp der Markierungsarbeiten und ein Überlassen einer solchen Entscheidung dem nächsten Senat!
Die nächste Kantdemo startet am Montag, 2.11.2026 um 17:30 Uhr vom Savignyplatz.
Bringt selbst gemachte Plakate mit.Packt die Trillerpfeife ein und kommt mit! Wir werden laut! Und bunt!
Die CDU ist in Berlin abgestraft worden, unter Anderem auch wegen ihrer Verkehrspolitik. Keine Rücksicht auf die Sicherheit von Radfahrenden, von Fußgängern, Streichen von Finanzen für den ÖPNV, Reduktion von Verbindungen, Streichungen von Finanzen für den Radverkehr und jetzt sollen mit den Mitteln für den Radverkehr auch noch Radwege zurück gebaut werden!
Die InfraVelo soll also den Radweg in der Kantstraße zurückbauen und dort eine Busspur mit Radfreigabe auf einer viel zu schmalen Spur errichten. Nach Akteneinsicht der Deutschen Umwelthilfe haben auch die Fachabteilungen des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt dem widersprochen mit Verweis auf die Rechtmäßigkeit, aber Frau Bonde hat die Einwände beiseite geschoben und ihr Begehren entgegen aller Einwände politisch durchgedrückt.
Die Rechtswidirigkeit des Rückbaus des Radwegs auf der Kantstraße zeigt auch ein Gutachten der Deutschen Umwelthilfe vom 22. Juli 2025! Die CDU katapultiert Berlin, als einzige Großstadt in Europa, zurück ins letzte Jahrhundert, und das ohne ein politisches Mandat! Das lassen wir nicht zu. #NichtMitUns, kommt am Montag um 17:30 zur Demonstration ab Savignyplatz!
Bisher sieht es auf weiten Teilen der Kantstraße so aus:
- geschützter Radstreifen, parkende Autos, Kfz-Spur.
Daraus möchte die Senatsverwaltung machen:
- parkende Autos, Bussonderfahrstreifen mit Freigabe für den Radverkehr, Kfz-Spur.
Das Problem:
- Radfahren wird gefährlicher: ein 3,25 Meter breiter Bussonderfahrstreifen ist nicht für die hohe Anzahl Radfahrender auf der Kantstraße geeignet. Radfahrende sollen ungeschützt zwischen Linienbusse, illegale haltende Kfz in zweiter Reihe und die dooring-Zone der parkenden Autos gequetscht werden.
Wir forden stattdessen:
- geschützter Radstreifen, eine Spur für den ÖPNV mit integrierten Ladezonen, Kfz-Spur.
Unterstützt die Petition der Deutschen Umwelthilfe: Berliner Verkehrswende retten!
Petition: Der Radweg auf der Kantstraße muss bleiben!
- Die Petition wurde am 18. November 2025 mit über 4.500 Unterschriften von Initiatorin Bettina Schinko und unserem Vorsitzenden Eberhard Brodhage an SenMVKU Sprecherin Petra Nelken übergeben.
Denn wir brauchen Sicherheit für alle und nicht noch mehr Rückschritte.
Seit fast zwei Jahren demonstrieren wir für eine sichere Kantstraße und rufen erneut zur Fahrraddemo auf:
Montag 2.11.2026
Wann? 17:30 Uhr
Wo? Savignyplatz, Berlin-Charlottenburg
Unterstützende:
- ADFC Berlin
- ADFC City West
- Changing Cities
- Deutsche Umwelthilfe
- Greenpeace Berlin
- Netzwerk Fahrradfreundliches Charlottenburg Wilmersdorf
- Respect Cyclists
- VCD Nordost
- Volksentscheid Berlin autofrei
Rückbau des Radwegs auf der Kantstraße ist rechtswidrig - Gutachten am 22. Juli 2025
“Sollte die Berliner Regierung den Rückbau des Radwegs auf der Kantstraße tatsächlich anordnen, gehen wir dagegen gerichtlich vor”, das verkündete die Deutsche Umwelthilfe am 22. Juli 2025 (hier). Denn ein neues Rechtsgutachten im Auftrag der DUH bestätigt: Der vom Senat geplante Rückbau des Radwegs ist rechtswidrig.
Am 25. Juli äußerte sich die Senatsverwaltung selbst : Verkehrssenatorin Bonde erklärt in ihrer Antwort auf das Gutachten, dass ihrer Meinung nach „keine rechtlichen Bedenken“ gegen die Beseitigung des geschützten Radweges bestehen, wie die DUH verlautbart. Damit gibt Bonde die Ansage zum Radweg-Rückbau auf der Kantstraße. Radfahrende werden gefährdet, um die wenigen Autoparkplätze zu erhalten. Und das, während nebenan die Parkhäuser leer stehen, wie der ADFC City-West aus eigener Besichtigung weiß. Sicher für alle wäre folgende Aufteilung: 1) Radweg behalten, 2) auf Autoparkplätze verzichten, 3) Parkstreifen zur Busspur. Die DUH widerspricht der Rechtsauffassung der Verkehrssenatorin und kündigt rechtliche Schritte an (hier).
Wir sagen: Danke, Deutsche Umwelthilfe!
Gemeinsam kämpfen wir um jeden Meter Radweg!
Stellungnahme in der Presse des ADFC Berlin am 4. Juni 2025
"Wir sind entrüstet. Frau Bonde schießt hier mit Kanonen auf Spatzen. Es gibt Lösungen für den Brandschutz mit denen alle – auch die Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind – geschützt werden können. Ziel der Berliner Verkehrspolitik muss es sein, Sicherheit für alle Menschen in der Stadt zu schaffen.
Das Recht auf sichere Mobilität und auf körperliche Unversehrtheit von Radfahrenden gegen die Anwohner:innen der Kantstraße auszuspielen, führt in eine Sackgasse. Auf einem breiten und geschützten Radfahrstreifen mit entsprechenden Lücken im Parkstreifen, findet die Feuerwehr im Notfall ausreichend Aufstellflächen. Das ist anderswo bereits umgesetzt, wie etwa am Kottbusser Damm in Kreuzberg. Mit einem vom Kfz-getrennten Radfahrstreifen und ausgewiesenen Lieferzonen ist das Recht auf Sicherheit und Leben für alle sichergestellt. Hier muss die Verkehrssenatorin nachbessern", sagt Lisa Feitsch, Pressesprecherin des ADFC Berlin gegenüber den Medien (z.B. Berliner Morgenpost, taz sowie Tagesspiegel).
Wichtige Hinweise aus Sicht des ADFC Berlin kommen auch von Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger:
https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung.1566602.php
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Offener Brief des ADFC City-West
Der ADFC City-West wendet sich mit einem offenen Brief in der Causa Kantstraße an Senatorin Bonde und die Bezirksstadträte. Darin fordern sie, dass sich Senat und Bezirk zusammen mit der Feuerwehr und den Verkehrsverbänden beraten, um zu verträglichen Lösung für die Radverkehrsführung auf der Kantstraße zu kommen.
Hier geht es zu dem Brief.
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Zweite Reihe-Parker auf der Kantstraße
Wir haben die Probe gemacht – und sind entsetzt! Fast immer steht ein Kfz verkehrswidrig im Weg! Fast immer sind Radfahrende gefährdet. Das kann die Senatsverwaltung doch nicht ernsthaft wollen.
Ungeschützte Radwege werden oft zugeparkt, so dass Radfahrende sich in den fließenden Autoverkehr einfädeln müssen und dabei stark gefährdet sind. Dies haben wir an zwei zufällig ausgewählten Tagen in der Kantstraße selbst beobachtet und dokumentiert.
Am Donnerstag, den 9.1., haben wir zwischen 13.30 und 14.30 Uhr die Situation auf der nördlichen Seite der Kantstraße auf dem Abschnitt zwischen Krumme Straße und Wilmersdorfer Straße ausgewertet. Dasselbe haben wir am Sonnabend, 11.1., zwischen 10.00 und 11.00 Uhr auf der südlichen Seite zwischen Kaiser-Friedrich-Straße und Wilmersdorfer Straße wiederholt. An diesen Stellen verläuft der Radweg auf der Fahrbahn und ist mit einer durchgezogenen Linie markiert – absolutes Halteverbot und damit genauso, wie es die Senatsverwaltung für die gesamte Kantstraße vorsieht.
Ergebnis: Bei unseren Beobachtungen am Donnerstag war der Radweg an 38 von 60 Minuten zugeparkt, teilweise von mehreren Fahrzeugen. Nur an 22 Minuten (36 Prozent) war er frei. Am Samstag waren innerhalb einer Stunde sogar nur 16 Minuten ohne Hindernis (26 Prozent). Die längsten Störungen des Radverkehrs gingen dabei von Lieferfahrzeugen und Paketzustellern aus. Am häufigsten behinderten Pkw, die teilweise nur kurz, teilweise aber auch minutenlang auf dem Radweg warteten.
„Eine Lösung, die Radfahrende erneut gefährdet, ist keine Lösung, sondern ein Problem“, sagt der ADFC Berlin.
Das Vorhaben der Senatsverwaltung wäre de facto ein Rückschritt für die Sicherheit und eine massive Gefährdung von Radfahrer:innen durch Zweite-Reihe-Parker, durch Raser:innen und Dooring.
#Nichtmituns
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Seit November 2024 demonstrieren wir für eine gute Lösung für alle!
Die gute Lösung für alle sieht so aus:
- einen geschützten Radstreifen,
- eine Busspur mit Lieferzonen,
- eine Kfz-Spur …
- und damit genügend Platz für die Feuerwehr.
Downloads
Wie fahrradfreundlich ist Berlin?
Alle Radfahrer:innen rufen wir auf, bei der großen Umfrage mitzumachen:
- Wie viel wird in Berlin bereits fürs Radfahren getan?
- Was hat sich in den letzten Jahren verbessert?
- Sind die Radwege in einem guten Zustand?
- Kurz: Macht Radfahren Spaß – oder ist es Stress?
Beim Fahrradklima-Test 2026 des ADFC zählt deine Stimme.



